Stress mit Kindern

Der Klassiker: Im Supermarkt

Einkaufen mit Kindern ist oftmals nicht leicht. Es ist langweilig und das, was Mama und Papa kaufen nicht so lecker wie das was sich das Kind wünscht. Wenn das Kind auch noch schlecht drauf ist, wird der Einkauf oft zur Qual.

Phase eins: Weingummi

Die Mutter will nur das Nötigste kaufen und eilt durch die Regalreihen. Das Kind hat freilich mehr Zeit. Es gibt aber auch viel zu sehen. Vor allem die buntverpackten Süßigkeiten ziehen den Kleinen magisch an. Mit Kennermiene begutachtet er die verschiedenen Angebote und entscheidet sich spontan für die bunte Weingummitüte. Der Mutter fehlt für derartige Feinschmeckerei der Sinn. Kurzentschlossen legt sie die Tüte wieder zurück ins Regal. Phase eins ist erreicht, ärgerliches Unverständnis: „Wie kann man nur soviel langweiliges Zeug wie Brot, Eier und Milch kaufen“, denkt das Kind.

Phase zwei: Die Wursttheke

Nächste Station Wursttheke: Mutter kauft Salami und Leberwurst. Schon ein wenig verstimmt wegen der Weingummitüte macht das Kind seine Mutter auf die Mortadella mit Gesicht aufmerksam. Totschlagargument: Lecker und witzig. Leider kann sich die Mutter auch für diesen Versuch nur mäßig begeistern. „Wir haben noch Mortadella zu Hause“, lautet ihr kunstverkennendes Argument. Die Bemühungen des Kindes, auf die Besonderheit der Gesichtsverzierung und dessen ästhetischen Reiz aufmerksam zu machen, laufen ins Leere. Phase zwei: Trotziges Gequengel.

Phase rot: An der Kasse

Diese findigen Supermarktbetreiber haben bestimmt keine Kinder. Sonst würden sie nicht die ganzen Schokoriegel direkt an der Kasse platzieren. Während die Mutter wartend in der Schlange steht, hat das Kind genügend Zeit sich die Leckereien anzuschauen. Diesmal soll es ein Überraschungsei sein. Der entnervte Hinweis der Mutter, dass sie noch genug Süßigkeiten im Hause hätten, bricht die letzten Dämme der Selbstbeherrschung des Kindes. Es schreit, brüllt, keift und will  nur noch eines: Dieses Ei!

Was tun?

Auch wenn es wenig hilfreich klingt: Ruhe bewahren und standhaft bleiben. Das Kind muss lernen, dass es nicht immer alles bekommt was es sich wünscht. Schon gar nicht durch Gezeter. Sicher ist es stressig, wenn das Kind schreit. Zumal wenn eine gutmütige, ältere Frau sich hilfsbereit einmischt: „Nun kaufen sie ihrem Kind doch dieses Ei!“ Vielen Eltern ist es peinlich, wenn ihr Kind außer Kontrolle gerät. „Was sollen nur die Leute denken?“. Nun, sie sollen erst einmal denken was sie wollen! Auch hier gilt es sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Kinder merken sehr wohl, das ihr Druckmittel „Schreien“ in der Öffentlichkeit oftmals die beste Wirkung erzielt.

Schnitzeljagd Supermarkt

Nun gibt es aber zum Glück auch Möglichkeiten, wie Eltern solchen Anfällen ihres Kindes vorbeugen können. Beispielsweise indem sie eine Abmachung mit ihrem Kind treffen. Wenn es sich anständig beim Einkaufen verhält, darf es sich jedes Mal eine Kleinigkeit aussuchen.

Wenn die Kinder älter sind, ist es hilfreich sie beim Einkaufen einzubeziehen. „Suche und finde die Haferflocken und bringe sie bitte her!“. Mit derartigen Aufträgen, beschäftigt man die Kinder und lenkt sie von ihrer Fixierung auf Schokolade und Co ab. Das Einkaufen wird zu einem spielerischen Unternehmen und das Kind fühlt sich in seinen Fähigkeiten ernst genommen.

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