Trennung und Scheidung

Kinderbücher zum Thema Trennung


Kindern fällt es schwer, die Trennung der Eltern zu verarbeiten und den neuen Partner eines Elternteils zu akzeptieren. Es gibt kindgerechte Bücher zu diesem Thema, die Sie zusammen lesen können, um Ihren Kindern zu helfen.

Nach der Trennung sollten Sie sich viel Zeit für Ihre Kinder nehmen, um Sie bei der Verarbeitung zu unterstützen. Sie können auch Kinderbücher mit ihnen lesen, in denen Kinder mit der Trennung der Eltern zu kämpfen haben oder lernen müssen, den neuen Partner von Mama oder Papa zu akzeptieren. Das Lesen kann ein Gespräch über die eigene Familiensituation anregen und Gespräche sind für Kinder sehr wichtig, um mit der Trennung fertig zu werden. 

Die Bücher können Kindern die Situation verdeutlichen und ihnen helfen, sie zu akzeptieren. Sie spenden in der schweren Zeit Trost und geben Anregungen, die bei der Verarbeitung der Scheidung helfen können. Oft hilft es Kindern auch einfach nur zu sehen, dass nicht nur sie allein von einer Trennung betroffen sind, sondern dass es vielen ähnlich geht. Sie sollten sich auch selbst mit den Büchern auseinander setzen, um Ihre Kinder besser zu verstehen.

Hier finden Sie ein paar Kinderbücher zum Thema Trennung und neue Partnerschaft:

Bilderbücher (drei – sechs Jahre)

Für Kinder in dem Alter eignet sich das Buch „Papa wohnt jetzt in der Heinrichstraße“ von Nele Maar und Verena Ballhaus, das mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. In dem Buch geht es um den kleinen Bernd, der mit der Scheidung seiner Eltern zurecht kommen muss. Er leidet erst sehr unter der Situation, doch mit der Zeit lernt er zu schätzen, sich an zwei Orten zu Hause zu fühlen. 

Martina Baumbach erzählt in „Und Papa seh` ich am Wochenende“ vom kleinen Leo, der am liebsten mit Mama und Papa kuschelt. Aber Papa schläft plötzlich immer öfter auf dem Sofa und die Eltern haben ständig Streit, bis sie sich scheiden lassen. Sie versprechen Leo aber hoch und heilig, dass sie sich niemals von ihm scheiden lassen. 

„Die große Reise“ von Jörg Stanko dreht sich um den kleinen Julius, der seinen Papa durch die Trennung der Eltern nicht mehr so oft sieht. Die beiden schlafen abends gemeinsam ein und gehen im Traum auf eine große Reise zu den Sternen und zur Sonne. Auch wenn sie sich nicht immer sehen können, wissen sie, dass sie durch ihre gemeinsamen Reisen immer zusammen sein können. 

In dem Kinderbuch „Zusammengehören“ von Sylvia Pah herrscht bei Lilly und Ferdinand zu Hause dicke Luft, weil die Eltern sich streiten. Schließlich zieht ihr Papa aus, was für die beiden Geschwister nicht leicht ist. Als die Mama sich in Sophia verliebt, entwickelt sich eine neue Familie, die ganz anders ist. 

Bücher für Kinder ab sechs Jahren

In der „Der unsichtbare Vater“ von Amelie Fried wird der kleine Paul mit Mamas neuem Freund Ludwig konfrontiert. Er denkt, dass Mama gar keinen neuen Mann braucht, weil sie doch ihn hat. Als Ludwig bei ihnen einzieht, ist Paul richtig eifersüchtig. Aber Ludwig ist so nett, dass man ihn gar nicht blöd finden kann und schließlich merkt Paul, dass es besser ist, gleich zwei Papas zu haben.
 
In „Ich zieh` doch auch nicht aus!“ von Nina Schindler muss Klara mit der Trennung ihrer Eltern fertig werden. Anfangs ist sie traurig und wütend, doch mit der Zeit merkt sie, dass sie trotzdem geliebt wird und auch mit zwei Familien gut zurecht kommt. 

Die achtjährige Moni hat in „Moni haut ab“ von Friederike Wilhelmi mit der Trennung ihrer Eltern zu kämpfen. Als sie mit Papa, seiner neuen Freundin Tina und ihrem Sohn Leon in den Urlaub fährt, zieht sie sich zurück. Dann haut sie einfach ab und verbringt einen tollen Tag. Als Papa deswegen richtig sauer ist, helfen ihr ausgerechnet Tina und Leon.