Giftiger Müll im Sand am Strand

Warum sich Kleinkinder beim Sandburgbauen vergiften können

Zigarettenkippen am Strand im Sand ausdrücken – und liegen lassen. „Dümmer geht’s nimmer“ möchte man diesen Rauchern zurufen. Zum einen ist es eklig, sein Handtuch auf einem Kippenfriedhof ausbreiten zu müssen. Zum anderen können die Zigarettenstummel für Kinder gefährlich werden.

Wenn die Kippen beim Sandburgbauen in Kinderhände gelangen und von dort aus in den Mund, kann das zu schlimmen Vergiftungen führen. Tödlich endet das Kippenessen zum Glück jedoch meist nie, auch wenn sich hunderte giftiger Chemikalien in einer einzigen Kippe befinden. In ihr sammeln sich toxische und krebserzeugende Substanzen wie Nikotin, Arsen, Blei, Kupfer, Chrom und Cadmium und sie speichert bis zu 50 Prozent des Teers aus dem Zigarettenrauch.
Ob auf dem Spielplatz, am Strand oder in der Wohnung – gelangen Kippen oder Zigaretten in die Hände von Kindern, ahmen gerade die Kleinsten gern die Erwachsenen nach und stecken sie in den Mund. 

Symptome bei einer Tabakvergiftung bei Kindern

Bei leichten Vergiftungen kommt es nach einer bis drei Stunden nach dem Verschlucken zu Übelkeit, Schwindel, Blässe, Kopfschmerzen, Erbrechen, Zittern und Schwitzen. Bei schweren Vergiftungen kommt es zu einem Kollaps mit schnellem Puls, kaltem Schweiß, Zuckungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Bei noch schwereren Vergiftungen werden die Kinder bewusstlos, bekommen Krämpfe, Kreislauf- und Atemstörung sowie Herzlähmungen. 

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einer Nikotinvergiftung

Hat ein Kleinkind Zigarettenkippen gegessen, sollten es die Eltern als Erste-Hilfe-Maßnahme zum Erbrechen bringen (Finger in den Hals stecken) oder ihm Kohle verabreichen. Kohle bindet das Nikotin im Magen. Diese Maßnahme ist jedoch nur sinnvoll, wenn sie innerhalb der ersten Stunde nach der Vergiftung angewandt wird. 

Anschließend sollten die Eltern den Giftnotruf wählen; der Arzt wird dann am Telefon weitere Anweisungen geben oder die Einlieferung ins Krankenhaus empfehlen. 

Der Giftnotruf ist 24 Stunden erreichbar

  • Berlin: 030/192 40 (gilt auch für Brandenburg)
  • München: 089/192 40
  • Nürnberg: 0911/398 2451
  • Freiburg: 0761/192 40
  • Bonn: 0228/192 40 (gilt für Nordrhein-Westfalen)
  • Erfurt: 0361/730 730 (gilt für Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen)
  • Göttingen: 0551/192 40 (gilt für Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein)
  • Homburg/Saar: 06841/192 40 (gilt für das Saarland)

Heidrun Berger

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