Mit der Familie ins Ausland

Globale Nomaden

Doris Traudt kann beide Frauen gut verstehen. Hat sie doch beide Situationen am eigenen Leib erlebt, das Rausgehen in ein fremdes Land, in eine andere Kultur, und das Zurückkehren nach Deutschland.

Fünf Jahre lang lebte sie mit ihrer Familie in Südafrika, ihr Mann, Journalist, als Auslandskorrespondent, sie selbst als sogenannte „mitreisende Ehefrau“. Sohn Moritz, in München geboren, war 9 Jahre alt gewesen, als sie nach Johannesburg zogen, und 14 Jahre alt, als sie wieder nach Deutschland gingen, in das ihnen unbekannte Karlsruhe.

Vor dem Abenteuer Afrika hatte sie bei verschiedenen Firmen gearbeitet, im Konfliktmanagement, im Change- und Krisenmanagement, zuletzt bei einer Unternehmensberatung. 
In Südafrika dann: keine Arbeitserlaubnis, sondern lediglich eine Weiterbildung als Business Coach. 

Nach Deutschland zurückgekehrt ist sie mittlerweile zertifizierter Business Coach (IHK Karlsruhe) und kümmert sich um hochmobile Familien weltweit.

Sie weiß: Immer mehr Menschen bekommen das Angebot, beruflich ins Ausland zu gehen. Und etwa 85 Prozent der sogenannten „Expatriates“ werden von ihren Partnern begleitet. Sie sind die globalen Nomaden, auf der Suche nach einem neuen Zuhause, selbst wenn es nur für ein paar Jahre ist, oder nach der alten Heimat, die sie verlassen hatten.

„Erst wenn alle sagen können, 'I am home', sind mobile Familien angekommen, egal wo sie sich befinden“, sagt die 51-jährige, die sich selbst als „Managerin einer hochmobilen Familie“ bezeichnet.

Doris Traudt (www.iamhome.de)