Geld sparen

Mit diesen einfachen Tipps bleibt mehr Geld übrig

Als junge Familie steht man vor vielen neuen Herausforderungen, die den Alltag, wie man ihn bisher gewohnt war, völlig auf den Kopf stellen. Das gilt auch für die monatlichen Ausgaben. Eltern mit einem oder mehreren Kindern müssen ihre Finanzen gut im Auge behalten, um Engpässe zu vermeiden.

Unsere Spartipps lassen sich ganz einfach in den Familienalltag integrieren, ohne diesen groß zu verändern.

Haushaltsbuch: Sich einen Überblick verschaffen

Oft weiß man gar nicht, warum schon in der Monatsmitte ein Großteil des Budgets aufgebraucht ist und wofür man das ganze Geld ausgegeben hat. Aus diesem Grund ist es schwer herauszufinden, für welche Posten man am meisten Geld ausgibt und wo man einiges einsparen kann.

Abhilfe schafft ein Haushaltsbuch, in dem sämtliche Einnahmen und Ausgaben des Haushalts erfasst und dokumentiert werden. Spätestens dann, wenn das erste Kind auf der Welt ist, sollten Paare damit beginnen, ein solches Haushaltsbuch zu führen. So ist auf einen Blick erkennbar, wie viel Geld pro Monat wofür ausgegeben wird und welche Ausgaben sich reduzieren lassen.

In einem nächsten Schritt ist zu überlegen, wie man das umsetzen kann. Die folgenden Fragen helfen dabei:

  • Welche Ausgaben sind überflüssig?
  • Welche günstigeren Alternativen gibt es?
  • Worauf kann man komplett verzichten?

Außerdem sollten Ausgaben, die nicht zwingend notwendig sind, immer gut überlegt sein. Da hilft es, Dinge bewusst, anstatt nach Lust und Laune einzukaufen und sich zu fragen, was man davon stattdessen kaufen könnte, was vielleicht sinnvoller ist.

Kindersachen: Gebraucht statt neu

Gerade in den ersten Monaten wachsen Kinder unheimlich schnell, danach kommt es immer wieder zu kleineren oder größeren Wachstumsschüben. Das bedeutet auch, dass sich die Kleider- und Schuhgrößen innerhalb kurzer Zeit ändern und dementsprechend ständig neue Sachen angeschafft werden müssen. Das wiederum geht ziemlich ins Geld. Es sei denn, man spart an der richtigen Stelle.

Viel Sparpotenzial bietet Kinderkleidung. Da Babys und Kinder schnell aus ihren Sachen herauswachsen, sind viele Kleidungsstücke noch kaum getragen, wenn sie nicht mehr passen. Für die kurze Zeit, in der die Sachen passen, reicht Gebrauchtes vollkommen aus.


So kommt man an gebrauchte Kleidung, aber auch Spielzeug und viele andere Kindersachen:

  • Sachen leihen: Bei Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn oder auf speziellen Internetseiten können Eltern alle möglichen Sachen rund ums Kind ausleihen.
  • Second-Hand-Ware kaufen: In Second-Hand-Läden, im Freundes- und Bekanntenkreis, auf dem Flohmarkt, über Flohmarkt-Plattformen im Internet oder Gruppen in den sozialen Netzwerken bekommt man viele gebrauchte Dinge in gutem Zustand.
  • Tauschbörsen nutzen: Es gibt einige Internetseiten und –gruppen, aber auch regionale Aktivitäten und Aktionen, um gebrauchte Sachen gegen andere zu tauschen.

All diese Möglichkeiten kann man natürlich auch dafür nutzen, um gebrauchte Kleidung, Spielwaren und Möbel zu verkaufen und damit die Haushaltskasse wieder etwas aufzustocken.

