regretting motherhood - immer mehr Frauen bereuen es Mutter geworden zu sein

Studie

Regretting Motherhood – das Aus für die Vorzeigefamilie

Immer mehr Frauen bereuen es Mutter geworden zu sein. Viele von ihnen zeigen das unter dem Hashtag #regrettingmotherhood in sozialen Medien.

Zwei Kinder, Hund, Haus und das Familienfahrzeug in der Einfahrt – daran denken viele wenn, sie an die klassische Vorzeigefamilie denken. Die Kinder sind natürlich beide gewollt, nichts ist für die Mutter erfüllender und gerne ist sie auch bereit alle ihre Bedürfnisse hinten anzustellen. Nicht immer passen allerdings die Bilder im Kopf auch zur Realität, denn immer mehr Frauen bereuen es Mutter geworden zu sein. Diese Ergebnisse zeigte eine israelische Studie aus dem Jahr 2015, in deren Folge sich immer mehr Mütter auch online unter dem Hashtag #regrettingmotherhood via Social Media gemeldet haben.

Mutter sein – der Sprung ins emotionale kalte Wasser

Während man einen Gegenstand wieder zurückbringen und man einen Aufenthalt an einem unbekannten Ort beenden kann, ist die Elternschaft unumkehrbar. Und Mutterschaft gibt es auch auch mit Reue, das ist eins der Ergebnisse der Studie. Auch Gefühle wie das Hamsterrad oder der Verlust zum eigenen Selbst spielen eine Rolle.

Aber kann man sich das nicht vorher überlegen? Eigentlich nicht, denn welche Gefühle auf einen zukommen, sind nicht planbar. Und so kommt bei vielen Frauen nach der Geburt das Gefühl der Reue.
Die Frauen reden nicht davon, dass sie das Kind nicht lieben. Es geht eher um Aspekte der Einschränkung. Das eigene Ich kann weniger entfaltet werden und Emotionen der Verkrampfung stellen sich ein. Das eigene Leben dreht sich nur noch um das Kind.

Die tickende Uhr und der Druck von außen

Im Gegensatz zur Wochenbettdepression ist das #regrettingmotherhood-Phänomen nicht zeitlich begrenzt, obwohl die Symptome mit Stimmungstiefs, erlebter Hoffnungslosigkeit und zunehmender Isolierung von sozialen Kontakten ähnlich sein können. “Na wann ist es denn soweit?” – besonders Paare, die in längeren Beziehungen leben, bekommen die Frage nach Nachwuchs immer öfter gestellt. Frauen fühlen sich ggf. von außen unter Druck gesetzt und entscheiden sich für die Mutterschaft, obwohl sie innerlich noch nicht soweit sind. Auch andere Faktoren, wie die schlechte Vereinbarkeit zwischen Kind und Karriere können eine Rolle spielen. Aber oft gehen die Symptome der betroffenen Frauen noch viel weiter. Sie fühlen sich regelrecht falsch in ihrer Rolle als Mutter.

Reue ein Zustand, der viel abverlangt

Betroffene sollten Hilfsangebote von außen zwingend annehmen. Familie, Freunde oder Babysitter können helfen, damit der Mutter noch Zeit für sich selbst bleibt. Außerdem ist es wichtig ehrlich zu sich selbst zu sein. Sich der eigenen Gefühle klarzuwerden, kann befreiend wirken. Auch professionelle Hilfe im Rahmen verschiedener Therapiemöglichkeiten kann unterstützend wirken. Generell ist es wichtig, dass es Nachholbedarf bei den klassischen Rollenbildern gibt. Nicht immer ist die Mutter die Person, deren Leben vollkommener kaum sein könnte.

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