Entbindungsarten

Die Entbindung

Eine Schwangerschaft und die darauffolgende Geburt ist ein einzigartiger Vorgang, den jede Frau anders erlebt und empfindet. Durchschnittlich 276 Tage verbringt das ungeborene Baby im Bauch der Mutter, bevor es das Licht der Welt erblickt.

Eine lange Zeitspanne, die viele Veränderungen für die werdenden Eltern mit sich bringt. Sind die Umstellungen und Schwierigkeiten einer Schwangerschaft erst einmal gemeistert und die Eltern auf das Neugeborene vorbereitet, steht das letzte Etappenziel bevor: Die Entbindung.

Die natürliche Geburt im Kreißsaal

Viele schwangere Frauen bevorzugen die klassische Form der Geburt: Eine natürliche Entbindung, die meist im Krankenhaus von einem Arzt und einer Hebamme begleitet wird. Es gibt mehrere Anzeichen, die auf eine baldige Geburt hinweisen, eingeleitet wird sie aber meist erst durch die eigentlichen Wehen. Sobald diese deutlich zu spüren sind und in regelmäßigen Abständen von etwa 15 Minuten auftreten, sollte eine Klinik aufgesucht werden. Auch bei einem Blasensprung sollte die Klinik kontaktiert werden – wenn nun keine Wehen einsetzen, kann eine Geburtseinleitung notwendig werden. 

Die Mutter bringt ihr Kind bei dieser Art der Entbindung in der Regel in einem Entbindungsbett im Kreißsaal der Klinik zur Welt. In vielen Kliniken finden sich moderne Kreißbetten, die elektrisch verstellbar sind und so schnell in einen Gebärstuhl umgewandelt werden können und eine flexible und optimale Geburtsposition möglich machen. 

Der Kaiserschnitt

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kommt jedes dritte Kind in Deutschland per Kaiserschnitt zur Welt. Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich der Anteil der Kaiserschnittentbindungen sogar mehr als verdoppelt.

Allgemein wird zwischen dem primären und dem sekundären Kaiserschnitt unterschieden. Ein primärer Kaiserschnitt ist geplant und findet statt, bevor es zu Wehen oder dem Blasensprung kommt. Darunter fällt auch der sogenannte Wunschkaiserschnitt, der es Eltern ermöglicht den Geburtstermin genau zu planen und vielen werdenden Müttern so im Voraus die Angst vor den Schmerzen der Geburt nimmt. Ein sekundärer Kaiserschnitt wurde nicht vor der Geburt geplant und wird zum Beispiel in Notfallsituationen angewendet, die zu einer Gefährdung von Mutter oder Kind führen könnten. 

Ein geplanter Kaiserschnitt ist für die Entbindende zunächst weniger schmerzhaft als eine natürliche Geburt, denn Wehen in diesem Sinne finden in der Regel nicht statt. Letztendlich handelt es sich dabei allerdings immer auch um eine Operation mit Vollnarkose oder PDA, was das Gefahrenpotenzial für die Mutter erhöht. Viel diskutiert wird auch, ob der fehlende natürliche Geburtsvorgang möglicherweise negative Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Bindung hat.

Besondere Arten der Entbindung

Neben der natürlichen Geburt im Kreißsaal und dem Kaiserschnitt gibt es zahlreiche weitere Geburtsarten und Geburtshilfen, die viel weniger bekannt sind, aber dennoch eine individuelle Alternative zur klassischen Entbindung bieten können. Darunter auch die Wassergeburt, die als eine der schmerzfreisten und sanftesten Geburtsarten gilt. Das Kind kommt dabei in einem Becken mit warmem Wasser zur Welt, was die Entspannung der Mutter fördert und damit das Öffnen des Muttermundes erleichtert. Auch das Baby fühlt sich bei einer Geburt im Wasser wohler, denn die Umstellung von der „schwimmenden“ Position in der Fruchtblase ist hier geringer als bei einer normalen Geburt.

Eine weitere Option für Schwangere bietet eine Hausgeburt, die im privaten Zuhause stattfindet. Doch es gibt auch weit unkonventionell klingendere Methoden: Nicht selten wird beispielsweise eine Sprossenwand oder ein Pezziball zur Geburtshilfe eingesetzt. Auch das Romarad, der Gebärhocker oder eine Geburt im Vierfüßlerstand sind mittlerweile keine Seltenheit mehr.

Wenn Sie unsicher sind, welche Art der Geburt die richtige für Sie ist, können Sie auf Schwangerschaft24.com mehr zu den unterschiedlichen Arten der Entbindung und welche Vorteile diese mit sich bringen, erfahren.  

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