Bogenschießen

Sport aus Leidenschaft

Wer an der Schützenlinie steht, einfach abschaltet, wird eins mit seinem Bogen und baut sich seine eigene kleine Welt auf. Bogenschießen ist eine Sportart, die Ausdauer, Kraft und Konzentration miteinander vereint.

Pfeil und Bogen begleiten die Menschheit seit der Altsteinzeit und spielen eine wichtige Rolle bei der Jagd und zum Schutz. Im Laufe der Jahre entwickelten sich die Geräte jedoch von Gebrauchsgegenständen zu gefährlichen Kampfwaffen. 

Ab dem 20. Jahrhundert entwickelten sich Wettkämpfe im Bogenschießen, welche 1900 erstmals olympisch wurden. Seit den Olympischen Spielen 1972 in München ist diese Sportart nicht mehr weg zu denken.

In Deutschland gibt es heute mehr als 200 Bogensportvereine, die beim Deutschen Bogensport-Verband 1959 e.V. eingetragen sind. Einen dieser Vereine haben wir in Spremberg, der Perle der Lausitz, besucht und dort ein wenig nachgeforscht und nachgefragt.

Altersklassen

Beim Bogenschießen existieren acht Altersklassen, wobei die niedrigste die Schülerklasse B ist. Diese umfasst Kinder im Alter von 11 und 12 Jahren. Bis zu den Junioren A, der fünften Altersklasse, gehören immer zwei Jahrgänge der Altersklasse an. 

Die Schützenklasse mit den 21 bis 46 Jährigen schließt sich an. Schützen von 46 bis 55 Jahren schießen ebenfalls in einer eigenen Altersklasse. Ab dem 56. Lebensjahr gibt es nur noch eine Altersklasse, die Senioren.

Wer jedoch unbedingt das Bogenschießen erlernen möchte, der kann das natürlich auch tun. Das Problem liegt einzig und allein in den körperlichen Voraussetzungen. Wenn jemand zu klein ist, könnte es vorkommen, dass der Bogen nicht genug Schwung beim Spannen bekommt und damit der Pfeil nicht bis zur Scheibe fliegt. Trotzdem sollte man sich nicht entmutigen lassen und fleißig trainieren.

Material und Bogen

„90 Prozent ist der Schütze, 10 Prozent das Material“ behaupten viele Experten. Wer sich längerfristig auf das Bogenschießen einstellt, sollte sich eigenes Material beschaffen. 

So ein Kauf sollte jedoch gut überlegt sein, denn ein kompletter Bogen, mit dem man auch gut schießen kann, kostet ungefähr 300 Euro. Viele Vereine stellen für die Anfangszeit Geräte zur Verfügung und stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es zum anschließenden Kauf kommen sollte.

Disziplinen und Wettkämpfe

Am Jahresanfang werden bestimmte Wettkampfkalender erstellt, in den jeder Verein einträgt, wann er einen Wettkampf ausrichtet. Wenn man es also darauf anlegt, kann man jedes Wochenende zu einem Wettkampf fahren.

„Die Entfernung auf die man bei Wettkämpfen schießt, richtet sich nach der Altersklasse“ erklärt der Spremberger Trainer Pierre Manka. Die Jüngsten schießen auf eine Scheibenentfernung von 15 Metern. Im Alter nimmt auch die Weite zu. Frauen schießen auf eine maximale Entfernung von 70 Metern, bei Männer sind es noch 20 Meter mehr.

Anders als beim Training wird bei den Wettkämpfen auf eine bestimmte Wettkampfkleidung geachtet, die in den meisten Fällen weiß ist. Selbstverständlich darf aber auch Vereinskleidung getragen werden.

Neben dem Scheibenschießen gibt es auch noch zahlreiche andere Bogensportdisziplinen wie das Cloud-, Jagd- oder Feldschießen. Man sollte jedoch beachten, dass nicht jeder gute Scheibenschütze auch ein guter Jagdschütze ist. So ist auch nicht jeder gute Jagdschütze ein guter Cloudschütze. 

Jede Disziplin zeichnet sich durch unterschiedliche Schwierigkeiten aus.

Training und Motivation

Ein Geheimrezept um seine Schützen zu trainieren, gibt es nicht. Man muss eine Leidenschaft für diesen Sport entwickeln. Wenn man diese Passion auslebt, kommt das Training von allein.

In einer Trainingseinheit sollte man jedoch mindestens 60 Schuss absolvieren und das zweimal die Woche. Gleichzeitig muss auch ein Ausgleichstraining stattfinden, damit Kraft, Ausdauer und Technik miteinander verbunden werden können.

Wie in jeder Sportart zählt auch hier: Wenn man mehr vor hat, muss man mehr machen.


Habt ihr auch Gefallen an diesem Sport gefunden? Dann schaut auf der Seite des Deutschen Bogen Sport Verbands (dBSV) 1959 vorbei und erkundigt euch über euren Bogensportverein in der Nähe. Und dann nichts wie hin in die kleine Welt des Robin Hoods.

Nicole Bauch

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