Internationaler Kindertag

Kinderrechte im Mittelpunkt

1. Juni oder 20. September?

An welchem Tag die einzelnen Länder der Welt den Universal Children’s Day feiern, überließen die Vereinten Nationen ihren Mitgliedern selbst, als sie 1954 empfahlen, einen Kindertag einzurichten und sich damit für die Rechte der Kinder weltweit einzusetzen. Grundstein dafür war bereits die „Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder“ im August 1925, bei der sich 54 Vertreter verschiedener Länder trafen und über Kinderrechte und den Schutz von Kindern debatierten.

Insgesamt 30 Länder, darunter die meisten ehemaligen Ostblock-Länder aber auch die USA, wählten den 1. Juni zum Internationalen Kindertag. Die ehemalige BRD hingegen legte sich auf den 20. September fest.

Bei der Wiedervereinigung wurden dann zwar der 20. September als offizieller Weltkindertag übernommen, doch viele der Neuen Bundesländer feiern ihren Internationalen Kindertag weiterhin am 1. Juni, stellte er doch zu DDR-Zeiten ein herausragendes und prägendes jährliches Ereignis im Leben der Kinder dar. Auch die Tradition, den Kindern an diesem Tag zu gratulieren und ein kleines Geschenk zu überreichen, stammt aus der ehemaligen DDR. 

In Westdeutschland, wo der Kindertag erst seit 1989 an Bedeutung gewann, stehen hingegen Durchsetzung und Wahrung der weltweiten Kinderrechte im Zentrum der Feierlichkeiten. 

In manchen Bundesländern, insbesondere aber im ehemals geteilten Berlin wird das politische Erbe zweier Staaten besonders deutlich, denn dort werden sowohl der Internationale Kindertag als auch der Weltkindertag gefeiert. Welch ein Glück für die Kinder!

Spielen, Lachen, Zeit verbringen

Doch wie feiert man den Internationalen Kindertag am besten? Und wie wird der Kindertag zu etwas Besonderen für Sie und ihr Kind?  

Neben diversen Veranstaltungen, die an diesem Tag mit Aufführungen und Aktionen zum Mitmachen und Nachdenken anregen, ist der Kindertag vorallem aber auch geeignet, um ganz bewusst gemeinsam Zeit zu verbringen. 

Lassen Sie doch einmal einen ganzen Tag lang ihr Kind entscheiden, was getan, gegessen, gespielt und gelesen wird. Und: Alles andere wie Wäsche waschen, Spülen oder Putzen kann warten.

Unternehmen Sie gemeinsam etwas! Sei es ein Ausflug in den Wald, ein Besuch im Schwimmbad oder ein Abstecher auf den tollen Spielplatz um die Ecke – Sie müssen sich am Kindertag nicht in Unkosten stürzen, denn meist sind es die kleinen Dinge, die die Kinder sich wünschen und die sie glücklich machen. Oder wie wäre es mit einer gemeinsamen Bastelstunde, vorlesen bis zum Umfallen oder gemeinsamem Kuchenbacken?

Gleiches gilt beim Geschenk. Kinder freuen sich auch über kleine Aufmerksamkeiten wie ein Blumenstrauß oder etwas Selbstgemachtes, denn wann basteln Mama und Papa denn schon mal für sie?

Kinderrechte durchsetzen – lokal und global

Nutzen Sie den Internationalen Kindertag, um mit größeren Kindern über die Lage von Kindern in anderen Ländern zu sprechen. Filme, Bücher oder Hörspiele sind gut geeignet, um Armut, Krankheiten oder Kinderarbeit zu thematisieren. Überlegen Sie gemeinsam, wie sie bedrohten Kindern helfen können. Vielleicht möchte ihr Kind ja eines seiner Spielzeuge an bedürftige Kinder spenden?

Machen Sie Ihre Stadt kinderfreundlicher! Der 1. Juni ist der richtige Tag , um Wünsche und Verbesserungsvorschläge zum Thema Kinderfreundlichkeit in der eigenen Gemeinde oder Stadt anzubringen. Seien es sicherere Radwege oder bessere Spielplätze – richten Sie ihre Vorschläge und Wünsche an die zuständigen Ämter und sie werden sehen, das eine oder andere kann im Sinne ihrer Kinder umgesetzt werden.

Sie haben am 1. Juni keine Zeit? Kein Problem. Legen Sie einfach einen anderen, persönlichen Kindertag fest, an dem ihr Kind im Mittelpunkt steht.

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