Schwangerschafts-ABC

Schwangerschaftsbeschwerden


Durch die Umstellungen im Körper, vor allem bei den Hormonen, kommt es zu einer Reihe von Beschwerden, die frau während der Schwangerschaft beeinträchtigen können. Womit muss man genau rechnen? Und was kann man dagegen tun, ohne dem Kind zu schaden?


    Der Magen

    Die (morgendliche) Übelkeit wird häufig von einem Schwangerschaftsanzeichen zu einer -beschwerde. Insbesondere während der ersten drei Schwangerschaftsmonate. Es ist ratsam, morgens ein kleines Frühstück bestehend aus Vollkornbrot oder Müsli und Tee im Bett einzunehmen. Bei länger anhaltender starker Übelkeit und Erbrechen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

    Trinken Sie genug, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Später kann Sodbrennen dazu kommen, da die Gebärmutter auf den Magen drückt und so der Magensaft in die Speiseröhre steigt. Verzichten Sie auf den Magen reizende scharfe und fettige Speisen und Kaffee. Mandeln kauen oder rohe, geriebene Kartoffeln sollen helfen.


    Arme, Hände, Beine, Füße

    Durch Magnesium- und Calciummangel kann es wiederholt zu Wadenkrämpfen kommen, besonders während der Nacht. Gehen Sie dann ein paar Schritte oder versuchen Sie den Krampf durch Strecken des Beines zu lösen. Um den Magnesiummangel auszugleichen, greifen Sie zu Nahrungsmitteln wie Bananen, Sojabohnen oder Cashewnüssen. Vorbeugend gegen Wadenkrämpfe wirken auch Wechselduschen vor dem zu Bett gehen.

    Während der Schwangerschaft lagert der Körper vermehrt Wasser ein, dieses kann zu geschwollenen Beinen, Füßen oder Händen führen. Legen Sie Ihre Beine so oft wie möglich hoch. Brennnesseltee kann auch beruhigend wirken. Doch für eine Entwässerungskur wie einen Reistag oder extrem salzarmes Essen ist jetzt nicht die richtige Zeit. Wenn Sie neben den Ödemen auch noch einen erhöhten Blutdruck haben und sich Eiweiss in Ihrem Urin findet, besteht die Gefahr einer Gestose. Sprechen Sie darüber also auf jeden Fall mit Ihrem Arzt.


    Darm, Blase, Nieren

    Eine sehr unangenehme Nebenwirkung der Schwangerschaft ist die Verstopfung. Sie rührt von einer Veränderung der Darmtätigkeit her. Leider gehören auch Hämorrhoiden häufig zur Schwangerschaft dazu. Trinken Sie viel und achten Sie auf eine ausgewogene, vollwertige Ernährung. Natürliche Abführmittel wie Backpflaumen können Erleichterung verschaffen. Nehmen Sie aber keine Medikamente, die Sie nicht mit Ihrem Arzt abgesprochen haben.

    Am Anfang sind es die Hormone, später die Gebärmutter die auf die Blase drückt. In der Schwangerschaft hat jede Frau mit erhöhtem Harndrang zu tun. Trotzdem dürfen Sie sich nicht dazu verleiten lassen, weniger zu trinken. Dadurch würden Sie nur das Risiko einer Blasenentzündung oder sogar Nierenbecken-Entzündung steigern.


    Alles zusammen = Müdigkeit und Erschöpfung

    Viele der Schwangerschaftsbeschwerden führen zu Schlafproblemen. Ausserdem kommt gegen Ende der Schwangerschaft noch der Dicke Bauch hinzu, der es schwer macht, eine bequeme Position zu finden. Durch den mangelnden Schlaf und die erhöhte Belastung durch die Schwangerschaft stellt sich schneller Müdigkeit ein, der die werdende Mutter aber ruhig mal nach geben kann.

    Tabea Lück

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