Entscheidendes Spurenelement

Lebenswichtiges Zink

Sind Sie häufig erkältet? Leiden Sie an dünnem Haar und brüchigen Fingernägel? Ist Ihre Haut trocken und schuppig? Sind sie oft müde und antriebslos? Diese Beschwerden könnten erste Anzeichen für einen Mangel an Zink sein.

Zinkmangel ist weiter verbreitet als vermutet. Bei Zink handelt es sich um ein essentielles Spurenelement, dies bedeutet, dass es dem Körper über die Nahrung zugeführt werden muss, da er es selbst nicht herstellen kann. Die Hälfte der deutschen Bevölkerung nimmt zu wenig von dem wichtigen Spurenelement zu sich.

Der Grund dafür findet sich in der modernen Ernährung. Ein Erwachsener sollte täglich mindestens 15 mg Zink zu sich nehmen. Nahrungsmittel, wie Fleisch oder Innereien, die einen hohen Wert an Zink bergen würden, werden heutzutage eher spärlich verzehrt. Somit kommt es häufig zu einer Unterversorgung.

Die Bedeutung von Zink für den Körper

Zink stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte. Nicht erwünschte Eindringlinge, wie Vieren und Bakterien, werden mit einem Enzym bekämpft, das wiederum von einer ausreichenden Zinkversorgung abhängig ist. Ein mit Zink regelmäßig und ausreichend versorgter Körper ist widerstandsfähig gegen Erkältungen und andere Krankheitserreger.

Da Zink ein wichtiger Bestandteil für die Zellteilung ist, wirkt sich das Spurenelement auch positiv auf die Wundheilung und Hautbeschaffenheit aus. Menschen mit Zinkmangel haben eine verminderte Wundheilung und leiden an trockener, schuppiger Haut. Ähnliches gilt auch für das Haar. Wie auch die Haut befindet es sich in einem ständigen Erneuerungsprozess und ist daher auf eine einwandfrei funktionierende Zellteilung angewiesen.

Das lebenswichtige Zink ist insgesamt an der Funktion von über 200 Enzymen beteiligt, die wiederum wichtige Funktionen im menschlichen Körper erfüllen. Unter anderem wird der Hormonstoffwechsel von zinkabhängigen Enzymen gesteuert. Sämtliche Wachstums- und Sexualhormone sind durch das Element beeinflusst.

Zink ist nicht leicht zu finden

Wie bereits erwähnt, ist es nicht leicht, über die Ernährung genügend Zink aufzunehmen. Der Zinkgehalt unserer Nahrung ist sehr unterschiedlich. In Zucker und Fett findet man kaum Spuren von Zink. Aber auch Obst und Gemüse ist nur spärlich mit dem Spurenelement versetzt und können den täglichen Bedarf an Zink nicht decken. Vollkornbrot und Nüsse haben da schon einen höheren Gehalt. Jedoch tragen auch diese Nahrungsmittel nur wenig zur Zinkversorgung bei.

Der menschliche Körper kann das Spurenelement aus pflanzlichen Nahrungsmitteln nur schlecht aufnehmen, ein Großteil davon wird ungenutzt wieder ausgeschieden. Fallen Sie daher nicht auf hohe Zinkgehaltangaben auf Lebensmittelverpackungen herein. Diese sind zwar nicht geflunkert, beispielsweise enthalten Sonnenblumenkerne tatsächlich viel Zink, jedoch ist das in pflanzlichen Produkten enthaltene Zink nur verschwindend bedeutend für den menschlichen Körper, da es nicht zur Gänze verwertet werden kann.

Lebensmittel mit einem hohen Zinkgehalt

Vegetarier haben es nicht leicht, sich Zink durch Nahrungsmittel zuzuführen. Denn die besten Zinklieferanten sind tierische Produkte. Mit Abstand den höchsten Anteil an Zink haben Austern. Wer nicht jeden Tag Lust auf die glitschigen Delikatessen hat, kann auf Shrimps oder Meeresfische zurückgreifen. Auch Kalbs- und Rindfleisch, vor allem die Innereien, enthalten viel und gut verwertbares Zink.

Für Menschen, die Abstand von Fleischprodukten nehmen möchten, stehen Käse, Molke und Hühnereier als reichhaltige Zinklieferanten zur Verfügung. Man sieht also, dass vor allem tierische Eiweißprodukte reich an dem lebenswichtigen Spurenelement sind.

Menschen mit erhöhtem Zinkbedarf

In tierischen Produkten ist relativ viel Zink enthalten. Dennoch sollte man sich vor Augen halten, dass man, um die empfohlene Tagesmenge von 15 mg Zink zu erreichen, jeden Tag 500 Gramm Käse, 300 Gramm Rinderleber, oder fünf Kilogramm Gemüse zu sich nehmen müsste. Daher ist es, besonders bei Menschen mit erhöhtem Zinkbedarf, ratsam, zusätzlich Zinkpräparate einzunehmen. Zu Menschen mit erhöhtem Bedarf zählen Kinder und Jugendliche im Wachstum, schwangere und stillende Frauen, Vegetarier, Raucher, Leistungssportler, Frauen, die die Antibabypille einnehmen und Senioren.

Gehören Sie zu einer dieser Gruppen und zeigen sich mögliche Anzeichen für einen Zinkmangel, so suchen Sie Ihren Arzt auf und bitten Sie ihn um eine Diagnose. Ein Mangel am Zink kann übrigens mittels eines einfachen Bluttests festgestellt werden.

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