Kiefernorthopädische Behandlung

Was bewirken Zahnspangen?

Meist sagt der Zahnarzt Ihnen, wenn Ihr Kind eine Zahnspange benötigt und der Gang zum Kieferorthopäden gemacht werden sollte.

Viele Kinder bekommen im Alter von sieben bis zwölf Jahren eine Zahnspange, da in diesem Alter der Kieferwachstum noch nicht abgeschlossen ist und noch gezielt gesteuert werden kann.

Empfehlenswert ist es schon mit Kinder im Alter von fünf oder sechs zum Kieferorthopäden zu gehen, denn frühzeitig erkannte Fehlstellungen lassen sich auch oft mit Muskelübungen oder ganz einfachen Maßnahmen verhindern. Wenn es doch zu einem späteren Behandlungsbeginn kommt, dann ist die Zahnspange meist unumgänglich.

Ob Ihr Kind eine herausnehmbare oder festsitzende Zahnspange bekommt, hängt von der Diagnose des Kieferorthopäden ab. Oft wird die Therapie aber mit einer herausnehmbaren Zahnspange begonnen, die kleine Fehlstellungen zunächst korrigiert, und später soll die feste Zahnspange die schwerwiegenderen Korrekturen übernehmen.

Im Schnitt dauert eine Behandlung beim Kieferorthopäden, je nach Schwere der Fehlstellungen, ein bis vier Jahre.


Was bewirken Zahnspangen eigentlich?


Zahnspangen, egal welcher Art, üben einen Druck auf die Zähne aus. Die Zähne dehnen den Kiefer und werden nach und nach ein Stück in die richtige Richtung gedrückt. Zu leichten Schmerzen kann es nachdem man die herausnehmbare Spange verstellt hat bzw. der Kieferorthopäde den Drahtbogen an der festsitzenden Zahnspange gewechselt hat, immer kommen, allerdings sind diese nur von kurzer Dauer, sofern auch die herausnehmbare Spange ausreichend getragen wird.


Was kostet eine Zahnspange?

In der Regel übernehmen Krankenkassen die Kosten für eine Zahnspange bis zum 18. Lebensjahr. Allerdings müssen die Kieferorthopäden einschätzen wie notwendig eine Zahnspange ist, denn erst ab einer mittleren bis schweren Fehlstellung übernimmt die Krankenkasse die Kosten garantiert. Sind die Fehlstellungen nur leicht, so müssen Sie damit rechnen, dass sie als rein kosmetisch angesehen werden und keine Kosten übernommen werden.

Sofern die Krankenkasse die Kosten übernimmt, müssen Sie für Ihr Kind lediglich 20 Prozent (beim zweiten Kind 10 Prozent) der Kosten tragen. Dieses Geld erhalten Sie jedoch nach einer erfolgreichen Behandlung erstattet.

Sie sind sich nicht sicher, ob eine dieser Methoden für Sie die Richtige ist? Lassen Sie sich am besten von Ihrem Zahnarzt oder Kieferorthopäden beraten, er wird Ihnen sagen, ob eine Korrektur bei Ihnen sinnvoll und möglich ist.

Manuela Perrakis



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