Die Traumberufe der Kinder

Zukunftsplanung in den Kinderschuhen

Bildquelle: S. Hofschlaeger | Pixelio.de

Mädchen bevorzugen noch immer soziale Berufe, wie Tierärztin und Krankenschwester, während Jungs Wert auf Prestige und Action legen und Profifußballer oder Feuerwehrmann werden wollen. 

Meist haben Kinder schon in sehr jungen Jahren eine Vorstellung davon, welchen Beruf sie am liebsten ergreifen möchten. Während im Kindergartenalter Traumberufe wie „Prinzessin“ und „Superheld“ keine Seltenheit darstellen, werden die Berufswünsche mit zunehmendem Alter realistischer.

681 Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren hat „iconkids & youth“ 2009 im Auftrag der Zeitschrift „medizini“ nach ihrem Berufswunsch gefragt. Die Umfrage zeigt, dass die Berufswünsche von Jungen und Mädchen sich erheblich unterscheiden. 

Ökonomische Aspekte spielen bei den Karrierevorstellungen der Kinder allerdings lange Zeit keine große Rolle. Viel wichtiger scheint es, das Hobby zum Beruf zu machen und so suchen sich die Sprösslinge häufig Berufe aus, die mit einem geringen Verdienst und sehr anspruchsvollen Arbeitszeiten oder schlechten Erfolgsaussichten einhergehen.

Eltern müssen dennoch nicht verzweifeln: Im Teenageralter gewinnen dann meist Aspekte wie Verdienstmöglichkeiten, Arbeitszeiten und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zunehmend an Bedeutung für die berufliche Orientierung. Bei den sechs- bis zwölfjährigen Mädchen sehen die Prioritäten jedoch noch ganz anders aus: Sie wollen entweder soziale Berufe ausüben, um Mensch und Tier zu helfen und zu pflegen oder aber ein bejubelter Star werden.

Für Jungs sind Sportberufe und Berufe mit möglichst hohem gesellschaftlichen Ansehen besonders erstrebenswert. Sie wollen echte Männer sein und so sind die klassischen Traumberufe Fußballer, Polizist und Pilot immer noch die Beliebtesten.

Besonders wichtig ist für Kinder – unabhängig vom Wunschberuf – dass sie elterliches Interesse und Unterstützung erfahren. Kinder orientieren sich in den meisten Fällen von ganz alleine mehrmals um, daher ist auch ein nach elterlicher Meinung unpassender oder unwahrscheinlicher Berufswunsch kein Drama und kein Grund, sein Kind zu desillusionieren oder dem Traum ablehnend gegenüber zu treten. 

Äußert ein Kind seine ersten Berufswünsche, kann man beispielsweise mit ihm zusammen Informationen über den Beruf sammeln. So fühlt sich das Kind ernst genommen und die erfahrene Unterstützung wirkt sich positiv auf die Eltern-Kind-Beziehung aus. Im Übrigen ist das, was die Eltern ablehnen, grundsätzlich viel verlockender und wird mit noch größerem Eifer verfolgt.

Christin Keil

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