Omega-3-Fettsäuren

Gesundheitsfördernde Fettsäuren

Von der Werbung werden sie als wahres Wundermittel angepriesen. Die positive Regulierung der Blutfettwerte, sowie die Senkung des Bluthochdrucks sind dabei nur zwei ihrer vielen Auswirkungen.

Omega-3-Fettsäuren sind zumindest sprichwörtlich gesehen in aller Munde. Sie gehören zur Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Da sie von unserem Körper nicht gebildet werden können, müssen sie über Nahrung aufgenommen werden.

Erste Hinweise darauf, dass Omega-3-Fettsäuren der Gesundheit förderlich sind, ergaben sich schon 1944. Der Biochemiker Sinclair konstatierte bei den Eskimos ein geringeres Auftreten von Herz-Kreislauf-Krankheiten, obwohl ihre Nahrung doch sehr fetthaltig ist und nicht etwa aus frischem Obst und Gemüse besteht. Sinclair führte diesen Zustand auf den hohen Fischanteil zurück. Heute ist wissenschaftlich erwiesen, dass Omega-3-Fettsäuren das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken.

In etlichen anderen Studien konnten die Erkenntnisse über den erstaunlich positiven Einfluss von Omega-3-Fettsäuren auf die Gesundheit noch spezifiziert werden. So sorgen sie bei regelmäßigem Verzehr für eine signifikante Senkung des Cholesterinspiegels. Omega-3-Fettsäuren hemmen nämlich die Produktion von Trägerproteinen für Fette und beschleunigen deren Abbau.

Das Interessante hierbei besteht in dem Umstand, dass lediglich das ungesunde LDL-Cholesterin gesenkt wird, wohingegen der Anteil des HDL-Cholesterins, das sich positiv auf den Organismus auswirkt, steigt.

Indem sie die Verformbarkeit der roten Blutkörperchen steigern und die Adern erweitern, verbessern Omega-3-Fettsäuren die Durchblutung und senken den Blutdruck. Zusätzlich vermindern sie die Bildung von Blutgerinseln, da aus ihnen sogenannte Eicosanoide hergestellt werden, die das Zusammenballen von Blutplättchen verringern. Eben jene Substanzen wirken auch entzündungshemmend, so dass Omega-3-Fettsäuren bei entsprechenden Krankheiten einen heilenden Effekt haben.

Dass sogar die Motorik von Neugeborenen durch Omega-3-Fettsäuren positiv beeinflusst wird, ergab eine kürzlich veröffentlichte Studie von niederländischen Wissenschaftlern. Hatten die Mütter während der Schwangerschaft viel Fettsäuren aus Fischöl zu sich genommen, entwickelten deren Kinder in den ersten 18 Lebensmonaten deutlich bessere feinmotorische Fähigkeiten als solche, deren Mütter sich stärker von Chips und Pommes ernährt hatten. Generell profitiert die Entwicklung des Gehirns von den Fisch-Fettsäuren in jungen Jahren genauso wie die Erhaltung seiner Fähigkeiten im Alter.


Nutzen überwiegt Risiken

Fetter Fisch sollte also auf den Tisch. Leider wird diese Erkenntnis immer wieder von Meldungen über die hohen Schadstoffbelastungen von Meeresfischen konterkariert. Sind also Hering, Lachs, Thunfisch oder Makrele ergiebige Quellen nicht nur von Omega-3-Fettsäuren, sondern auch von Krankheitserregern, so dass man besser die Finger von ihnen lassen sollte? Die Frage beantwortet die Forschung eindeutig mit nein. Studien ergaben: Der Nutzen von Fisch überwiegt die Risiken durch Schadstoffe deutlich. Die Zufuhrempfehlungen halten dementsprechend ungebremst an zwei Fischmahlzeiten pro Woche fest.

Ein anderer, plausiblerer Grund, auf Fisch zu verzichten oder dessen Verzehr zumindest einzuschränken, ergibt sich aus der Überfischung der Gewässer. Um dem entgegenzuwirken, bieten sich andere Quellen von Omega-3-Fettsäuren an. Diese sind beispielsweise Leinsamen, Sojaprodukte oder Nüsse.

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