Sexualerziehung in der Schule

So kläre ich mein Kind auf

Ein Gesetz besagt, das was den Kindern im Sexualkundeunterricht in der Schule erzählt und beigebracht wird, zunächst auf einem Elternabend den Eltern vorgestellt werden muss.

 Sie als Eltern können mitentscheiden, ob Sie die Materialien und die Art des Unterrichts akzeptabel finden, oder ob Sie daran etwas auszusetzen haben bzw. bedenklich finden.

Die Sexualerziehung ist zwar in erster Linie im Erziehungsrecht der Eltern oder Erziehungsberechtigten nach Art. 6 II im Grundgesetz verankert, dennoch ist auch der Staat und somit auch die Schule im Sinne des Erziehungs- und Bildungsauftrags dazu berechtigt, die Sexualerziehung durchzuführen. Zwar haben die Eltern ein Mitspracherecht, doch darf der Unterricht nicht unmöglich gemacht werden.

Die Sexualerziehung in der Schule muss Rücksicht nehmen auf das natürliche Erziehungsrecht und somit auf religiöse oder jegliche weltanschauliche Ansichten, die für dieses Unterrichtsgebiet von Bedeutung sind. So dürfen beispielsweise muslimische Eltern darum bitten, dass manche Dinge etwas anderes gehandhabt werden, sie dürfen ihr Kind aber nicht von Unterricht fernhalten. Der Sexualkundeunterricht ist wichtiger Bestandteil des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schulen und schließt die allgemeine Teilnahme aller Schüler ein.

Der Unterricht darf in keinem Fall ein bestimmtes Sexualverhalten bewerten, das heißt es befürworten oder ablehnen. Es sollen weder Ziele noch Werte oder Normen festlegt und die Schüler nicht auf ein bestimmte Geschlechterrollen- und Sexualverhalten fixiert werden. Alles muss in einer neutralen Art und Weise vermittelt werden und den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, zu einer eigenen Urteilsfähigkeit zu gelangen und sich ihre eigene Meinung zu bilden, um so später ihre eigene sexuelle Lebensführung selbst zu bestimmen.


Seien Sie nicht so streng mit den Lehrern

Oft sind Lehre schlecht vorbereitet, was das Thema Sexualkunde angeht. Ungern unterrichten manche dann, vor allem in Oberschulen, wo die Jugendlichen mitten in der Pubertät stecken und die Lehrkraft sich Witze anhören muss und nicht ernst genommen wird. Es gibt selbstverständlich aber auch andere Lehrer, die das Thema gerne unterrichten und den Schülern vorbildlich alles erzählen, was nötig und sehr wichtig ist für ihr Leben.

Es gibt so manche Eltern, die unzufrieden damit sind, wie ihren Kindern das ein oder andere beigebracht wird. Doch sollten Sie die Lehrer dafür nicht unbedingt kritisieren, sondern viel mehr, sofern Sie sehr engagiert sind, ermutigen und zur Hilfe stehen.

 Die Ausbildung in der Sexualpädagogik haben nur sehr wenige Lehrer erfahren dürfen und auch an Fortbildungen in diesem Bereich fehlt es oft. Daher ist es für viele Lehrer schwer, genauso wie es für viele Eltern schwer ist, Sachverhalte zu erklären, die einem auch oft peinlich sein können.

Manuela Perrakis

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