Tragen

Das Baby tragen – aber richtig

Tragen ist eine der natürlichste Sachen der Welt. Seit einigen Jahren ist das Tragen des Babys bis ins Kleinkindalter wieder verbreitet. Was man wissen sollte, damit es zu einem angenehmen Erlebnis für beide Seiten wird.

Warum ist tragen so gut für das Kind?

  • Tragen ist natürlich. In allen Kulturen der Welt wurden und werden Kinder getragen. Auch unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen, tragen ihren Nachwuchs
  • Die natürliche Haltung des Babys wird unterstützt
  • Tragen beruhigt das Kind. Getragene Babys schreien und weinen weniger als Kinder im Kinderwagen. Sie fühlen sich geborgen und sicher.
  • Gerade Frühchen entwickeln sich besser, wenn sie getragen werden. Da das tragen die Zeit im Mutterleib imitiert.
  • Tragen ist praktisch. Die Mutter oder der Vater haben die Hände frei, für zum Beispiel Hausarbeit.
  • Getragen werden schult den Gleichgewichtssinn des Babys, und bereitet so auf das Laufen lernen vor.
  • Die Körperwärme, die auf das Baby übertragen wird, hilft bei Blähungen

Wichtiges zum richtigen Tragen

Damit Sie Ihr Kind auch wirklich richtig tragen, müssen einige Punkte beachtet werden. So ist es absolut notwendig, dass das Kind die richtige Haltung einnimmt. Dies ist die so genannte Anhock-Spreiz-Haltung. Dabei sind die Beine des Babys im 90°-Winkel gespreizt, und die Knie angezogen, so dass sie sich über dem Po befinden. Dadurch nimmt die Hüfte die optimale Stellung ein. Der Rücken bildet einen natürlichen Rundrücken, da die Wirbelsäule bei Babys noch nicht die S-Form wie bei Erwachsenen gebildet hat.

Eine Tragehilfe ist nur gut, wenn sie die Anhock-Spreiz-Haltung unterstützt. Dafür muss der Steg zwischen den Beinen des Babys breit genug sein. Wenn der Steg zu schmal ist und das Kind nur darin hängt, wird der Schambereich mit dem gesamten Gewicht belastet. Das kann bei Jungen zu Hodenquetschungen und bei Mädchen zu Verschiebungen des Schambeins führen.

Nie sollten Sie Ihr Kind mit dem Blick nach vorn tragen. Denn so kann es nicht die Anhock-Spreiz-Haltung einnehmen. Ausserdem hat das Baby keine Chance sich den auf es einströmenden Reizen zu entziehen, wie es in den anderen Varianten möglich ist. Wenn Sie den Eindruck haben Ihr Kind möchte gern mehr von der Umgebung sehen, dann tragen Sie es auf der Hüfte oder auf dem Rücken.

Wichtig ist auch, dass die Tragehilfe immer eng am Kind anliegt. Das Kind darf nicht bei Bewegungen in die Tragehilfe fallen. Solange das Baby seinen Kopf noch nicht selbständig halten kann und wenn es schläft, muss der Kopf von der Tragehilfe gestützt werden.

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