In Europa unterliegen Schnullerketten der strengen Norm DIN EN 12586.

Schnullerketten-Norm DIN EN 12586

Warum Sicherheit bei Baby-Accessoires kein Zufall ist

Für Laien sieht eine Schnullerkette oft aus wie ein simples Bastelprojekt. Doch in Deutschland und Europa unterliegt dieses Accessoire strengen gesetzlichen Regelungen. Die maßgebliche Vorschrift ist die DIN EN 12586. In diesem Artikel erfahren Sie, warum diese Norm so wichtig ist, welche Risiken bei Nichtbeachtung drohen und woran Sie eine wirklich sichere Kette erkennen.

Ob als liebevolles Geschenk zur Geburt oder praktischer Alltagshelfer – personalisierte Schnullerketten sind aus der Baby-Erstausstattung nicht mehr wegzudenken. Doch während Design und Name oft im Vordergrund stehen, lauert im Detail eine unterschätzte Gefahr: Ohne die Einhaltung strenger Sicherheitsvorgaben kann das süße Accessoire schnell zum Risiko werden. Die europäische Norm DIN EN 12586 ist kein bloßes Bürokratie-Konstrukt, sondern der lebenswichtige Leitfaden für Reißfestigkeit, Länge und Schadstofffreiheit. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf es bei der Konstruktion wirklich ankommt, warum die „magische“ 22-Zentimeter-Grenze über Sicherheit entscheidet und wie Experten wie Storchenkind höchste Qualitätsstandards mit individuellem Design vereinen.

Schnullerketten sind aus dem Baby-Alltag kaum wegzudenken. Sie sind der Rettungsanker für den geliebten „Tröster“, verhindern Tränen auf dem Spielplatz und sind – besonders als personalisierte Schnullerketten mit Namen – ein echtes modisches Statement. Doch hinter der hübschen Optik aus bunten Perlen und süßen Clips verbirgt sich ein Thema, das weitaus wichtiger ist als das Design: die Sicherheit.

Was ist die DIN EN 12586 eigentlich?

Die DIN EN 12586 (oft einfach als „Schnullerketten-Norm“ bezeichnet) definiert die sicherheitstechnischen Anforderungen und Prüfverfahren für Schnullerhalter. Da eine Schnullerkette technisch gesehen ein Gebrauchsgegenstand ist, der in die Hände (und Münder) von Säuglingen gelangt, sind die Hürden für die Zulassung hoch. Die Norm stellt sicher, dass von dem Produkt keine Gefahr durch Strangulation, Erstickung oder Vergiftung ausgeht. Wer Schnullerketten gewerblich vertreibt – sei es im großen Stil oder über Plattformen wie Etsy – ist gesetzlich verpflichtet, diese Norm einzuhalten.

Die 5 Säulen der Sicherheit: Darauf müssen Eltern beim Kauf einer Schnullerkette achten

Wenn Sie eine Schnullerkette kaufen oder selbst gestalten möchten, sollten Sie die folgenden fünf Punkte der Norm kennen. Sie dienen als Checkliste für die Sicherheit Ihres Kindes.

1. Die magische Grenze: 22 Zentimeter Länge, dies ist der wohl wichtigste Punkt der gesamten Norm. Die Länge einer Schnullerkette darf maximal 220 mm (22 cm) betragen. Gemessen wird hierbei die gesamte Kette inklusive Schlaufe, aber ohne den Clip. Warum 22 cm? Dieser Wert ist nicht willkürlich gewählt. Medizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass dieser Umfang zu gering ist, um den Hals eines Säuglings vollständig zu umschließen. Eine längere Kette würde ein erhebliches Strangulationsrisiko darstellen. Besonders bei langen Doppelnamen müssen Hersteller oft kreativ werden (z. B. kleinere Perlen verwenden), um diese Grenze strikt einzuhalten.

