Hochbegabung ist die angeborene Fähigkeit, herausragende Leistungen zu erbringen. Es handelt sich dabei also um eine Gabe, die einerseits naturgegeben ist, andererseits entwickelt und ausgebildet werden muss, damit sie wirklich zu Höchstleistungen führt.
Wie überall in der Forschung, gibt es auch Kontroversen darüber, was genau unter „herausragenden Leistungen“ zu verstehen ist und wie diese erkannt bzw. gemessen werden. Trotzdem lassen sich grundlegende Arten der (Hoch-)Begabung unterscheiden. Auch gibt es Hinweise darauf, dass und wie hoch sie möglicherweise ist.
Arten der Hochbegabung
Höchstleistungen sind in vielen Bereichen möglich. Folglich gibt es viele Arten der Hochbegabung. Im allgemeinen Sprachgebrauch verbindet man Hochbegabung vor allem mit Intelligenz bzw. mit einem entsprechend hohen Intelligenzquotienten (IQ).
Zwar hat Intelligenz viele Facetten (z.B. sprachliche, mathematische oder naturwissenschaftliche Intelligenz), aber im Allgemeinen gilt: Sie befähigt dazu, neue Situationen und Anforderungen aufgrund von Einsicht und Fantasie zu bewältigen statt durch Wissen und Erfahrung. Selten sind intellektuelle Begabungen auf nur einen Bereich beschränkt (so genannte „Inselbegabungen“). Zumeist zeigt sich die Intelligenz eines Menschen bzw. die damit verbundene Auffassungsgabe, Vorstellungskraft, Merk- und Lernfähigkeit in mehreren Tätigkeitsbereichen. Man spricht dann von „allgemeiner Intelligenz“.
Abgesehen von der intellektuellen Hochbegabung, kann man drei weitere Arten unterscheiden: die künstlerische, die psychomotorische und die soziale Hochbegabung. Künstlerische Hochbegabungen sind oft schon sehr früh erkennbar, besonders im Bereich von Musik und Malerei. Mit psychomotorischer Hochbegabung ist eine besondere körperliche Geschicklichkeit gemeint, wie sie beim Sport, beim Tanzen oder beim Basteln zu beobachten ist. Sozial hochbegabt ist man, wenn man über ein außerordentliches Maß an Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit und Hilfsbereitschaft verfügt, aber auch über die Fähigkeit, Menschen zu leiten und anzuleiten.
Mitunter verbinden sich auch verschiedene Formen der Hochbegabung, was dann in bestimmten Berufszweigen von großem Vorteil ist – so z.B. an der Universität, wo fachliche und soziale/pädagogische Kompetenzen gleichermaßen gefordert sind.
Mehr zum Thema im Web:
Ratsuchende Eltern finden unter www.genius-hochbegabung.de einen Ratgeber zur Hochbegabung für das deutschsprachige Europa mit
profilierten Fachleuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
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