Essstörungen und ihre Symptome

Woran man Essstörungen erkennt

Haben Sie die Befürchtung Ihr Kind oder ein guter Freund leidet an einer Essstörung? Es gibt ein paar hilfreiche Symptome, die darauf schließen lassen, dass der Umgang mit Nahrung nicht mehr gesund ist.

Allerdings sollten Sie beachten, dass die von ihnen empfundenen Symptome nicht unbedingt zutreffen müssen. Wenn es kurzweilige Verhalten sind, die Sie als merkwürdig empfinden, hat das nicht zu heißen, dass es sich um eine Essstörung handelt.

Erst wenn diese Verhaltensweisen dauerhaft zu beobachten sind, sollten Sie sie als Alarmsignal sehen. Sie sollten versuchen Ihren Verdacht anzusprechen, aber nicht in Panik zu geraten. Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch, denn Essstörungen liegen tief verwurzelt im Inneren des Betroffenen.


Mögliche Symptome:

  • extrem langsames und auffälliges Essverhalten (bei Ess-Sucht: besonders schnelle Nahrungsaufnahme)
  • ansammeln von Lebensmitteln 
  • Vermeidung von gemeinsamen Mahlzeiten, heimliches Essen (Gefühl von Schuld und Scham wird so versucht zu umgehen)
  • ständige Gewichtskontrollen (mehrmals am Tag wiegen)
  • mangelnde Krankheitseinsicht: Betroffene sehen nicht ein, dass sie behandelt werden müssen
  • an Magersucht erkrankte kochen oft und gerne für andere, nehmen dann aber selbst nicht am Essen teil
  • Körperschema-Störung – sehen sich als dick an, obwohl sie bereits untergewichtig sind.
  • bei Mädchen bzw. Frauen kann die Regelblutung ausbleiben oder gestört auftreten
  • häufiger Verzehr von breiiger Kost/Babynahrung
  • Haare und Nägel werden brüchig
  • weite Kleidung wird oft dazu genutzt, den starken Gewichtsverlust zu verstecken
  • ungewöhnliche Kälteempfindlichkeit (der hungernde Körper hat zu wenig Energie, um sich selbst ausreichend zu wärmen)
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen
  • Gereiztheit und Depressionen
  • soziale Isolation
  • regelmäßiger Toilettengang nach dem Essen und langes Aufhalten im Badezimmer
  • Zahnschäden
  • häufiger Sport, bei dem Ermüdung und Erschöpfung ignoriert werden
  • übertriebene Fixierung auf gesunde Lebensmittel


Therapie –  Was wird getan? Was kann ich tun?

Essstörungen werden meist über mehrere Wochen in Spezialkliniken behandelt. Erkrankte erlernen hier wieder einen gesunden Umgang mit Nahrung und werden in Psychotherapien behandelt.

Familie und Freunde können während einer Therapie sehr hilfreich sein. Sie dienen als Unterstützung und sollten Mut machen, jedoch muss der Betroffene es am Ende ganz alleine schaffen und einen festen Willen zeigen.

Das Wichtigste ist, dass der Betroffene sich im Klaren darüber sein muss, dass er krank ist. Wenn er dieses nicht einsieht, so wird die Therapie keine langfristigen Erfolge haben. Der Patient muss sich selbst akzeptieren und gesund werden wollen.

Nur so hat er die Chance wieder vollkommen gesund zu werden und nicht zurück in die Sucht „Essen“ zu geraten und schlimmsten Falls an den Folgen der Sucht zu sterben.

Manuela Perrakis

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