Mehrsprachiges Vorlesen

Familiäre Mehrsprachigkeit – die vergessene Ressource

In Deutschland ist jede siebte Ehe eine binationale. Und jedes dritte Kind hat Eltern unterschiedlicher Nationalitäten. In einer zunehmend globalisierten Gesellschaft ist Mehrsprachigkeit eine wichtige Ressource.

Mehr als 1,4 Millionen Deutsche leben laut Statisches Bundesamt mit einem Partner einer anderen Nationalität zusammen. Binationale Ehen sind also gar nicht so selten. Tendenz steigend - durch Globalisierung und Migration. Anlässlich des Internationalen „Tag der Muttersprache“ zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit forderte der „Verband binationaler Familien und Partnerschaften“ die stärkere Berücksichtigung der familiären Mehrsprachigkeit in der Bildung. Er veröffentlichte die Broschüre „Vorleseangebote mehrsprachig gestalten“.

In einer zunehmend globalisierten Gesellschaft ist Mehrsprachigkeit eine wichtige Ressource. Vielfach ist von Sprachdefiziten der Migranten zu hören und zu lesen, selten nur von ihren sprachlichen Kompetenzen. Durch diese Sichtweise und durch eine Bildungspolitik, die familiäre Mehrsprachigkeit außer Acht lässt, werden seit Jahren immaterielle und materielle Ressourcen verschwendet, meint der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, eine bundesweite Interessenvertretung.

Binationale Partnerschaften sind nicht nur private Lebensentwürfe, sie sind auch das Ergebnis gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen. Deshalb fordert der Verband, dass Mehrsprachigkeit öffentlich und politisch anerkannt wird. Durch den Aufbau mehrsprachiger Bildungsgänge und einer durchgängige Förderung aller Sprachen eines Kindes - von der frühkindlichen Bildung bis zur Universität. In der online-Broschüre „Vorleseangebote mehrsprachig gestalten“ fasst der Verband seine Erfahrungen aus mehrsprachigen Vorleseprojekten in Bonn, Duisburg, Frankfurt, Köln und Hannover zusammen. Die Broschüre zeigt, wie Bildungseinrichtungen mehrsprachige Vorleseangebote vorbereiten und durchführen können. Übungsbeispiele, Gesprächsleitfäden und nützliche Tipps und Links zum Thema machen sie zur praktischen Arbeitshilfe.

Heidrun Berger

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