Umgang mit einer Schwangerschaft

Schwanger: Was nun?

Ausgebliebene Periode, Übelkeit und Spannungsgefühl in den Brüsten, und alles bereits mit einem Schwangerschaftstest bestätigt. Wie können Mädchen, die noch immer zur Schule gehen, mit einer meistens ungewollten Schwangerschaft umgehen?

Trotz des erleichterten Zugangs zu Verhütungsmitteln steigt die Zahl minderjähriger Mütter. Schwangere Mädchen sind erschrocken über die unerwarteten Umstände und sehr oft verheimlichen sie ihrer Schwangerschaft vor den Eltern und Freunden. Sie haben große Angst von der Zukunft und befürchten die Reaktion der Familie, Bekannte, manche sogar des Freundes. Die Ausbildung wird sehr oft abgebrochen, und häufig das Herz ebenso, da viele Mädchen keine Unterstützung haben und allein gelassen sind.


Die Schwangerschaft ist der Beginn des Lebens, nicht das Ende

Trotz der in vielen Fällen zunächst einsetzenden Verzweiflung sollten sich die jungen Frauen einer volljährigen Bezugsperson, und hier vor allem den Eltern, anvertrauen. Auch wenn im Elternhaus zunächst keine Begeisterung ausbricht: Eine Schwangerschaft ist der Beginn des Lebens und keinesfalls das Ende. Dies sollten sich alle Beteiligten bewusst machen.

Dann sollten schwangere Teenager wissen, dass sie nun Wahlmöglichkeiten haben. Sie müssen nämlich entscheiden, ob sie die Schwangerschaft abbrechen, das Baby zur Adoption freigeben, oder es behalten wollen. Jede Option hat ihre Vorteile und Nachteile. Werdende Mütter haben viel zu berücksichtigen, bevor sie ihre Entscheidung treffen. Auf jeden Fall sollten sie die Verantwortung bewusst und schnellstmöglich übernehmen, da sich die Auswahl mit fortschreitender Dauer der Schwangerschaft verringert.


Das Baby behalten
 
 Das Baby zu behalten, sogar bei ungewollter Schwangerschaft, ist heutzutage nicht ungewöhnlich. Mutter zu sein ist weder eine leichte noch befristete Beschäftigung, sondern eine lebenslange Verbindung, die unbedingte Aufopferung erfordert. Werdende junge Mütter sind in der Regel erschrocken, sehr oft alleinstehend, und brauchen Unterstützung, und zwar emotionale und finanzielle.


Zur Adoption freigeben
 
 Das Kind zur Adoption freizugeben, ist eine schwere Entscheidung, die normalerweise Frauen fällen, bei denen es persönliche oder finanzielle Vorbehalte gibt, das Baby großzuziehen. Die meistverbreitete Form, eine Adoption durchzuführen, ist die Inkognito-Adoption, bei der Adoptiv- und Herkunftsfamilie anonym bleiben. In fast allen Städten Deutschlands und auch weltweit gibt es sogar sogenannte „Baby-Klappen“ für Mütter in Not, um ungewollte Kinder vor Tötung oder Aussetzung zu schützen. Im Internet befinden sich Adressen aller Baby-Klappen im deutschsprachigen Raum, sortiert nach Postleitzahl.
 
 Im Gegenteil, eine halboffene Adoption ist gegeben, wenn ein Kontakt zwischen leiblichen Eltern und Kind mittels Fotos und Briefen erlaubt ist, um die Kinder nicht völlig von ihren Wurzeln abzuschneiden. Die offene Adoption ist zur Zeit eine sehr beliebte Lösung insbesondere bei jungen Müttern, die ihrem Kind ein besseres Leben ermöglichen wollen, ohne auf ihren eigenen Kinder zu verzichten. Hier besteht einen persönlichen Kontakt zwischen beiden Familien. Für die leiblichen Eltern ist der Kontakt zum Kind eine Möglichkeit, über die weitere Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes informiert zu sein.


Abtreibung

Der Abbruch der Schwangerschaft ist bloß bis zu der zwölften SSW (Schwangerschaftswoche) möglich. Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch werden normalerweise von den Krankenkassen nur bei einer Indikationsstellung übernommen, das heißt, bei gesundheitlicher Gefährdung der Mutter (z.B. möglicher Fehlgeburt, Eklampsionanfall usw.). Wenn sich Frauen allerdings eine Abtreibung nicht leisten können oder wenn sie BAföG-Leistungen erhalten, werden die Kosten des Abbruchs vom Staat übernommen.

Die Abtreibung selbst kann durch drei Methoden vorgenommen werden: Durch Vakuumaspiration (Absaugen), Curettage (Ausschabung – durch ein spezielles Absauggerät-spezieller chirurgischer Löffel) oder Medikamente (die sogenannte „Abtreibungspille“) Dazu ist das Komplikationsrisiko eines Schwangerschaftsabbruchs sehr gering und liegt bei ungefähr 1% aller Abtreibungen. Trotzdem verzichten viele Mädchen auf diese Option. Aus religiösen oder moralischen Gründen wählen sie sich lieber eine andere Lösung.


Was tun bei überraschender Schwangerschaft?

Der erste Schritt nach den positiven Schwangerschaftstest ist eine weitere Bestätigung der Schwangerschaft. Mädchen müssen zum Frauenarzt, um ihren Zustand festzustellen. Beim Frauenarzt erhalten sie auch weitere Informationen über die Entwicklung des Kindes, Beratung und Schwangerenvorsorge (zur Früherfassung einer eventuellen Risikoschwangerschaft).

Es gibt jedoch auch andere Institutionen, die jungen Mütter zur Seite stehen. In erster Linie das Jugendamt, dann Beratungsstellen von Wohlfahrtsverbänden oder kirchliche Einrichtungen. Sie informieren über die Leistungen, die minderjährige Mütter vom Staat erhalten können, bieten psychologische Beratung und helfen bei der Vorbereitung auf Mutterschaft. (nes)

Nevenka Sidorova

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