Osteoporose

Die unterschätzte Volkskrankheit

Osteoporose ist laut WHO die meist unterschätzte Krankheit der heutigen Zeit. Geschätzte 8-10 Millionen Menschen sind in Deutschland betroffen. Vorsorgeuntersuchungen und eine gezielte Behandlung sind daher äußerst wichtig.

Knochen – die Kalziumspeicher unseres Körpers. Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung sind Knochen keine starren, leblosen Gebilde, sondern lebendige Organe mit eigenem Stoffwechsel. Die Knochenmasse wird ständig umgebaut und den wechselnden Belastungsanforderungen angepasst.

Durch zunehmendes Alter und andere Risikofaktoren bedingt, nimmt die Knochendichte im Laufe des Lebens ab, was eine Osteoporose zur Folge haben kann.

Was ist Osteoporose?

Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, gehört laut WHO zu den häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparats. Bedingt durch eine Stoffwechselerkrankung des Knochens kommt es zu einem erhöhter Abbau der Knochenmasse. Dabei wird die Feinstruktur des Knochens zunehmend zerstört, so dass eine erhöhte Knochenbrüchigkeit auftritt. Osteoporose verläuft meist über Jahrzehnte symptomlos, weswegen sie auch als schleichende Krankheit bezeichnet wird.

Die durch Osteoporose verursachten Knochenbrüche treten meist spontan ohne äußere Einwirkungen auf, beispielsweise durch das Heben schwerer Gegenstände. Typische Frakturen sind der Unterarm-, der Wirbelkörper- und der Oberschenkelhalsbruch, jedoch sind auch alle anderen Knochen von der erhöhten Frakturanfälligkeit betroffen.

Präklinische und manifeste Osteoporose

Bei der Osteoporose unterscheidet man zwischen der präklinischen und der manifesten. Sind noch keine osteoporotischen Brüche aufgetreten und ist der Knochenschwund nur mittels Knochendichtemessung erkannt worden, spricht man von einer präklinischen Osteoporose. Diese ist mit einem erhöhten Knochenbruchrisiko verbunden.

Liegen allerdings schon Frakturen als Folge der verringerten Knochendichte vor, handelt es sich um eine manifeste Osteoporose. Im Gegensatz zur präklinischen hat diese eine echte Krankheitswertigkeit und muss dringend behandelt werden, wohingegen bei der präklinischen Osteoporose in der Regel Vorsorgemaßnahmen ausreichen.


Wie kann man vorbeugen?

Da die fortgeschrittene Osteoporose nicht wirklich heilbar ist, spielen die Früherkennung und die rechtzeitige Vorsorge eine wichtige Rolle. Durch eine gesunde Lebensführung kann der Osteoporose vorgebeugt werden. Dazu zählt vor allem eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D sowie mit anderern wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen.

Auch sind ein gemäßigter Nikotin- und Alkoholkonsum sowie außreichende körperliche Aktivität wichtig, um das Osteoporoserisiko zu mindern.

Krystel Klinkert

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