Babys erste Jahre: 14. Monat

Undankbares Baby?

Ihr Baby ist nun in ständiger Bewegung. Zwar noch etwas wackelig auf den Beinen, aber zumindest krabbelnd erforscht es die gesamte nähere Umgebung. Sie als Elternteil kommen da manchmal ganz schön ins Schwitzen.

Außerdem stellen Sie in letzter Zeit fest, dass Ihr Kind Ihnen gegenüber immer desinteressierter wirkt. Dass dieses Verhalten keine persönlichen Hintergründe birgt, sondern eine normale Entwicklung darstellt, lesen Sie hier.Nur noch eine Hilfskraft für Ihr Baby?

Ihr Baby hält Sie ganz schön auf Trab. Kaum haben Sie es davor gerettet, sich die Finger zwischen Tür und Türstock zu klemmen, macht es sich schon wieder auf neue Abenteuersuche. Rund um die Uhr tigern Sie dem Baby nach, aus Sorge, es könnte sich bei seinen oft gefährlichen Entdeckungsreisen wehtun. Keine Arbeit bringen Sie dabei zu Ende, keinen Gedanken können Sie fertig denken, Ihr Kind beansprucht Sie voll und ganz.

Dabei scheint Ihrem Baby Ihre Fürsorge völlig egal zu sein. Kaum haben Sie einen Schmerz weggepustet, ist Ihr Kind schon wieder auf und davon. Es scheint so, als ob Ihr Baby sie kaum noch braucht. Der Schein trügt jedoch, Ihr Kind braucht Sie noch genauso sehr, wie zu Säuglingszeiten.

Die Art und Weise ist jetzt jedoch eine ganz andere. Ihr Kind scheint Sie kaum noch zu beachten, aber es ist Ihre bloße Anwesenheit, die es benötigt um sich bei seinen Abenteuern sicher und geborgen zu fühlen. Es spürt Ihre Anwesenheit. Vielleicht ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass das Kind sofort angekrabbelt kommt und um Aufmerksamkeit ringt, wenn Sie sich auf etwas anders, als das Baby konzentrieren wollen.

So lange Ihr Baby sich sicher fühlt, kann es dem Drang „Auf in die große weite Welt und weg von den Eltern“ folgen. Denken Sie nicht, Sie hätten ein undankbares Kind. Dieser Entwicklungsschritt ist ein ganz natürlicher. Die Abnabelung Ihres Kindes erfolgt eben nicht erst im Pubertätsalter. Nein, auch als Einjähriger will ein Kind die Welt auf eigene Faust erkunden.

Fühlen Sie sich nicht zurückgestellt oder gar unnütz. Das sind Sie bei weitem noch nicht. Und Sie erkennen dies auch anhand vieler Situationen: Entdeckt das Baby etwas, was ihm fremd ist und es verwirrt, so kommt es ganz schnell wieder in Mamas Schoß.


Der Knochenwachstum Ihres Babys


Erstaunlich, wie schnell Ihr Kind wächst. Sie können ihm förmlich dabei zusehen. Noch erstaunlicher dabei ist, was sich in den Knochen Ihres Babys tut. Neben dem enorm schnellen Wachstum der Knochen Ihres Kindes, ändert sich auch die Beschaffenheit und die Knochenstruktur.

Kurze Knochen zum Beispiel legen Schicht für Schicht an Dicke zu, bis sie ihre nötige Härte erreicht haben. Die langen Knochen, wie etwa die Oberschenkel- oder Oberarmknochen wachsen an den Enden. Auch die platten Knochen im Kopf wachsen in die Länge, das haben Sie vielleicht schon selbst bei Ihrem Kind beobachtet. Die Fontanelle, auch Wachstumsfuge genannt, am Kopf des Babys hat sich bereits bald nach der Geburt geschlossen.

Wussten Sie, dass Ihr Baby mehr Einzelknochen besitzt, als Sie als Erwachsener? Der Grund: Die Knochen von Babys und Kindern verwachsen erst im Laufe der Zeit miteinander. Der Knochenwachstum Ihres Babys ist also noch in vollem Gange. Erst mit 16 bis 18 Jahren hört ein Mensch auf zu wachsen. Darum ist es in der Kindheit besonders wichtig, den Knochenaufbau durch gesunde Ernährung zu fördern. Milch- produkte liefern dazu den besten Knochenaufbaustoff – Calcium.

Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind ausreichend Milch und Milch- produkte zu sich nimmt. Verträgt Ihr Kind keine Milchprodukte, oder verachtet es sie schlicht, so ziehen Sie Ihren Arzt zu Rate, wie man die Calciumversorgung auf anderer Weise sichern kann.

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