2. Materialbeschaffenheit: Speichelfest und schadstofffrei, Babys erkunden die Welt mit dem Mund. Daher müssen alle Bestandteile – vom Clip über die Schnur bis zu den Perlen – absolut ungiftig und speichelfest sein.

  • Holzperlen: Sollten mit unbedenklichen Lacken auf Wasserbasis behandelt sein.
  • Silikon: Muss BPA-frei und lebensmittelecht sein.
  • Schnur: Die verwendete Kordel muss eine hohe Reißfestigkeit aufweisen und darf nicht ausfasern.

Vorsicht ist bei Billigimporten oder minderwertigen Kunststoffperlen geboten. Diese können Schadstoffe enthalten oder Farben abgeben, die beim Verschlucken gesundheitsgefährdend sind.

3. Der Clip – mehr als nur ein Halter: Ein normgerechter Schnullerclip muss zwingend über Ventilationslöcher verfügen. Sollte ein Baby den Clip entgegen aller Erwartungen in den Mund nehmen und verschlucken, stellen diese Löcher sicher, dass die Atemwege nicht komplett blockiert werden. Zudem müssen die Clips so konstruiert sein, dass sie sich nicht in Kleinteile zerlegen lassen

4. Mechanische Belastbarkeit (Zugfestigkeit): Eine Schnullerkette muss im Alltag einiges aushalten. Die DIN EN 12586 schreibt vor, dass eine Kette einer Zugkraft von mindestens 90 Newton (ca. 9 kg) standhalten muss. Seriöse Hersteller prüfen dies mit speziellen Messgeräten. Eine Kette, die beim ersten kräftigen Ziehen reißt, setzt Kleinteile frei, die sofort zur Erstickungsgefahr werden können.

5. Verbot von Spielzeugelementen: Häufig sieht man Schnullerketten mit großen Plüschtieren oder rasselnden Elementen. Hier ist Vorsicht geboten: Sobald eine Schnullerkette einen zu hohen Spielwert besitzt, fällt sie zusätzlich unter die Spielzeugnorm DIN EN 71. Dies zieht noch strengere Prüfverfahren nach sich. Die DIN EN 12586 rät dazu, das Design funktional zu halten, um Fehlgebrauch zu vermeiden.

6. Risiken erkennen: Es gibt Warnsignale, bei denen Sie als Eltern hellhörig werden und von einem Kauf absehen sollten.

Meiden Sie Anbieter, wenn:

  • Die Kette auffällig lang erscheint (deutlich über 22 cm).
  • Keine Ventilationslöcher im Clip vorhanden sind.
  • Farbe von den Perlen abblättert.
  • Keine Sicherheitshinweise zur Reinigung und Handhabung beiliegen.
  • Der Verkäufer die DIN EN 12586 auf Nachfrage nicht kennt.
Beim Kauf von Babyzubehör sollte man keine Kompromisse eingehen.

Vertrauen durch geprüfte Qualität

Beim Kauf von Babyzubehör sollte man keine Kompromisse eingehen. Ein Anbieter, der sich leidenschaftlich mit der Sicherheit seiner Produkte auseinandersetzt, schützt das Wertvollste, was wir haben: unsere Kinder. Marken wie Storchenkind haben es sich zur Aufgabe gemacht, Ästhetik und Sicherheit zu vereinen. Jede personalisierte Schnullerkette mit Namen wird dort unter strikter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben gefertigt. So erhalten Eltern ein Unikat, das nicht nur wunderschön aussieht, sondern auch die strengen mechanischen und chemischen Anforderungen der EU-Normen erfüllt.

Fazit: Sicherheit schenken

Eine personalisierte Schnullerkette ist ein wunderbares Geschenk zur Geburt oder Taufe. Damit die Freude lange anhält, steht die Sicherheit an erster Stelle. Achten Sie auf die Länge von 22 cm, die Ventilationslöcher im Clip und die Qualität der Materialien.


Bildquelle: Storchenkind

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