Satansbraten

Terror auf der Straße

Tatort: Auf der Straße

„Die Füße tun weh. Nimm mich auf den Arm! Nein, ich will doch lieber selber laufen! Lass mich doch mal hier stehen bleiben und gucken! Warum darf ich denn nicht durch die Pfützen laufen? Weißt Du was Papa? Ich schmeiß mich jetzt einfach mal auf den Boden und fange an zu schreien. Lass mich doch in Ruhe. Geh ruhig weiter.“ Eltern kennen das. Sie sind mit ihrem Kind unterwegs und plötzlich kommt der Totalstreik. 

Der böse Blick

Passanten laufen vorbei und schauen den armen Vater strafend an. Wie kann man nur so herzlos sein und das schreiende Kind nicht trösten? Dabei hat der Vater vorher schon alles versucht, sein Kind liebevoll zum Weitergehen zu überzeugen. Doch ist halt heute einer dieser Tage, an denen das Kind einfach dicht macht. Wer weiß, vielleicht lag es nur an der leeren Cornflakes Packung heute Morgen beim Frühstück. Sei es drum, daran lässt sich jetzt nichts mehr ändern. Der arme Vater steht hilflos da und weiß nicht weiter.

Der umgekehrte Magneteffekt

Auch wenn es hart klingt: langsam weitergehen bewirkt meistens wahre Wunder. Je weiter sich die Eltern entfernen umso schneller holt das Kind die dazwischenliegende Distanz auf. Natürlich sollten die Eltern dabei immer wieder einen Blick auf ihr Kind werfen und darauf achten, dass sie sich nicht zu weit von ihm entfernen. Doch kommt es dazu in aller Regel gar nicht. Sobald das Kind merkt, das seine Aktionen nichts bewirken, ändert es seine Strategie. Auf Papas Arm ist es dann doch plötzlich gemütlicher als auf dem kalten Asphalt.

Die Aufmerksamkeitsstrategie

Als Präventivmaßnahme empfiehlt sich folgendes: „Schau nur da, das Vogelnest!“ Mit solchen oder ähnlichen Anregungen kann man sein Kind bei der Stange halten. Kinder sind von Natur aus neugierig. Und auf der Straße gibt es immer viel zu sehen und zu entdecken. Wenn Eltern ihre Kinder auf derlei Dinge aufmerksam machen, vertreiben sie so spielerisch seine Langeweile und damit eine Hauptursache für Quengelei. Zudem lernt das Kind mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und – nicht zu vergessen – die Eltern ebenso.

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