
Irgendwann wünschen sich fast alle Kinder nichts sehnlicher als ein Haustier. Der Kontakt zu Tieren bereitet ihnen viel Freude und fördert sie, doch vor der Anschaffung des neuen Mitbewohners gibt es viel zu klären.
Die Haltung eines Haustieres wirkt sich im Allgemeinen positiv auf die Entwicklung von Kindern aus. Sie haben einen ganz anderen Spielkameraden, sind weniger allein und aktiver. Ganz nebenbei lernen sie auf die Bedürfnisse des Tieres einzugehen, übernehmen Verantwortung und erweitern dabei auch noch ihre soziale Kompetenz.
Doch die andere Seite der Medaille sieht leider häufig so aus: Nach der ersten Euphorie über den geliebten neuen Mitbewohner wird das Gassi gehen verschoben oder abgekürzt, der Kaninchenkäfig stinkt durch die ganze Wohnung oder Meerschwein Tobi hockt nur noch einsam und apathisch im Käfig. Im schlimmsten Fall kommt es irgendwann zu verzweifelten Anzeigen beim Tierarzt oder im Internet: Wir suchen für unsere fünf-jährige Katze Karla ein liebevolles neues Herrchen oder Frauchen, das viel Zeit, Geduld und Liebe hat.
Damit es nicht so weit kommen muss, sollten Tiere nicht unüberlegt als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke eingeplant werden. Vor der Anschaffung eines Haustiers sollte die Familie gemeinsam einige Punkte besprechen und planen.
Was gibt es vor der Anschaffung eines Tieres zu bedenken?
Ab wann kann ein Kind für sein Haustier sorgen?
Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten und hängt auch vom Charakter und der Entwicklung des Kindes ab. Ein Kindergartenkind sollten Sie auf jeden Fall noch viel bei der Verpflegung des Tiers unterstützen. Lassen Sie es aber auch schon früh Pflichten übernehmen, damit Ihr Kind von Anfang an liebevoll und pflichtbewusst mit dem Tier umgeht. Wenn Ihr Kind noch zu klein ist, um den Käfig sauberzumachen, kann es dabei zusehen oder den Müll mit dem Tierstreu herunterbringen.
Das Verantwortungsbewusstsein des Kindes wächst mit der Zeit. Ab einem Alter von acht Jahren sind Kinder im Allgemeinen in der Lage, die meisten Arbeiten selbst zu übernehmen und ab 14 Jahren können sie die Verantwortung allein tragen. Trotzdem sollten Sie die Fütterung, den Wechsel des Wassers und den Auslauf immer überprüfen, weil die Hauptverantwortung doch immer die Eltern tragen.
Wenn Ihr Kind in der Versorgung nachlässig wird, müssen Sie konsequent bleiben und Ihr Kind an seine Verantwortung erinnern. Richten Sie Regeln ein, nach denen sich Ihre Kinder zu richten haben. Das kann ein fester Tag in der Woche sein, an dem der gesamte Käfig gereinigt wird oder die Reglung, dass täglich vor dem Abendessen Gassi gegangen wird.
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