Methoden der Rauchentwöhnung

Qualm, verzieh dich!

Inzwischen hat sich überall herumgesprochen, dass Rauchen schwere Folgen für die Gesundheit haben kann. So versuchen viele, das Laster zu beenden, scheitern aber an der Durchsetzung.

Im folgenden Artikel haben wir die gängigsten Methoden zusammengestellt und erklären Ihnen Vor- und Nachteile.

Zuerst kommt der Wille! 

Alle Methoden, die der Raucherentwöhnung dienen sollen, können nur funktionieren, wenn man auch wirklich aufhören will. Man kann die Entzugserscheinungen durch Maßnahmen lindern, aber den Entschluss muss man selber treffen. Darüber hinaus ist eine komplette Umstellung alltäglicher und angelernter Verhaltensweisen notwendig, um das Rauchen dauerhaft aufzugeben.


Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie kann alleine oder ergänzend zu den Methoden zur Reduzierung von Entzugserscheinungen durchgeführt werden. Sie hilft, die typischen Gewohnheiten eines Rauchers, z.B. die Zigarette nach dem Essen, abzustellen. Viele Rückfälle haben ihre Ursache darin, dass man zwar aufhören wollte, aber vergaß, sein Leben auf das Leben eines Nichtrauchers umzustellen.

Am Anfang der Therapie beginnt man deshalb erstmal damit zu erkennen, was diese Verhaltensweisen sind und wo die Situationen lauern, in denen der unbewusste Griff zur Zigarette droht. Dann stellt man sich den Situationen und lernt, sie ohne Zigarette zu bewältigen.

Diese Therapien werden sowohl für Einzelpersonen als auch für Gruppen angeboten und sind besonders für Menschen, die sich ihren Gewohnheiten hingeben, dringend an zu raten. Die Gruppentherapie hat den Vorteil, dass man sich an Gleichgesinnten motivieren kann und mitgezogen wird, wenn schwierige Phasen einen Rückfall provozieren.

Ein weiterer Vorteil des bewussten Wahrnehmens der Verhaltensweisen liegt darin, dass man auch die Gewichtszunahme, den bekanntesten Nebeneffekt des Rauchentzugs eingrenzen kann. Durch Stoffwechselveränderungen und einem erhöhtem Essgenuss durch eine neues Geschmacksempfinden, kommt es bei vielen Ex-Rauchern zu einer Zunahme des Gewichts.

Ein paar Kilo sind in der Regel nicht zu verhindern, aber durch bewusstes Essen kann der große Gewichtsschock vermieden werden. Durch diesen langfristigen Anspruch ist die Verhaltenstherapie die erfolgversprechendste aller Methoden und eignet sich sowohl ergänzend als auch zur separate Entwöhnung.


Nikotinersatz

Eine der bekanntesten Methoden ist die Nutzung von Nikotinersatzstoffen wie Nikotinpflastern oder Nikotinkaugummis. Dabei wird dem Probanden während der Entwöhnungsphase durch schrittweise Reduzierung des Nikotins der Suchtstoff genommen, ohne, dass er während dieser Zeit die anderen in Zigaretten enthaltenen Giftstoffe einatmet.

Da diese Methode nur hilft, um die Entzugserscheinungen zu lindern, aber nicht, um die Gewöhnung an das Rauchen aufzugeben, ist eine zusätzliche Verhaltenstherapie sinnvoll und verspricht langfristig mehr Erfolg.

Bei dieser Methode ist es wichtig, dass man mit dem Rauchen aufhört, da sonst eine Nikotinüberdosierung und somit Vergiftung droht. Da Nikotin ein Giftstoff ist und Krankheiten und Schwangerschaften eine Nutzung eventuell verbieten, sollte man Nikotinersatzstoffe nur unter ärztlicher Aufsicht anwenden.


Akupunktur

Diese, aus der traditionellen chinesischen Medizin kommende Heilmethode hilft, Entzugserscheinungen zu lindern. Dazu werden dem Patienten an signifikanten Punkten, den so genannten Meridianen, Nadeln unter die Haut gestochen, die auf das vegetatives Nervensystem und nach traditioneller Ansicht auf die Energieströme einwirken und beruhigend und suchtlindernd wirken. Meistens werden hierzu Punkte an den Ohren gewählt.

