Sexualkundeunterricht in der Grundschule

Unbefangen ab der ersten Klasse

Es wird als fächerübergreifendes Prinzip verstanden, indem von der Grundschule an im Ethik- und Religionsunterricht, sowie in Biologie und Deutsch und anderen Fächern sexualpädagogische Themen aufgegriffen werden.

Kinder und Jugendliche wollen wissen, wie Leben entsteht, und haben viele Fragen zum Thema Geschlechtsverkehr und Verhütung. Man sollte ihnen jede Frage beantworten können und ihrem Bedürfnis nach Aufklärung nachkommen.

Der Schulunterricht ist eine hervorragende Möglichkeit für jede Art von Fragen, erst recht in der Grundschule, wenn die Kinder sich noch nicht in der Pubertät befinden und ihre Fragen viel freier und ohne Schamgefühl vor den Mitschülern formulieren.

Oft wird im Unterricht ein anonymer Briefkasten verwendet, in den die Kinder ihre Fragen, auf Zettel geschrieben, hineinwerfen können. Je nachdem wie der Lehrer es handhabt, wird Zettel für Zettel vorgelesen und die Frage für alle beantwortet. So muss sich niemand schämen, eine vielleicht für andere ganz einfach zu beantwortende Frage zu stellen, denn es weiß ja niemand, wer sie gestellt hat.

In der Grundschule gehen Kinder in der Regel unbefangener mit dem Thema Sexualität um. Das Grundschulalter ist daher bestens geeignet, um den Kindern das Basiswissen beizubringen, das in den folgenden Jahren erweitert werden sollte. Experten sagen, es sei zu spät mit einer Aufklärung zu beginnen, wenn die Kinder schon in der Pubertät sind.

Es gibt sehr gute Rahmenbedingungen, was die Richtlinien, Lehrpläne und Methoden der einzelnen Bundesländer betrifft. Als Eltern haben Sie ein Recht darauf, in diese Einblick zu erhalten, sofern der zuständige Lehrer Sie nicht von sich aus informiert.

Zudem gibt es hervorragende Materialien, derer sich die Lehrer bedienen. Besonders gern gezeigte Medien sind Filme, die das Thema besonders anschaulich erklären, jedoch müssen diese den Eltern zuvor gezeigt werden und alle müssen sich als Einverstanden erklären, dass diese im Unterricht ihren Kindern gezeigt werden dürfen.

Der Zeitrichtwert, an dem sich die Schulen orientieren kann unterschiedlich sein. Mindestens drei bis zehn Unterrichtsstunden sollten damit verbracht werden. Allerdings findet die Sexualerziehung  oft ab der ersten Klasse und dann immer mal wieder statt, wobei neue Sachverhalte das Erlernte ergänzen.

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