Wenn Eltern vor Problemen stehen, bei denen sie nicht weiter wissen, suchen sie häufig Rat in Büchern. Der Markt ist voll mit Erziehungsratgebern.
Um Ihnen eine Orientierung zu geben, stellen wir Ihnen die bekanntesten kurz vor.
Steve Biddulph: Das Geheimnis glücklicher Kinder
Hinter diesem idealistisch klingenden Titel verbirgt sich ein Ratgeber, der Eltern helfen will ihre Kinder unterbewusst zu lenken. Nach der Meinung des Familienpsychologen Steve Biddulph brauchen Kinder vier Dinge um glücklich zu werden: Aufgaben, Grenzen, Aufmerksamkeit und Vorbilder. In "Das Geheimnis glücklicher Kinder" werden auch Tipps zu bestimmten Situationen und Problemen, wie Trauer, Wut oder Schüchternheit, gegeben. Und natürlich gibt es noch Ratschläge für glücklichere Eltern.Weitere Bücher von Steve Biddulph:
Rudolf Dreikurs: Kinder fordern uns heraus
Dieser Erziehungsratgeber wird schon seit über 30 Jahren aufgelegt, weshalb man ihn als Klassiker bezeichnen kann. Der Psychologe Rudolf Dreikurs lebte von 1897 – 1972 und war Vertreter der Individualpsychologie.
In Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß? werden 34 Erziehungsprinzipien aufgestellt. Dreikurs geht davon aus, dass Kinder vier soziale Grundbedürfnisse haben (sich geliebt fühlen, fähig und für andere wichtig sein, respektiert und fair behandelt werden, sich sicher fühlen und dadurch Mut haben).
Wenn diese Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden, versucht das Kind seine Ziele mit ungeeigneten Mitteln durchzusetzen. Fehlverhalten sieht Dreikurs als Resultat des nicht genügend erfüllten Grundbedürfnisses. Um dem entgegen zu wirken ist ein ausgewogenes Verhältnis von Ermutigung und Grenzen setzen wichtig.
Ein weiteres Buch von Rudolf Dreikurs:
Carlos Gonzalez: In Liebe wachsen
Carlos Gonzalez bezieht in "In Liebe wachsen: Liebevolle Erziehung für glückliche Familien" bewusst Stellung für das Kind, aber nicht gegen die Eltern. Er zeigt anhand seiner Arbeit als Kinderarzt, dass Kinder im Grunde gut sind und führt ihre positiven Eigenschaften auf.
Traditionelle Erziehungsansätze wie Schlaftraining, Grenzen setzen oder Auszeit lehnt er ab. Die natürlichen Bedürfnisse des Kindes zu erfüllen, hält Gonzalez für die ethische Pflicht der Eltern.
Ein weiteres Buch von Carlos Gonzalez:
Jesper Juul: Das kompetente Kind
Der dänische Familientherapeut Jesper Juul stellt in „Das kompetente Kind“ die These auf, dass Kinder von Geburt an soziale Kompetenz besitzen und nicht erst zu sozialen Wesen erzogen werden müssen. Er steht für eine Gleichberechtigung von Eltern und Kindern in der Erziehung ein und fordert die traditionellen Machtstrukturen in der Familie aufzubrechen.
Kinder sollen nicht mehr als Objekte behandelt werden. Juul plädiert dafür den Kindern schon früh Verantwortung für Bereiche, die sie überschauen können, zu überlassen. Anstatt dass die Eltern den Kindern Grenzen setzen, sollen sie ihre Grenzen wahren, und das möglichst authentisch.
Weitere Bücher von Jesper Juul:
Annette Kast-Zahn: Jedes Kind kann Regeln lernen
Die Diplom-Psychologin Annette Kast-Zahn gibt im Ratgeber Jedes Kind kann Regeln lernen Tipps, wie Eltern Regeln vermitteln und Grenzen setzen können. Er ist für die Zeit vom Baby bis zum Schulkind ausgelegt. Das Buch ist in sechs Kapitel gegliedert, die jeweils am Ende zusammengefasst sind. Es wird dargestellt, welche Regeln für welches Alter angemessen sind und es werden Beispiele gegeben, wie man sie durchsetzen kann. Außerdem werden in einem Kapitel die häufigsten Elternfehler aufgeführt.
Weiter Bücher von Annette Kast-Zahn:
Remo H. Largo: Kinderjahre
Kinderjahre: Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung: Der Untertitel dieses Buches ist verrät schon das Hauptaugenmerk des Autors, die Individualität des Kindes in seiner Entwicklung. Largo ist Kinderarzt mit dem Schwerpunkt Entwicklungspädiatrie und konnte für sein Buch auf seine Erfahrung als Arzt an der Universitäts-Kinderklinik in Zürich zurückgreifen. Er betrachtet die Entwicklung vom Kleinkindalter bis zum Teenager.
Dabei werden in den Kapiteln Themen wie Anlage und Umwelt, Grundbedürfnisse und Bindungsverhalten, Entwicklung und Lernen behandelt. Es wird dabei auch besonders vor dem Förderwahn der Eltern gewarnt.
Weitere Bücher von Remo H. Largo:
Kurt und Karin Kloeters: Elternbriefe 1-12
Die „Elternbriefe“ von Kurt und Karin Kloeters sind kein typischer Erziehungsratgeber. Die Autoren sind keine Experten und die Briefe nicht im Buchhandel erhältlich, sondern können über die Homepage direkt bei den Autoren bestellt werden.
Das Konzept nennt sich auch „Kindererziehung durch Selbsterziehung“ und ruht auf sieben Grundgedanken. Die Autoren verstehen unter Konsequenz, sich konsequent nach der Verfassung des Kindes zu richten. Dafür müssen auch Eltern in einer guten Verfassung sein. Da weder Kinder noch Eltern immer in guter Verfassung sein können, soll nach dem Grundsatz gehandelt werden „Wer leidet mehr?“.
Neben den theoretischen Überlegungen, gibt es für die Eltern auch ein Lernprogramm, denn die Autoren wissen, dass es viele Monate dauert, um sein Verhalten zu ändern.
Weitere Briefe von Kurt und Karin Kloeters:
Nähere Informationen über www.kloetersbriefe.de
Alleinerziehende Eltern
Kinder lachen für Kinderlachen
Impfen
Mit dem Baby unterwegs
Umziehen mit Kindern
Autismus verstehen: Der kleine David ist Autist. Er mag es nicht, wenn jemand laut ist. Noch weniger mag er es, wenn man ihn umarmt. Dafür kann er gut beobachten und spielt lange Stücke am Klavier einfach so aus dem Kopf.
Mithilfe der Therapeutin Mara lernen David und seine Familie einander besser zu verstehen und das gemeinsame Leben erfolgreich zu meistern.
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