Hausaufgabenhilfe

Hausaufgaben am Küchentisch – wo ist die Grenze?

Das typische Bild: Kind sitzt mit Schulsachen quer über den Tisch verteilt am elterlichen Küchentisch. Das ein oder andere gestresste Elternteil sitzt auf dem Stuhl daneben. Es ergibt sich die Frage: In welchem Umfang sollten Eltern in den Hausaufgabenalltag eingreifen?

Bei Eltern gibt es viele Sichtweisen, einige mischen sich kaum ein, andere würden die Aufgaben am liebsten selbst machen. Letztendlich sind es die Eltern, die ihre Kinder überbehüten, und Eltern, denen Selbstständigkeit das Wichtigste ist. Letztendlich ist es wie überall, der goldene Mittelweg ist wichtig zu finden. Nur wenn es Probleme gibt, sollten Eltern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Entscheidend für gut erledigte Hausaufgaben ist eine Kooperation zwischen Eltern, Lehrkräften und Kindern. Daher sollten Eltern von Beginn an wissen, welche Ziele Hausaufgaben haben und welche Rolle die Eltern im Lernprozess spielen sollten. Bei Lernexperten ist umstritten, wie groß der Umfang des Helfens sein sollte. Das Eingreifen der Eltern gilt je nach Intensität als lernförderlich oder lernhemmend. Greifen Mutter und Vater zu sehr ein, kann die Hilfe auch schnell im Streit enden. Eltern haben eine andere Auffassung und verfallen schnell in Hektik. Eltern haben nicht die Aufgabe Hilfslehrer zu sein. Viele Eltern sind übermotiviert und setzen die Kinder noch zusätzlichem Stress aus. Dadurch geht schnell die Eltern-Kind-Beziehung ins Wanken. In einem sind sich Bildungsexperten allerdings sicher: Je selbstständiger die Kinder in ihren Hausaufgaben sind, desto besser bleibt das Erlernte hängen. Eltern können die Kinder als sichere Basis unterstützen, eine gute Atmosphäre schaffen und einfach für die Kinder da sein.

Aufgabenplan für den Überblick

Eltern können den Kindern auch mit einem Aufgabenplan zur Seite stellen. Vor dem Hausaufgabenbeginn besprechen, was zu erledigen ist, und eine sinnvolle Reihenfolge festlegen. Hilfreich ist auch hier die Abwechslung, z.B. nach dem Schreiben, lernen und dann eine Matheaufgabe einstreuen. Die Aufgaben können zusätzlich nochmal in langfristige und kurzfristige Abgabetermine unterteilt werden. Mit späteren Schuljahren kann das Kind dann den Aufgabenplan selbstständig strukturieren.

Braucht das Kind bei den Hausaufgaben elterliche Hilfe, liegt das oft übrigens nicht am Kind, sondern am Aufbau der Hausaufgaben. Oft werden die Hausaufgaben in den letzten Unterrichtsminuten gegeben und nicht umfangreich erklärt. Nicht selten fehlt Lehrern die Zeit Hausaufgabenkonzepte passend zu erläutern.  

Die Hausaufgabenorganisation zu Hause

Nach einem anstrengenden Schultag ist es für Kinder manchmal schwierig sich direkt hinter die Bücher zu klemmen. Eine Pause zwischen Schule und Hausaufgabenbeginn lohnt sich. Am besten mit Bewegung zwischendurch. Sie hilft dabei die Konzentration zu steigern. Das Gehirn wird mit mehr Sauerstoff versorgt. Sehr gut eignen sich dafür zum Beispiel Hampelmannübungen. Neben dem Arbeitsplatz können Snacks bereitgestellt werden. Eine Handvoll Studentenfutter oder Obst hilft beim Lernen und der Konzentration. Auch Getränke dürfen am Arbeitsplatz nicht fehlen. Wasser, Saftschorle oder Kräutertee sind geeignet. Mit dem richtigen Arbeitsplatz, der richtigen Unterstützung und der passenden Struktur wird der groß wirkende Hausaufgabenberg schnell kleiner.

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