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Smartphonenutzung

Smartphone aus – Blickkontakt mit dem Baby aufnehmen

Anregende Gespräche, gemeinsames Zusammensitzen und der direkte Blickkontakt, in der heutigen Zeit sind diese Aktivitäten immer schwerer umzusetzbar. Die meisten Menschen führen ein Leben hinter dem Bildschirm, erst der 8-Stunden Bürojob, dann der Fernsehabend oder das Wochenende vor dem Laptop.

Dennoch können Erwachsene sich aussuchen wie sie ihre Zeit verbringen, sie können aus diesem “Bildschirmkreislauf” ausbrechen, können echte Menschen treffen und in Augen ohne zwischengeschalteten Bildschirm blicken. Anders ist das bei Babys. Sie können noch nicht frei entscheiden, wann sie einmal das Gesicht ihrer Mutter sehen möchten. Sie sind auf die emotionale Intelligenz Ihrer Mutter angewiesen. Früher sah man Eltern, die mit ihrem Baby im Kinderwagen schäkerten und im direkten Austausch mit dem Baby waren. Heute ist für viele Mütter und Väter der Blick aufs Smartphone interessanter, als der Blick auf ihren Nachwuchs.

Blickkontakt für die Gehirnentwicklung essenziell

Babys sind auf die Kommunikation mit den Eltern bzw. den direkten Blickkontakt angewiesen. Der Grund dafür sind so genannte Spiegelneuronen. Sie spiegeln das Handeln anderer und machen einen guten Teil am menschlichen Vermögen zum Einfühlen und Nachempfinden aus, später eine wichtige Grundlage für Anteilnahme und Hilfsbereitschaft. Schon bei Babys sind die Spiegelneuronen aktiv. Wenn man beispielsweise sie anlacht, erwidern sie das mit einem Lächeln oder Glucksen.

All diese Spiegelungen erfüllen ein emotionales Grundbedürfnis von Babys. Und logischerweise brauchen die Spiegelungen einen Partner, einen Menschen, der gespiegelt wird. Das ist in der Regel die Mutter oder eine andere enge Bezugsperson. Dadurch bekommen sie direktes Feedback für ihr eigenes Verhalten und somit auch ein Gefühl für sich selbst. Wenn die Mutter beispielsweise ihr Kind anstrahlt, merkt das Kind ihre Emotion und kommt dadurch auch in die eigene Freude. Wird der Blickkontakt in den ersten Lebensmonaten vernachlässigt, kann das Kind später Probleme mit dem Aufbau stabiler Bindungen bekommen. So können sich Menschen, die als Baby emotional vernachlässigt wurden, nur schwer in andere einfühlen und Vertrauen zu anderen Menschen aufbauen. Auch andere kognitive Fähigkeiten werden beeinträchtigt. Kinder, denen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, lernen schwieriger und haben oft Konzentrationsschwächen. 

Die ersten 3 Jahre sind entscheidend

Gerade die ersten drei Jahre sind die entscheidende Phase der Gehirnentwicklung. In dieser Zeit bildet jede einzelne Gehirnzelle bis zu 10.000 Vernetzungen zu anderen. Außerdem bilden sich 50 Prozent des Charakters in Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit. Umso wichtiger, dass in dieser Zeit Babys Eltern bei sich haben, die sich auch für sie interessieren. Abschließend: Blickkontakt kann es nie genug geben, vor allem in den ersten drei Jahren. Wann immer das Kind die Eltern sieht, hört oder ihre Nähe spürt fühlt es sich sicher. Und sind wir mal ehrlich: Kann es wirklich eine Nachricht geben, die wichtiger ist, als das Lachen des eigenen Kindes? 

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