Stillen

Wie Sie sich am besten auf das Stillen einstellen

Anfangs sind alle jungen Eltern noch unsicher und fragen sich, wie sie Ihren Alltag an die neue Situation des Stillens anpassen. Hier finden Sie einige Tipps, die Ihnen am Anfang über Unsicherheiten hinweg helfen können.

Zur Ernährung

Die Versorgung eines Neugeborenen beschäftigt Sie den ganzen Tag. Sie sollten unbedingt auf Ihre Ernährung achten, damit Sie die nötige Ausdauer und Kraft für die erste oft sehr schwierige Zeit aufbringen.

Für eine gute Milchproduktion ernähren Sie sich am besten gesund und vielfältig. Sie sollten täglich 50 bis 60 g Eiweiß und 1200 mg Kalzium zu sich nehmen, das Sie auch in Form von Kalziumpräparaten einnehmen können. Wichtig sind für Sie in der Zeit viele Ballaststoffe, wie beispielsweise Obst, frisches Gemüse und Vollkornprodukte. Als Zwischenmahlzeiten eignen sich Haferflocken, Müsli, Käse, Joghurt, rohes Gemüse, Nüsse und Vollkornbrot.

Der Körper braucht viel Flüssigkeit, um Milch zu produzieren. Deshalb sollten Sie immer genug trinken. Zum Stillen nehmen Sie am besten Wasser, Saft oder Kräutertee zu sich. Alkohol und Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee und Softdrinks sollten Sie meiden oder nur in ganz kleinen Mengen zu sich nehmen.

Die Umgebung

Zum erfolgreichen Stillen gehört auch eine Umgebung, in der Sie und Ihr Baby sich so richtig wohl fühlen können. Sie brauchen viel Ruhe und Entspannung, um immer wieder Kraft zu schöpfen. Schlafen Sie, wenn Ihr kleiner Liebling schläft und vereinfachen Sie Ihre Haushaltsführung. Manche Aufgaben kann der frisch gebackene Papa oder auch die Oma übernehmen. Verwandte zeigen sich gerade am Anfang meistens sehr hilfsbereit.

Sie können sich zum Beispiel eine gemütliche Stillecke für sich und Ihren Wonneproppen einrichten. Es bleibt Ihnen überlassen, ob sie im Bett, auf einem gemütlichen Sessel oder auf der Couch stillen wollen. Am besten haben Sie von da aus ein Getränk, das Telefon, eine Zeitschrift, die Fernbedienung oder was Sie sonst brauchen, griffbereit, damit Sie Unterbrechungen vermeiden. Nachts können Sie Ihr Baby zum Stillen auch mit ins Bett nehmen und während der Mahlzeit einschlafen.

Das Anlegen Ihres Babys

Halten Sie Ihr Baby so, dass Ihnen sein Körper zugewandt ist und der Mund des Babys auf der Höhe der Brustwarze ist. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Arm und der Körper des Kindes gut gestützt sind, sonst kann Ihr Arm beim Stillen leicht ermüden oder das Kind abrutschen, wodurch es nicht mehr so bequem saugen kann. Ihr Kind sollte seinen Kopf zum Stillen nicht drehen müssen, weil dadurch das Schlucken erschwert wird. Unterstützen Sie mit der freien Hand Ihre Brust und stimulieren Sie die Lippen ihres kleinen Lieblings, damit der Suchreflex ausgelöst wird. Wenn Ihr Baby den Mund öffnet, ziehen Sie es an die Brust, so dass es die Brustwarze und einen Großteil des Warzenhofes in den Mund nimmt.

Wenn Ihr Kind nur an der Brustwarze saugt, kann sie sich entzünden oder die Brust kann nicht komplett entleert werden und Ihr Säugling nicht richtig gedeihen. Wenn Sie anfangs Schmerzen bekommen, lösen Sie Ihr Baby mit dem Finger im Mundwinkel und legen es noch einmal an. Am Anfang kann dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden, bis er sich eingespielt hat.

Angelina Kalden

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