Toxoplasmen können das Ungeborene krank machen

Die Gefahr aus dem Katzenklo

Toxoplasmose - Die Gefahr aus dem Katzenklo

Toxoplasmen lauern im Katzenklo, auf Obst und Gemüse und in rohem Fleisch. Die Parasiten lösen Toxoplasmose aus – eine Krankheit, die für Babys im Mutterleib hochgefährlich werden kann.

Gesunde Erwachsene, die sich mit Toxoplasmen anstecken, müssen nichts befürchten. Die Erkrankung schadet ihnen nicht und sie merken von der Infektion kaum etwas – höchstens ein wenig Unwohlsein. Ihr Immunsystem ist bereits gut trainiert und kann mit den Eindringlingen umgehen.

Dramatisch kann eine Infektion bei Schwangeren verlaufen. Die Toxoplasmen können über das Blut zum Kind gelangen und bei ihm schwere Schäden anrichten. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Fehlgeburt kommen. 

Antikörper schützen

Ungefähr ein Drittel aller Schwangeren braucht sich allerdings keine Sorgen machen – sie sind gegen den Erreger immun, weil sie schon einmal an Toxoplasmose erkrankt waren und ihr Körper Antikörper gebildet hat. Diese schützen sie und ihr Ungeborenes. Schwangere hingegen, die nicht immun sind, müssen aufpassen, dass sie sich nicht anstecken. 

Test auf Toxoplasmose

Haben sie sich dennoch infiziert, kann der Arzt versuchen, mit einem Antibiotikum Schaden vom Ungeborenen abzuwenden. Doch dafür müssen sie die Infektion erst einmal bemerken – bei den schwachen Symptomen ein Glücksfall. Durch eine Blutuntersuchung kann nachgewiesen werden, ob sie immun ist oder nicht. Der Toxoplasmose-Test gehört in Deutschland allerdings nicht zum Vorsorge-Programm für Schwangere - im Gegensatz zu Frankreich, Österreich und der früheren DDR. Er kostet als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) zirka 25 Euro.

Werden Antikörper nachgewiesen, ist alles gut, denn Mutter und Kind sind geschützt. Werden keine nachgewiesen, wird der Arzt den Test alle acht  bis zwölf Wochen wiederholen lassen, um zu kontrollieren, ob sie sich nicht zwischenzeitlich angesteckt hat. 

Infektionsquellen für Toxoplasmose

Katzen sind Träger von Toxoplasmen, genauer gesagt, ihre Därme und schließlich ihre Hinterlassenschaften. Stoßen Schwangere auf diese bei der Gartenarbeit oder in der Katzentoilette, ist Vorsicht geboten, denn sie könnten sich infizieren. Schwangere Katzenbesitzerinnen sollten also niemals das WC des Stubentigers reinigen. Und bei der Gartenarbeit Handschuhe anziehen. 

Toxoplasmen in Fleisch

Rohes Fleisch, insbesondere von Schweinen, Ziegen, Schafen, Geflügel und Wildtieren, ist ein weiterer Übertragungsweg. Deshalb sollten Schwangere kein rohes oder rosa gebratenes Fleisch essen.

Wie kommen die Toxoplasmen ins Fleisch? Die Tiere können sie über das Futter aufnehmen. Und dorthin gelangt es, wenn beispielsweise eine infizierte Stall-Katze ihr Häufchen ins Schweinefutter setzt oder auf genau die Grashalme, an denen sich Schafe und Ziegen satt fressen.

Toxoplasmen auf Obst und Gemüse

Ein weiterer Ansteckungsherd ist ungewaschenes Obst und Gemüse. Schnecken und Insekten können mit Toxoplasmen verseuchte Erde bei nächtlichen Fressorgien auf Salat, Erdbeere und Co zurücklassen. 

Übertragung von Mensch zu Mensch

Von anderen Menschen können sich Schwangere nicht anstecken. Es sei denn, sie kommt mit den ungewaschenen Händen eines Katzenbesitzers in Berührung, dessen Tier infiziert ist.

Heidrun Berger

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