Babys erste Jahre: 19. Monat

Lebendig und rastlos

Dauernd auf Achse und ohne jegliche Rast. So scheinen Kinder im 19. Monat zu sein. Die Welt wird von Tag zu Tag interessanter für die Kleinen. Dabei sind Mutti und Papi oft nicht sehr wichtig für die Entdecker. Das Kind scheint sich teilweise sogar von den Eltern abzuwenden. Protest wie „Alleine!“ oder „Nein!“ sind da zu hören.

Aber keine Sorge, Ihr Baby ist Ihnen nicht böse gesinnt. Es muss nur die Welt auf seine ganz eigene Art erfahren und erleben. Sie sind noch immer Babys geliebter und sicherer Heimathafen nach den zahlreichen und abenteuerlichen Erlebnissen.

So ist ihr Baby jetzt:

Ihr Kind hat jetzt zwar noch volle rote Bäckchen, etwas vom übrigen Babyspeck hat es aber schon abgelegt. Ihnen ist vielleicht schon aufgefallen, dass ihr Kind nun schlanker und auch schon etwas muskulöser geworden ist. Bald wird keine Spur mehr von Pölsterchen und Fettreserven zu sehen sein. Das ist auch vollkommen in Ordnung so, immerhin sind Babys im 19. Monat ständig auf Achse – sie krabbeln und laufen den ganzen Tag umher, um Ihre Welt zu entdecken. Ein ganztägiges Fitnessprogramm sozusagen, das Babys Muskeln formt und Rundungen schmelzen lässt.

Im zweiten Lebensjahr nehmen Kinder auch nicht mehr so schell zu, es ist am zweiten Geburtstag höchstens 2,5 Kilo schwerer als ein Jahr zuvor. Seien Sie also nicht beunruhigt, wenn Ihr Kind eine Weile nicht an Gewicht zunimmt.

Sich selbst erfahren

Wir haben ja schon bemerkt, dass das körperliche Wachstum unseres Babys erstmal Pause macht. Die aktuelle „Baustelle“ ist die geistige und emotionale Entwicklung. Hier macht Ihr Kind nun rasend schnell Fortschritte. Machen Sie den Spiegeltest mit Ihrem Kind, anhand dessen sich zeigen wird, dass sich das Kleine nun erstmalig selbst erkennen kann.

Am einfachsten ist es, Ihrem Kind einen Klecks Creme auf die Nase zu tupfen. Ist Ihr Baby schon so weit, sich selbst im Spiegel zu erkennen, so wird es sich ans eigne Gesicht fassen, um die Creme zu verwischen. Eine riesiger Entwicklungsschritt, hatte das Baby bei der Geburt ja noch keinen Begriff von sich selbst – nun kann Ihr Kind differenzieren: Das bin ich und das ist mein Spiegelbild.

Ein anderes Zeichen dafür, dass Ihr Kind sich nun erstmalig selbst erfährt, ist wenn es sich beim eigenen Namen nennt. Babysätze wie „Elena Hunger“ oder „Daniel alleine“ signalisieren, dass sich Ihr Kind seiner eigenen Persönlichkeit langsam bewusst wird.

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Der Kinderarzt Remo H. Largo will bei Eltern und Erziehern Verständnis für die biologischen Gegebenheiten wecken und für die Vielfalt kindlichen Verhaltens.

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