Stunde der Wintervögel

Vom 8. bis 10. Januar 2016 Vögel im Garten zählen

Neben diesen Vögeln, die nicht nach Süden zeihen, sondern das ganze Jahr über bei uns bleiben, werden sie aber sicher auch Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten zu uns kommen, wie zum Beispiel Rotdrosseln und Seidenschwänze.

Bei der Zählaktion  – initiiert vom Nabu – im vergangenen Jahr wurden durchschnittlich 39 Vögel pro Garten beobachtet. Am häufigsten wurde der Haussperling gesichtet. Den zweiten Platz belegte die Kohlmeise, den dritten der Feldsperling, gefolgt von Blaumeise, Amsel, Grünfink und Buchfink. Insgesamt wurden 161 verschiedene Vogelarten gemeldet. Je mehr Naturfreunde an der „Stunde der Wintervögel“ teilnehmen, desto wertvoller werden die Ergebnisse. Eine besondere Qualifikation ist nicht nötig. Wer sich bei den Vogelarten nicht so gut auskennt, kann sich sie sich auf der Internetseite des NABU anschauen.

So funktioniert die „Stunde der Wintervögel“

Man sucht sich einen Platz, von dem aus man gut beobachten kann, also, wenn möglich, im Trockenen und vor Wind und Kälte geschützt. Dann schreibt man auf, wie viele Vögel von welcher Art man innerhalb einer Stunde gesehen hat. Dafür kann man eine Zählhilfe benutzen, die man sich unter auf der Internetseite des Nabu ausdrucken kann.

Am einfachsten und schnellsten geht es, wenn man seine Ergebnisse in ein Online-Meldeformular einträgt. Meldeschluss ist der 18. Januar. Wer den Postweg nutzen möchte, trennt von einem Teilnahmeflyer den Meldebogen ab, frankiert ihn und sendet ihn bis zum 18. Januar 2016 an den NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin. Auch telefonisch kann man seine Beobachtungen melden. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800/115 71 15 werden die Daten am 9. und 10. Januar von 10 bis 18 Uhr entgegen genommen. 

Der Stieglitz: Vogel des Jahres 2016

Der Stieglitz gehört zu den buntesten und beliebtesten Singvögeln in Europa. Doch der Mensch raubt ihm die Nahrungs- und Lebensgrundlagen, in dem er landwirtschaftliche Brachflächen bewirtschaftet oder versiegelt. Die Bewirtschaftung von Ackerrändern und die Asphaltierung von Feldwegen verdrängen zudem Wildstauden und andere Nahrungspflanzen der Stieglitze. Deshalb siedeln sie sich zunehmend in städtische Gärten, Parks oder auf Industriebrachen an. Doch auch dort sind ihre Lebensgrundlagen bedroht, denn wilde Pflanze an Wegrändern, in öffentlichen Grünanlagen, privaten Gärten oder auf Sportplätzen wird entfernt, häufig sogar mit Unkrautvernichtungsmittel. Und somit hat der Vogel des Jahres 2016 immer weniger zu fressen.

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