Indische Babymassage nach Leboyer

Das Baby mit einer Massage nähren

Indische Babymassage nach Leboyer

Babys brauchen nicht nur Nahrung, Wärme und Schlaf, um gesund aufzuwachsen. Sie benötigen ebenso emotionale Wärme sowie körperlichen Kontakt über Berührungen. Unmengen Streicheleinheiten erfährt das Kind bei der indischen Babymassage nach Frédérick Leboyer.

Kinder mögen es, massiert zu werden. Ob Baby, Kleinkind oder Schulkind. Zum einen genießen sie die Aufmerksamkeit, die ihnen in diesen Minuten geschenkt wird, um anderen die Berührung. Zwei triftige Gründe, seine Kinder ab und zu oder vielleicht sogar regelmäßig zu massieren.

Babys genießen diese Art der Zuwendung ganz besonders. Sie lieben es, nackt auf einer Decke im warmen Zimmer zu liegen, mit einem duftenden Öl eingerieben und sanft massiert zu werden. So fühlen sie sich geborgen und umsorgt. Das ist für Babys enorm wichtig, denn ihr Bedürfnis nach intensivem Kontakt zu den Eltern ist genauso stark, wie das Bedürfnis zu essen, zu trinken und zu schlafen. Ein sattes, ausgeschlafenes Kind ist noch lange kein glückliches Kind. Es muss auch über Berührungen „genährt“ werden. Die traditionelle indische Babymassage befriedigt dieses Grundbedürfnis. 

Indische Babymassage nach Frédérick Leboyer


Der französische Arzt Frédérick Leboyer brachte diese Massagetechnik von Indien nach Europa und schildert sie in seinem Buch „Sanfte Hände. Die traditionelle Kunst der indischen Baby-Massage“. Leboyer geht davon aus, dass es ein Urbedürfnis von Kindern ist, berührt und gestreichelt zu werden. Dieses gilt es zu befriedigen und dazu ist eine Massage bestens geeignet.

Massage hilft bei Unruhe und Bauchweh


In Kursen wird heute Müttern und Vätern die indische Babymassage vermittelt. Die Eltern lernen, wie sie ausgeführt wird und was sie bewirkt. So trägt sie ganz entscheidend zur Entwicklung des Empfindungsvermögens der Kinder bei, hilft aber auch gegen Blähungen und Unruhe. Sie wirkt anregend oder beruhigend.
Vor allem bei Säuglingen im Alter zwischen vier und sechs Wochen, sechs Monaten und bei  Kleinkinder bis zu zwei Jahren wirkt sie oftmals wahre Wunder. Ein Säugling, den Bauchweh plagt, erfährt Erleichterung, ein unruhiges Baby findet in den Schlaf. 

Zehn oder 45 Minuten Massage – alles ist möglich

Zehn bis 15 Minuten Massage sind anfangs und bei ganz jungen Kindern ausreichend. Wird das Kind älter und kennt die Abläufe, kann sie bis auf 45 Minuten ausgedehnt werden. Vielen Babys tut eine Massage vor dem Einschlafen gut, sie werden müde und entspannt. Anderen hilft sie tagsüber, mobiler und aufgeschlossener zu werden.  Wer es schafft, täglich einen Massagetermin mit seinem Baby in den Tagesablauf einzubauen – super! Wer es ein-, zwei oder dreimal wöchentlich realisiert – ebenfalls toll.  Wichtig ist, dass der Ablauf bei jeder Massagestunde gleich ist, so dass das Kind weiß, was es zu erwarten hat. 

Kinder, die Fieber, starken Durchfall, eine Infektionskrankheit mit Ekzem wie Masern oder Scharlach haben, sollten nicht massiert werden. Auch ein hungriges oder gerade gefüttertes Kind wird die Mitarbeit verweigern. 

Wie wird die indische Babymassage ausgeführt?

Man macht es sich mit dem Kind an einem ruhigen, warmen Plätzchen bequem und legt den Nackedei auf dem Rücken auf eine Decke (wasserdichte Unterlage nicht vergessen!) auf den Boden oder auf den Wickeltisch. Dazu kann entspannende Musik gehört, selbst gesungen oder gesummt werden. Immer daran denken: Auch dem Masseur soll es gut gehen. Deshalb kann auch mal die Lieblings-CD des Erwachsenen eingelegt werden. 

Dann wird in einer festgelegten Reihenfolge massiert: Zuerst die Brust und die Schultern, dann die  Arme, die Hände, der Bauch, die Beine, die Füße, der Rücken und abschließend das Gesicht. Dazu wird ein Haut- oder Massageöl benutzt, dass man zuvor ein ein wenig mit den Händen angewärmt hat. Eine genaue Anleitung bekommt man in Kursen, die in vielen Städten und Gemeinden angeboten werden. In Frédérick Leboyers Buch findet man sie ebenfalls.

Heidrun Berger

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