Wie sinnvoll ist ein vegane oder vegetarische Ernährung für Kinder?

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Wie sinnvoll ist ein vegane oder vegetarische Ernährung für Kinder?

Sich vegan oder vegetarisch ernähren, liegt zurzeit stark im Trend. Immer mehr Menschen verzichten auf tierische Produkte, weil sie es aus ethischen Gründen nicht mehr vertreten oder weil sie sich gesünder ernähren möchten. Nun stellen sich Eltern die Frage, ob es sinnvoll ist, Kinder ebenso vegetarisch zu ernähren.

Hier gehen die Meinungen der Experten auseinander, weil viele der Meinung sind, Kinder trügen Mangelerscheinungen davon. Im Endeffekt liegt es an der generell falschen Ernährung und nicht am Verzicht der tierischen Produkte.

Veggie ernähren beugt Krankheiten vor

Wer in jungen Jahren auf Fleisch verzichtet, leidet später weniger häufig an Übergewicht. Dies beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Alter vor. Eine Studie sagt aus, dass bei 30% der Kinder zwischen 8- und 11 Jahren und 70% zwischen 12 und 15 Jahren, starke Veränderungen der Blutgefäße festgestellt wurden, als diese auf vegetarisch umstellten. Ebenfalls hat eine Studie ergeben, dass Veggie-Schulkinder eine viel bessere Nährstoffversorgung aufweisen als jene, die Fleisch essen. Das liegt meist daran, weil sich die Eltern generell stärker um die Ernährung der Kinder bemühen.

Die wichtigsten Nährstoffe im Überblick

Kinder und Erwachsene benötigen Nährstoffe, befindet sich ein Mensch im Wachstum, sind diese wichtiger denn je, weil der Körper die Stoffe braucht, um sich zu entwickeln. Es ist Fakt, dass sich viele Vitamine, Eisen und Zink in Milchprodukten und Fleisch befindet. Das ist jedoch noch kein Grund, um zwangsläufig auf diese Produkte zu setzen.

Eisen und Zink – für Schulkinder und junge Mädchen wichtig

Eltern, die ihre Kinder fleischlos ernähren, sollten dies am besten mit dem Kinderarzt besprechen, der regelmäßig die Werte überprüft. Ferner ist darauf zu achten, dass die Zufuhr von Eisen und Zink erhöht wird. Statt zuckerhaltiger Cornflakes, besser auf Frühstückszerealien oder auf viel eisenhaltiges Gemüse setzen. Brokkoli, Spinat, Rosenkohl und viele andere Sorten sind ideal. Auch Reis, Vollkornbrot und Nüsse enthalten beispielsweise viel Eisen. Zu bedenken gilt, dass Mädchen in der Pubertät häufig an einem Eisenmangel leiden. Dies macht sich über Blässe, Leistungsabbau und Müdigkeit bemerkbar. In dieser Phase sollten die Werte auch stets kontrolliert werden.

Vitamin B2, Vitamin B12 und Kalzium

Kalzium befindet sich in Milchprodukten, wie auch in Nüssen, in dunklem Gemüse, in div. Wildpflanzen und Samen. Vitamin B2 findet sich in Eiern, Fisch, Grünkohl, Paprika, Brokkoli und in div. Getreideprodukten. Schwierig ist die Zufuhr von Vitamin B12 bei Veganern. Es ist teilweise im Bier oder im Sauerkraut enthalten, sonst gibt es kaum eine natürliche Möglichkeit, dieses Vitamin aufzunehmen. Deswegen muss hier auf Nahrungsergänzungsmittel gesetzt werden. Ferner gibt es Vitamin B12 Zahncremes und ähnliche Präparate. Hierzu empfiehlt es sich, mit einem Kinderarzt Rücksprache zu halten, der auf veganische/vegetarische Ernährung spezialisiert ist.

Was spricht eigentlich gegen ein veganes Leben?

Gegen die Vegane Ernährung an sich spricht nichts. Eltern die ihre Kinder auf diese Weise ernähren möchten, sollten jedoch viel Zeit und Geduld mitbringen, um diesen Lebensstil gemeinsam zu erkunden. Wird bereits ein Baby vegan ernährt, gewöhnt sich das Kind automatisch daran. Daher ist es auch sinnvoll, dem Kleinkind von Anfang an viele gesunde Sachen zu servieren. Eltern dürfen nur nicht vergessen, dass Kinder neugierig sind und nicht so einen starken Willen aufweisen, wie Erwachsene. Werden bei Kinderpartys beispielsweise Würstel serviert, gibt es sicherlich Kinder, die getrost zugreifen. Ihnen alles zu verbieten, wäre kontraproduktiv, außerdem haben auch Kinder einen freien Willen. Natürlich macht es Sinn, von Anfang an auf eine gesunde Ernährung zu setzen, jedoch schadet es niemanden, wenn das Kind im Endeffekt ab und zu Fleisch greift. Nur einmal im Monat ein Stück Fleisch ist sicherlich gesünder als einmal am Tag.

Milchprodukte lassen sich einfach gegen Sojaprodukte, Reismilch oder Kokosmilch ersetzen. Auf den geliebten Kakao müssen die Kinder nicht verzichten. Ebenso gesund sind Tofu, und Superfoods wie Chia Samen, Leinöl und Co. Viele Bioprodukte und vegane Alternativen gibt es mittlerweile im Bioladen, in Drogerien und teilweise im Supermarkt. Wer in seiner Umgebung keinerlei Auswahl hat, schaut am besten online bei Supermärkten mit großer Auswahl wie Allyouneed Fresh vorbei. Dort kann man online bestellen und bundesweit beliefert werden.

Fazit: Vegan oder vegetarisch ernähren bedeutet, sich viel mit der Nahrung auseinanderzusetzen. Familien die auf diese Ernährung umstellen, sollten sich im Klaren sein, dass ein eiserner Wille dazu gehört. Wichtig: Niemals die Kinder zu etwas zwingen, schmackhaft machen ok, aber wenn es auch mal Alternativen will, sollte niemand Verbote setzen.

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