Ähnlich wie bei den Ersatzstoffen wirken die Nadel aber nur kurzfristig, da auch sie nur die Symptome, nicht aber das Verhalten ändern. Deshalb ist langfristiger Erfolg in Kombination mit einer Verhaltenstherapie wahrscheinlicher.


Entspannung/ Hypnose

Methoden der Entspannung, ob durch Meditation oder Hypnose sollen helfen, der Anspannung, die durch die Sucht verursacht wird und den anderen Entzugserscheinungen entgegen zu wirken. Da Raucher die Zigarette als entspannend empfinden, sind andere gesündere Methoden als Ersatz gedacht, um in Drucksituationen nicht mit dem Griff zur nächsten Zigarette zu reagieren. Ob die Wirkung größer ist als der reine Entschluss, ist umstritten.


Medikamentöse Behandlung

Inzwischen gibt es Medikamente, die die Sucht unterdrücken helfen. So ist der Wirkstoff Bupropion, der als Antidepressiva entwickelt wurde, zur Raucherentwöhnung zugelassen. Die Tabletten wirken an den gleichen Rezeptoren, wo auch das Nikotin wirkt und sorgen durch eine Anhebung des Dopaminspiegels für Glücksgefühle, die bei einer normalen Entwöhnung ausbleiben.

Bupropion wirkt allerdings nicht bei jedem und kann auch schwere Nebenwirkungen haben unter anderem werden diverse Selbstmorde mit der Tablette in Verbindung gebracht. Sie ist also nur unter ärztlicher Aufsicht zu benutzen.

Ein anderer Wirkstoff, der zur Raucherentwöhnung genutzt wird, ist Vareniclin. Auch er setzt an den Rezeptoren für das Nikotin an und hemmt einerseits den Effekt des Nikotins und stimuliert andererseits die Rezeptoren, um so die Entzugserscheinung zu hemmen.

Inzwischen gilt das Vareniclin als wirkungsvoller und unproblematischer als Bupropion und verspricht relativ gute Erfolge, besonders in Kombination mit einer Verhaltenstherapie.


Nichtraucherseminare/Gruppentherapien

In diesen Workshops werden die Teilnehmer durch charismatische Kursleiter vom Rauchen befreit. Da die Kurse selber auch keine langfristigen Strategien anbieten, sind die Rückfallquoten relativ hoch.

Die Raucherentwöhnung besteht aus drei Schritten, den Entschluss, die Entwöhnung und der langfristigen Abstinenz. Den Entschluss muss jeder selber treffen, manchmal können Seminare und schlechte Nachrichten vom Arzt der Auslöser sein.

In der Entwöhnungsphase hat man in erster Linie mit den Entzugserscheinungen zu kämpfen. Hier kommen die Ersatztherapien, Medikamente und Entspannungstherapien zur Anwendung. Der langfristige Erfolg aber kann nur mit einer Umstellung der Lebensgewohnheiten erfolgreich sein. Dazu ist eine Verhaltenstherapie immer hilfreich.

Andreas David

Erste Hilfe am Kind per Video-Kurs

Eine der renommiertesten Dienste im Internet für die Vermittlung von Babysittern und Tagesmüttern, hallobabysitter.de, und der Anbieter von Kindernotfallkursen Notfall–ABC arbeiten künftig zusammen.   [mehr...]


Gesundheit

Schlafen wie auf Wolken: Alles Wissenswerte über das Boxspringbett

Ein Boxspringbett ist nicht einfach nur zum Schlafen gemacht. Es ist ein raffiniertes und dekoratives Möbelstück mit erstklassigem Komfort.  [mehr...]


Schlafmangel

Schöne Augen – die besten Tipps

Eine neugegründete Familie erkennt man meist schnell an den müden Augen der Eltern. Gerade in den ersten Monaten kommen ungestörter Schlaf und Ruhe oft zu kurz – und das kann man sehen.  [mehr...]