Zahnendes Baby

Was hilft bei Zahnungsschmerzen?

Was hilft bei Zahnungsschmerzen?

Ab etwa dem siebten Monat ist es soweit, Babys beginnen zu zahnen. Gerötetes Zahnfleisch und Schlaflosigkeit können Symptome sein. Kühlen, ein Beißring oder die liebevolle Zuwendung der Eltern helfen dem Baby diese Zeit gut zu durchzustehen.

Zahnen gehört zur Entwicklung jedes Babys. In der Regel macht es keine großen Beschwerden, ab und zu kann es für Babys aber doch schmerzhaft sein. Bereits vor der Geburt sind die Milchzähne im Kieferknochen angelegt. Durchschnittlich ab dem siebten Lebensmonat beginnen sie dann schubweise durchzubrechen. Bei den meisten Babys lassen sich die mittleren Schneidezähne im Unterkiefer zuerst sehen. Es folgen die oberen, gefolgt von den seitlichen Schneidezähnen. Die Eck- und Backenzähne kommen zuletzt. Erst zwischen dem 20. und 30. Monat ist das Milchgebiss mit insgesamt 20 Zähnen vollständig. Dieser zeitliche Ablauf stellt allerdings lediglich eine grobe Richtung dar und ist individuell verschieden. Sollte allerdings nach zwölf Monaten noch gar nichts geschehen sein, empfiehlt sich ein Besuch beim Zahnarzt.

Der Beginn der Zahnphase zeigt sich meist an folgenden Symptomen. Das Zahnfleisch des Babys ist rot und geschwollen. Die Wangen oder das Gesicht sind gerötet. Weitere Anzeichen sind starkes Sabbern. Außerdem lutscht, reibt oder beißt das Baby gelegentlich am Zahnfleisch. Oft reibt sich das Baby auch das Ohr oder die Gesichtshälfte, wo der Zahn kommt. Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit oder allgemeine innere Unruhe können weitere Symptome sein. In einigen Fällen kommt es auch zu einer leicht erhöhten Temperatur oder Durchfall, kurz bevor ein Zahn durchkommt.

So können Eltern ihr Baby unterstützen

Eltern können auch ihren Beitrag dazu leisten und ihrem Baby in dieser schwierigen Phase zur Seite stehen. Es gibt dafür mehrere Möglichkeiten. Sie können beispielsweise mit sauberen Fingern oder speziellen Silikonfingerlingen aus der Apotheke das Zahnfleisch ihres Babys vorsichtig massieren. Anhand der Reaktion des Kindes lässt sich schnell erkennen, ob ihm das gut tut. Oft hilft auch eine Fußreflexzonenmassage. Sanftes Kneten und Streicheln der Babyzehen-Kuppen lindert die Schmerzen in den Zahnleisten.

Auch ein Beißring kann Ablenkung bieten. Legen Sie ihn einige Zeit in den Kühlschrank, bevor Sie ihm Ihrem Kind geben. Wenn Ihr Kind bereits mehr als sechs Monate alt ist, können Sie auch folgendes probieren: Lassen Sie Ihr Baby auf hartem Zwieback, Brotstangen oder im Ofen geröstetem Brot kauen. Sie können auch gefrorenes Brot, etwa tiefgekühlte Brötchen, nehmen, damit Ihr Baby etwas Kühles zum Kauen hat. Sie können Ihrem Kind auch gekühltes Wasser anbieten. Trotzdem wird es Momente geben, in denen Ihr Baby alles verweigert und einfach nur getröstet werden will. Ausgedehnte Spieleinheiten und Spaziergänge lassen das Kind seine Beschwerden außerhalb für eine Weile vergessen.

Übrigens, die ersten Zähne sind meistens auch die Schlimmsten. Die Nächsten kommen dann einfacher und schmerzfreier. Erst mit etwa zwei Jahren kommen dann die Backenzähne, die für das Baby noch einmal schmerzhaft sein können, wenn sie durch das Zahnfleisch wachsen. Aber bis dahin haben Eltern und Kind noch genügend Zeit sich vom ersten Zahnen zu erholen.

Maria Hugo

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