Kleine Küchenhelfer Welche Aufgaben Kinder in der Küche übernehmen können Redaktion Messer, Gabel, Schere, Licht sind für Kinderhände nicht. Diesen Reim kennen sicherlich noch viele aus ihrer eigenen Kindheit. Für besorgte Eltern meint er nichts anderes, als dass man den Nachwuchs aus der Küche fernhalten sollte. Doch stimmt das? Nein. Denn bereits kleine Kinderhände können beim Kochen eine große Hilfe sein. Ab welchem Alter können Kinder in der Küche mithelfen? „Hol mir doch bitte die Tasse da.“ Wer diese Bitte einem kleinen Kind gegenüber äußert, hört meist kein Murren oder Meckern. Im Gegenteil, der Nachwuchs stürmt begeistert los, um den gewünschten Gegenstand in Windeseile zu bringen. Einerseits aus echter Hilfsbereitschaft. Und andererseits, um Mama, Papa, Oma oder Opa die eigenen Fähigkeiten zu präsentieren. Ganz nach dem Motto: „Schau mal, was ich schon kann.“ Dementsprechend freuen sich viele Kinder auch, wenn sie ihren Eltern in einer kindersicher gestalteten Küche zur Hand gehen können. Das funktioniert bereits im Alter von zwei bis drei Jahren. Also dann, wenn sie bereits: selbstständig laufen können leichte Dinge tragen können einfache Anweisungen verstehen können Wichtig ist dabei, Kindern eine sichere Aufgabe zuzuteilen, die sie fordert, aber nicht überfordert. Etwa das Verteilen der Servietten auf dem Esstisch. Wird diese Herausforderung erfolgreich gemeistert, ist ein ehrliches „Dankeschön“ der Eltern Anerkennung genug. Denn zu viel Lob frisst die Hilfsbereitschaft. Welche Küchenaufgaben können Eltern dem Nachwuchs übertragen? Bei der Frage, welche Tätigkeiten Kinder in der Küche übernehmen können, kommt es nicht vorrangig auf das Alter an. Viel wichtiger ist, dass die Aufgaben gefahrlos von Kinderhänden verrichtet werden können. Und dass der Nachwuchs nachvollziehen kann, was Mama oder Papa überhaupt von ihm verlangen.Wer sein Kind etwa losschickt, um die Cafetiere auf den Küchentisch zu stellen, erntet vermutlich nur verständnislose Blicke. Schließlich weiß ein Dreijähriger nicht, was eine Cafetiere ist – und viele Erwachsene übrigens auch nicht. Diese Verständnisprobleme führen zu Überforderung, Frust und schließlich Demotivation. Kurzum: Der Nachwuchs hat keine Lust mehr, seine Hilfe anzubieten. Gemüsewaschen – die Einstiegsaufgabe für Kinderhände Sinnvoller ist es, Kindern Aufgaben zuzuteilen, die sie direkt verstehen und erledigen können. Ein gutes Beispiel ist das Waschen von Obst und Gemüse. Diese Arbeit ist ungefährlich, leicht zu schaffen und ermöglicht zwischendurch sogar eine schmackhafte Kostprobe. Damit bereits kleine Kinder beim Gemüsewaschen helfen können, sollten Eltern ihnen eine Erhöhung an den Tisch oder die Spüle stellen. Ein standsicherer Hocker kommt dafür infrage. Auf diesen kann sich bereits ein Dreijähriger stellen, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren. Das erste Obst- und Gemüsewaschen wird für viele Kleinkinder schnell zu einer feuchtfröhlichen Angelegenheit. Schließlich wollen sie ausprobieren, wie sie Apfel, Gurke oder Karotte am besten unter den Wasserhahn halten. Spritzer in alle Richtungen sind dabei nicht auszuschließen. Wer vermeiden möchte, dass die Hilfsaktion in eine unkontrollierte Wasserschlacht ausartet, sollte dem Nachwuchs zeigen, was zu tun ist: Obst und Gemüse vorsichtig aus der Schüssel nehmen kurz unter den Wasserhahn halten und drehen vorsichtig auf den Teller neben der Spüle legen Ebenso sollten Eltern ihren Kindern erklären, warum diese Aufgabe gerade so wichtig ist. Denn der Nachwuchs möchte verstehen, warum etwas geschieht. Eine gute Erklärung wäre etwa: „Wenn Du das Gemüse sorgfältig wäscht, können wir daraus ein leckeres Abendbrot machen.“ Konkreter muss es erst einmal nicht werden. Das Kind weiß nun, dass seine Tätigkeit einen Wert hat und strengt sich dadurch umso mehr an. Sobald dann das Gemüse gewaschen und das Abendessen zubereitet ist, kann sich der Nachwuchs über ein echtes Erfolgserlebnis freuen.