Borreliose

Zecken übertragen auch Borreliose

Gegen Borreliose schützt keine Impfung und infizieren kann man sich weltweit und in allen Regionen Deutschlands. Jede dritte Zecke trägt Borrelien-Bakterien in sich; die Gefahr, sich zu infizieren liegt allerdings nur zwischen 1,5 und 6 Prozent.

Das tückische bei einer Infektion mit Borrelien: Sie ist schwer zu diagnostizieren. Zu den ersten Symptomen gehören Rötungen (Wanderröte) und Entzündungen der Haut, geschwollene Lymphknoten, Abgeschlagenheit, anhaltende Müdigkeit und Schwäche, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Muskel- und Nervenschmerzen, geschwollene, schmerzende Gelenke und geschwächter Allgemeinzustand, ähnlich einer Grippe. Alle Symptome, mit Ausnahme der Wanderröte, können jedoch auch bei anderen  Krankheiten auftreten.

Wanderröte ist ein deutliches Zeichen

Sicher zu erkennen ist die Borreliose an der Wanderröte, die Stunden oder Wochen nach dem Stich zu sehen ist und „wandert“. Sie breitet sich zumeist ringförmig an der Bissstelle aus  und kann größer, kleiner, dunkler oder heller werden. Sie zeigt sich jedoch nur bei etwa der Hälfte der Infizierten. Somit kann auch ohne Wanderröte eine Infektion vorliegen.

Eine früh erkannte Borreliose ist mit Antibiotika heilbar. Nachweisen lässt sie sich mit einem Bluttest auf Borrelien-Antikörper. Ein Arztbesuch ist also angeraten, wenn es nach einem Zeckenbiss zu allgemeiner Schwäche, Müdigkeit, Fieber, Schmerzen in den Gelenken oder Kopfschmerzen kommt. Eine Borrelieninfektion erinnert zunächst an eine Grippe und wird daher selten behandelt. Dabei kann eine falsche oder zu späte Diagnose zu Schäden an den Gelenken und den Nervenzellen kommen, die mitunter zu chronischen Schmerzen führen. Andere Spätformen der Borreliose sind Bewegungsstörungen und die chronische Neuroborreliose, bei der Nervenzellen in Rückenmark oder Gehirn aufgrund einer Entzündung geschädigt werden können.

Borreliose bei Kindern

Kinder zeigen häufig schneller Symptome einer Borreliose als Erwachsene. Die Art der Symptome unterscheidet sich jedoch nicht, allerdings zeigt sich bei ihnen oft eine blau-rote, zur Kugel geschwollene Hautveränderung. Werden Kinder frühzeitig behandelt, kann die Borreliose sehr schnell und vollständig geheilt werden. Schäden bleiben nur sehr selten zurück.

Vorbeugen ist der beste Schutz

Auch wenn es warm ist: Bei Ausflügen in die Natur lange Hosen und Pullover sowie feste Schuhe anziehen. Außerdem helle Kleidung, denn darauf sind die Zecken besser zu sehen. Auf freie Hautpartien Insektenabwehrmittel aufgetragen. Nach oder sogar noch während des Ausfluges den Körper sofort nach Zecken absuchen. Sie sitzen gern im Haaransatz, in den Achseln, im Schambereich und in den Kniekehlen. Auch Hunde und Katzen, die sich im Freien aufhalten, absuchen, denn „ihre“ Zecken können auf den Menschen übergehen. Beim Hund sticht die Zecke am liebsten in die Schenkel- und Ellbogenfalte, Ohrränder, Schnauze sowie zwischen die Zehen. Katzen haben zwar auch oft Zecken – besonders an Hals und Kopf – sie werden aber wesentlich seltener als Hunde durch sie mit Krankheitserregern infiziert; bei ihnen sind Borreliose oder FSME sehr selten entdeckt worden.

Zecken entfernen

Die Zecke schnellstens entfernen. Denn: Je länger die Zecke festgesaugt bleibt, desto größer das Infektionsrisiko mit Borreliose. Auf keinen Fall Öl, Nagellack oder Klebstoff auf die Zecke träufeln, denn dann gibt sie Speichel in die Wunde - und mit ihm die Krankheitserreger.

Heidrun Berger

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