Beikost

Gläschenkost oder Beikost selber kochen – was ist für das Baby besser?

Alle Eltern stellen sich diese Frage: Soll man dem Baby fertigen Brei aus dem Glas geben oder die Beikost doch lieber selber kochen? Ist der Aufwand selbst zu kochen nicht zu groß? Und was ist in der Gläschenkost eigentlich alles drin?

Das Angebot an Gläschenkost für Babys ist vielfältig und kann für Eltern, die mit Beikost beginnen wollen, sehr verwirrend sein. Soll man die bekannten Markenprodukte kaufen oder doch ein günstiges Produkt vom Discounter?

Das muss man bei Gläschenkost beachten

Wichtig ist nicht, was das Gläschen kostet, sondern welche Zutaten enthalten sind. Achten Sie deshalb genau auf die Zutatenliste. Ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei sollte nur eine Gemüsesorte enthalten. Sorten, die als Gemüseallerlei angepriesen sind, sollten Sie nicht nehmen. Achten Sie auch darauf, dass das Gemüse zu den für Babys verträglichen Sorten gehört, Zwiebeln und Hülsenfrüchte, aber auch Tomate gehören nicht dazu.

Salz oder andere Gewürze sollten ebenfalls nicht in der Gläschenkost enthalten sein. Der Organismus des Babys kann diese Stoffe noch nicht verarbeiten. Sie können auch ein Gläschen mit Nudeln oder Reis nehmen, Kartoffeln sind aber reicher an Nährstoffen.

Wichtig ist es auch, bei den Gläschen darauf zu achten, dass sie genug Fett und Vitamin C enthalten. Ist dies nicht der Fall, sättigen sie nicht genug und das Eisen kann nicht gut genug aufgenommen werden. Sie sollten dem Gläschen deshalb einen ein Löffelchen Rapsöl und Obstsaft zufügen. Alternativ können Sie auch den Saft im Glas weglassen und etwas Obstmus zum Nachtisch geben.

Beim Milch-Getreide-Brei haben Sie die Wahl zwischen fertigen Gläschen oder Brei zum Anrühren. Achten Sie auch hier genau auf die Zutaten. Zucker, Kakao und Aromen haben in einer Babymahlzeit nichts zu suchen. Auch wenn auf der Packung  „ohne Kristallzucker“ steht, sind die Breie meistens mit Traubenzucker oder Fruchtzucker gesüsst.

Fertige Obst-Getreide-Breie enthalten meistens zu wenig Getreide. Sie sättigen dadurch nicht genug und liefern auch nicht genug Eisen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Breie keine Milch  und keinen Joghurt enthalten. Der Getreide-Obst-Brei soll eine milchfreie Mahlzeit sein.

Doch besser selber kochen?

Der Vorteil beim selber kochen ist: Sie wissen genau was im Brei drin ist. Damit der Brei aber auch gesund und bekömmlich ist, sollten Sie frische Bio-Zutaten verwenden. Besonders bei Gemüse und Obst sollten Sie aufpassen, dass es nicht gespritzt ist. Bio-Gemüse ist zwar etwas teurer, aber deutlich gesünder und nicht mit Pestiziden belastet. Wenn Sie mit Bio-Gemüse kochen, das gerade Saison hat, müssen Sie weniger für die Mahlzeiten ausgeben, als wenn Sie Gläschen kaufen. Rezepte für den Start der Beikost haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Machen Sie sich keine Gedanken um den Aufwand. Sie können ganz bequem eine größere Portion Brei vorkochen und ihn im Eiswürfelbehälter einfrieren. So haben Sie praktische, kleine Portionen zum Auftauen. Das ist vor allem am Anfang der Beikostzeit sinnvoll, wenn nur wenige Löffel Brei gegessen werden.

Um einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zu bereiten, dünsten Sie die Zutaten in wenig Wasser bis alles weich ist und pürieren Sie anschließend alles mit dem Dünstwasser. Fügen Sie danach pro 200g Brei einen Esslöffel Rapsöl hinzu. Wenn Sie noch kein Obst zum Nachtisch füttern wollen, geben Sie auch einen Esslöffel Obstsaft hinzu.

Auch beim Milch-Getreide-Brei und beim Getreide-Obst-Brei empfiehlt es sich, die Mahlzeiten selber zu kochen. Einfach Getreideflocken oder Grieß in Milch bzw. Wasser aufkochen und Obstpüree unterrühren. In den Getreide-Obst-Brei sollte auch ein Esslöffel Rapsöl gegeben werden.

Achten Sie bei der Zubereitung darauf, Vollkorn-Flocken bzw. Vollkorn-Grieß zu verwenden. Am besten eignen sich am Anfang glutenfreie Getreidesorten wie Reis oder Hirse.

Zuletzt aktualisiert am 29. November 2020 um 2:22 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

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