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Alle 13 Minuten muss ein Kind aus seiner Familie genommen werden

Die 13 auf der Kapitänsbinde bleibt im Kopf der Zuschauer, als der Slogan der Kampagne am Ende aufleuchtet – #alle13minuten. Nach dem Video bleibt der Zuschauer mit einem sehr gemischten Gefühl zurück. Einerseits freut es, dass sich ein solch bekannter Fußballstar von Borussia Dortmund wie Marco Reus für eine Aktion wie die von SOS-Kinderdorf einsetzt, andererseits entstehen Bilder im Kopf. Unter welchen Umständen muss ein Kind leben, dass es aus seiner Familie geholt wird? Wie kann es sein, dass alle 13 Minuten ein Kind aus einer Familie genommen wird, die in einem solch wohlhabenden Land wie Deutschland lebt?

 

Fragen, deren Antworten schauriger sind als die Fragen selbst. Das weiß auch Marco Reus, der im Video auffordernd, energisch sowie ergreifend darüber spricht, dass er für seine Tochter nur das Beste will. Ihr Leben soll in positiven Bahnen verlaufen, behütet, beschützt und glücklich.

Eben dieser Wunsch, den die meisten Eltern für ihre Kinder hegen, ist leider nicht in allen Familien präsent. Daher kommt es immer wieder zur Kindeswohlgefährdung, die sich in unterschiedlichsten Facetten ausdrücken kann. Kindeswohlgefährdung kann aktiv oder passiv geschehen. Bei einer aktiven Gefährdung geht die Gefahr von den Handlungen der Eltern aus. Sie üben Gewalt in psychischer oder physischer Form aus, missbrauchen und misshandeln die Kinder. Ebenso kann verbale Gewalt in Form von Beleidigungen, Erniedrigungen sowie einem einschüchternden Befehlston massive Auswirkungen auf die kindliche Psyche haben. In passiver Form vernachlässigen die Eltern das Kind so stark, dass Kinder sich später nicht mehr in unsere Gesellschaft integrieren können. Es gibt auch Fälle, in denen Kinder an Depressionen leiden, da ihnen die Liebe und Zuneigung, sowie die Aufmerksamkeit ihrer Eltern fehlen.

Jede Spende, welche an die Aktion „#alle 13 Minuten“ von SOS-Kinderdorf geht, wird in deren präventive sowie ambulante Hilfen investiert. So können Eltern, die erkennen, dass sie mit ihrer Verantwortung überfordert sind, gefördert werden. Ebenso erfahren betroffene Kinder, was es heißt, ein behütetes Leben zu führen – sei es in einer Pflegefamilie, einem Heim oder anderen Einrichtungen.

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