Fieberkrampf

Fieberkrampf: Was tun?

Eben noch lag das Baby ruhig im Bettchen, doch nun überstreckt es den Rücken, beginnt mit Armen und Beinen rhythmisch zu zucken und reagiert nicht mehr auf Ansprache. Ein schockierender Anblick für Eltern.

So dramatisch sich ein Fieberkrampf darstellt, so gutartig verläuft er häufig. Dennoch ist Obacht angezeigt. Bei Fieberkrämpfen handelt es sich meist um generalisierte tonisch-klonische Anfälle, das heißt. sie gehen einher mit Bewusstseinsverlust und rhythmischen Zuckungen am ganzen Körper.

Was sind die Ursachen für einen Fieberkrampf?

Die eigentlichen Ursachen sind noch nicht ausreichend erforscht. Vererbung scheint eine Rolle zu spielen. Hervorgerufen werden sie durch einen raschen Fieberanstieg, meist zu Beginn eines Infekts. Oft haben die Eltern noch gar nicht bemerkt, dass ihr Kind fiebert. Besonders häufig tritt er beim Dreitagefieber oder Infekten der oberen Atemwege auf.

Fieberkrampf: Was tun im Ersntfall?

Wichtig ist – so schwer es auch ist – Ruhe zu bewahren. Lagern Sie Ihr Kind so, dass es sich während des Krampfs nicht verletzen kann. Achten Sie darauf, dass es nicht vom Bett fallen kann. Entfernen sie alle harten oder spitzen Gegenstände. Setzen Sie einen Notruf ab bzw. bitten Sie jemand anderen darum. Handelt es sich um einen wiederholten Fieberkrampf, verabreichen sie das dafür vorgesehene Diazepam-Zäpfchen.

Je nach Alter des Kindes, Dauer und Art des Anfalls werden unkomplizierte von komplizierten Fieberkrämpfen unterschieden. Unkomplizierte Fieberkrämpfe finden zwischen dem sechsten Monat und dem fünften Lebensjahr statt. 2,5 Prozent aller Kinder in Europa und Nordamerika erleiden einen solchen Fieberkrampf.

Therapie

In 60 Prozent dauern Fieberkrämpfe weniger als 10 Minuten und hören von selbst auf. Der Notarzt wird den Anfall, falls nötig, medikamentös stoppen. Zusätzlich sollte danach eine fiebersenkende Therapie eingeleitet werden. Dazu gehören Medikamente wie Paracetamol, aber auch gute alte Hausmittel. Um die Körpertemperatur zu senken, kann man das Kind ausziehen und abdecken, die Umgebungstemperatur senken (Heizung ausstellen, Fenster öffnen), kühle Flüssigkeiten verabreichen und Wadenwickel anlegen.

Je nach Fieberkrampf schließt sich im Krankenhaus eine Überwachungszeit und Diagnostik an. Fieberkrämpfe haben ein hohes Wiederholungsrisiko. Zur Prophylaxe sollte man frühzeitig Fieber senken und im Zweifel Diazepam bereithalten. Bei unkomplizierten Fieberkrämpfen entwickelt sich lediglich in 1-2 Prozent später eine Epilepsie.

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