Buchempfehlungen

Erziehungsratgeber

Wenn Eltern vor Problemen stehen, bei denen sie nicht weiter wissen, suchen sie häufig Rat in Büchern. Der Markt ist voll mit Erziehungsratgebern. Um Ihnen eine Orientierung zu geben, stellen wir Ihnen die bekanntesten kurz vor.


Jan-Uwe Rogge: Der große Erziehungs-Check

Das Buch vergleicht die verbreitetsten Erziehungsprogramme, wie zum Beispiel »STEP«, »Starke Eltern – Starke Kinder«, »Triple P«, partnerschaftlichen Erziehung von Rudolf Dreikurs, »Familienrat«, Jesper Juuls »FamilyLab« und erläutert ihre Vor- und Nachteile.

Jan-Uwe Rogge, Deutschlands bekanntester Erziehungsexperte, erklärt was sie leisten und wo sie vielleicht sogar schaden. Weiterhin geht er der Frage nach, was Eltern heute brauchen, und formuliert drei zentrale Haltungen für die Elternbildung: Begleitung, Bestärkung und Beratung. Diese sind unverzichtbar und werden anhand von alltäglichen Erziehungssituationen beschrieben.

Schließlich legt Rogge seinen eigenen ressourcenorientierten Ansatz dar, in dem er sich gegen schematische Erziehungsanleitungen wendet und zeigt, wie es Eltern gelingen kann, eine für ihr Kind angemessene Erziehung zu „leben“. Sein Motto lautet: Jedes Kind ist anders.

Der große Erziehungs-Check: Die besten Konzepte im Vergleich
ISBN: 978-3-608-94536-2


Remo H. Largo: Kinderjahre

Kinderjahre: Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung: Der Untertitel dieses Buches ist verrät schon das Hauptaugenmerk des Autors, die Individualität des Kindes in seiner Entwicklung.

Largo ist Kinderarzt mit dem Schwerpunkt Entwicklungspädiatrie und konnte für sein Buch auf seine Erfahrung als Arzt an der Universitäts-Kinderklinik in Zürich zurückgreifen. Er betrachtet die Entwicklung vom Kleinkindalter bis zum Teenager.

Dabei werden in den Kapiteln Themen wie Anlage und Umwelt, Grundbedürfnisse und Bindungsverhalten, Entwicklung und Lernen behandelt. Es wird dabei auch besonders vor dem Förderwahn der Eltern gewarnt.


Annette Kast-Zahn: Jedes Kind kann Regeln lernen

Die Diplom-Psychologin Annette Kast-Zahn gibt im Ratgeber Jedes Kind kann Regeln lernen Tipps, wie Eltern Regeln vermitteln und Grenzen setzen können. Er ist für die Zeit vom Baby bis zum Schulkind ausgelegt.

Das Buch ist in sechs Kapitel gegliedert, die jeweils am Ende zusammengefasst sind. Es wird dargestellt, welche Regeln für welches Alter angemessen sind und es werden Beispiele gegeben, wie man sie durchsetzen kann. Außerdem werden in einem Kapitel die häufigsten Elternfehler aufgeführt.

Weiter Bücher von Annette Kast-Zahn:


Jesper Juul: Das kompetente Kind

Der dänische Familientherapeut Jesper Juul stellt in „Das kompetente Kind“ die These auf, dass Kinder von Geburt an soziale Kompetenz besitzen und nicht erst zu sozialen Wesen erzogen werden müssen. Er steht für eine Gleichberechtigung von Eltern und Kindern in der Erziehung ein und fordert die traditionellen Machtstrukturen in der Familie aufzubrechen.

Kinder sollen nicht mehr als Objekte behandelt werden. Juul plädiert dafür den Kindern schon früh Verantwortung für Bereiche, die sie überschauen können, zu überlassen. Anstatt dass die Eltern den Kindern Grenzen setzen, sollen sie ihre Grenzen wahren, und das möglichst authentisch.

Weitere Bücher von Jesper Juul:


Carlos Gonzalez: In Liebe wachsen

Carlos Gonzalez bezieht in „In Liebe wachsen: Liebevolle Erziehung für glückliche Familien“ bewusst Stellung für das Kind, aber nicht gegen die Eltern. Er zeigt anhand seiner Arbeit als Kinderarzt, dass Kinder im Grunde gut sind und führt ihre positiven Eigenschaften auf.

Traditionelle Erziehungsansätze wie Schlaftraining, Grenzen setzen oder Auszeit lehnt er ab. Die natürlichen Bedürfnisse des Kindes zu erfüllen, hält Gonzalez für die ethische Pflicht der Eltern.

Ein weiteres Buch von Carlos Gonzalez:


Rudolf Dreikurs: Kinder fordern uns heraus

Dieser Erziehungsratgeber wird schon seit über 30 Jahren aufgelegt, weshalb man ihn als Klassiker bezeichnen kann. Der Psychologe Rudolf Dreikurs lebte von 1897 – 1972 und war Vertreter der Individualpsychologie.

In Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß? werden 34 Erziehungsprinzipien aufgestellt. Dreikurs geht davon aus, dass Kinder vier soziale Grundbedürfnisse haben (sich geliebt fühlen, fähig und für andere wichtig sein, respektiert und fair behandelt werden, sich sicher fühlen und dadurch Mut haben).

Wenn diese Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden, versucht das Kind seine Ziele mit ungeeigneten Mitteln durchzusetzen. Fehlverhalten sieht Dreikurs als Resultat des nicht genügend erfüllten Grundbedürfnisses. Um dem entgegen zu wirken ist ein ausgewogenes Verhältnis von Ermutigung und Grenzen setzen wichtig.

Ein weiteres Buch von Rudolf Dreikurs:


Steve Biddulph: Das Geheimnis glücklicher Kinder

Hinter diesem idealistisch klingenden Titel verbirgt sich ein Ratgeber, der Eltern helfen will ihre Kinder unterbewusst zu lenken

Nach der Meinung des Familienpsychologen Steve Biddulph brauchen Kinder vier Dinge um glücklich zu werden: Aufgaben, Grenzen, Aufmerksamkeit und Vorbilder.

In „Das Geheimnis glücklicher Kinder“ werden auch Tipps zu bestimmten Situationen und Problemen, wie Trauer, Wut oder Schüchternheit, gegeben. Und natürlich gibt es noch Ratschläge, wie aus glücklichen noch glücklichere Eltern werden.

Weitere Bücher von Steve Biddulph:

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