Dem Kind die Angst nehmen

Böse Hexen und die Angst vorm Einschlafen

Wenn Kinder Angst vor der bösen Hexe oder dem Monster unter ihrem Bett haben, fällt es den Eltern oft schwer, diese Ängste ernst zunehmen. Sie neigen dann oft dazu, selbige zu verharmlosen, oder sogar zu ignorieren.

Natürlich ist es eine normale Reaktion der Eltern, gerade irrationale Ängste weniger ernst zu nehmen. Oft reicht es ja auch schon aus, dem Kind zu erklären, dass es keine Monster oder bösen Hexen gibt. Wenn das jedoch nicht hilft, sollten die Eltern es dabei nicht belassen. Kinder empfinden ihre Angst stets als real. Daher ist es wichtig, dass die Eltern sich auch auf die ihnen schwer verständlichen Ängste einlassen. Dann können sie ihrem Kind oftmals am besten seine Angst nehmen.


Magische Essenz als Schlafritual

Die kleine Ronja kann nachts nicht einschlafen, weil sie glaubt das sich ein Monster hinter ihren Fenstervorhängen versteckt. Vielleicht lässt sich das Monster einfach mit einer magischen Essenz vertreiben. Zusammen mit ihrer Tochter mixen die Eltern dann diese magische Essenz zusammen: Ein wenig Parfum, etwas Lavendel eine Prise Salz – da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, nur angenehm riechen, das sollte es. Vor dem Schlafen gehen werden alle verdächtigen Stellen beträufelt und das Monster ist, „Abrakadabra“, gebannt. Der angenehme Geruch erinnert das Kind, auch wenn es wieder alleine ist, dass da nun unmöglich ein Monster hinter dem Vorhang sein kann.

Die Befürchtung der Eltern, dadurch einem gewissen Aberglauben des Kindes Vorschub zu leisten, ist unbegründet. Wenn es älter wird, erkennt das Kind meist von selber, dass jene Ängste irrational waren. Wir Erwachsenen glauben auch nicht mehr an den Nikolaus vor dem wir seinerzeit doch so viel Respekt hatten. Auch glauben wir nicht, dass es gelbe oder orangefarbige Männchen gibt, mit denen man sich lustig unterhalten kann, nur weil wir damals die Sesamstraße gesehen haben.

Schließlich ist es wichtig, dass sich die Eltern ihrer eigenen irrationalen Ängste bewusst werden. Sicher, die böse Hexe lässt sich leicht belächeln. Aber habe ich nicht neue Fältchen im Gesicht und ist der Rettungsring um meine Hüften nicht wieder angewachsen? Das Kind wird derartige Ängste mit Sicherheit auch nicht verstehen. Und wenn der Besuch der Schwiegermutter droht, wer glaubt da nicht plötzlich wieder an böse Hexen?

Claudius Berendes

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Kommentare

Anzeige: 1 - 5 von 8.
 

Volker

am 08. 2010-01-08 2010 um 20:53 Uhr

Hallo ihr Lieben,wollte hiermal kurz loswerden was das für eine super idee das ist mit dem Elixier meine tochter Ronja schläft seit drei Tagen wieder super ein,kann ich nur weiterempfehlen schöne grüsse bis dann mal,Volker.


Roland Zoss

am 22. 2009-01-22 2009 um 14:33 Uhr

Man kann auch ein Lied von einer "lieben Hexe" vorsingen oder anhören. Z.B. "Das kleine Hexli" siehe:http://www.rolandzoss.com/bibliographie/tschlummerlandzwo.htm

Roland Zoss, Kinderliedermacher


Karin

am 05. 2009-01-05 2009 um 13:55 Uhr

Meine Tochter ist erst 2 Jahre alt und hat seit Silvester Angst alleine zu schlafen. Was soll ich den da machen. Sie versteht das mit dem Zaubersaft ja noch nicht.


anonym

am 23. 2008-11-23 2008 um 16:49 Uhr

Also ich bin 15 und habe immer noch ansgt.
was tun. Dieser quatsch (bei mir bei kleineren Kindern super!!!) hilft das nicht


Jessica

am 07. 2008-11-07 2008 um 20:18 Uhr

Mein Sohn ist erst 3J. und er hatte viel spaß daran den Zaubertrank zu mixen und dabei seinen Zauberhut zu tragen.

Klasse Idee


 

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