Dagegen sollten Eltern Schuhe für den Nachwuchs nur in Ausnahmefällen gebraucht und ansonsten neu kaufen. Ein Schuh muss richtig sitzen, denn sonst sorgt er für Schäden am Fuß anstatt ihn beim Gehen und Laufen zu unterstützen. Jeder belastet den Fuß anders. Wenn ein Kind seine Schuhe also bereits länger getragen hat und der Absatzbereich abgetragen ist, ist es nicht gut, die Schuhe an ein anderes Kind weiterzugeben. Nur, wenn die Schuhe noch in gutem Zustand sind und richtig passen, sind auch gebrauchte Schuhe sinnvoll.

Kredite: Umschulden spart Geld

Ob für ein neues Auto, einen größeren Urlaub oder ein eigenes Haus – heutzutage werden für ganz verschiedene Dinge Kredite aufgenommen. Da kann es schnell passieren, dass es plötzlich zwei Kredite abzuzahlen gilt, wenn ein paar zusammenzieht oder heiratet. Schnell kommt eine stolze Kreditsumme zusammen, die sich bei verschiedenen Banken angesammelt hat, und die monatlichen Ratenzahlungen belasten zunehmend die Konten. Bevor es dadurch zu Zahlungsschwierigkeiten kommt, sollte man sich Gedanken um eine Umschuldung machen.

Das kann bedeuten, dass aus mehreren Einzelkrediten bei verschiedenen Banken ein einziger Kredit mit einer geringeren Ratenzahlung wird. So verliert man pro Monat weniger Geld und hat noch dazu einen besseren Überblick. Eine Umschuldung lohnt sich auch dann, wenn der bestehende Kredit ausläuft oder nicht länger zu den bisherigen Konditionen fortgeführt werden kann. Über die Anschlussfinanzierung kann man eine Umschuldung vornehmen – entweder beim aktuellen oder einem anderen Bankinstitut.

Wie lange es dauert, bis die Umschuldung erfolgt ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen hängt es vom Kreditanbieter ab, wie lange er für die Bearbeitung braucht und wann die Auszahlung der Kreditsumme stattfindet. Zum anderen auch davon, wie es um die wirtschaftliche Situation der Antragsteller bestellt ist. Außerdem braucht es mehr Zeit bei hohen Kreditsummen, da die Kreditanbieter umso gründlicher prüfen müssen, ob die Voraussetzungen des Antragstellers erfüllt sind. Grundsätzlich geht es aber schneller, je eher man die nötigen Kreditunterlagen zusammengesammelt hat.

Weitere Pluspunkte der Umschuldung: Als Paar kann man selbst festlegen, von welchem Konto die monatlichen Kreditraten abgebucht und auf welches die Kreditsumme ausgezahlt werden sollen. Auch das bringt finanzielle Vorteile. Generell sollte man eine Umschuldung nicht überstürzt angehen – auch wenn die Zeit drängen mag. Je höher die Summe, desto gründlicher sollte die Recherche ausfallen, bis der passende Kreditanbieter gefunden ist.

Haushalt: Sparen beim Kochen und Waschen

Auch viele Haushaltsarbeiten, die mehrmals in der Woche oder sogar täglich auf dem Programm stehen, bieten ein großes Sparpotenzial. Dazu gehören das Kochen und Waschen.

Beim Kochen lassen sich 20 Prozent Energie einsparen, wenn man die Töpfe mit dem passenden Deckel schließt, anstatt sie offen zu lassen. Nochmal 20 Prozent können gespart werden, wenn die Herdplatte dem Topfumfang entspricht. Das ist die Menge an Energie, die ungenutzt entweicht, wenn die Herdplatte nur einen Zentimeter größer ist als der Topfumfang.

Damit es nicht mehr so lange dauert, bis das Wasser für die Nudeln kocht, kann man das Wasser im Wasserkocher erhitzen und es dann in den Topf füllen. Mit dieser Methode ist nicht nur das Essen schneller fertig, sie spart auch noch bis zu 40 Prozent des Stroms, der sonst dafür verbraucht wird.

Durch Großpackungen und plötzlich gar nicht mehr hungrige Kinder fallen häufig Essensreste an, die sich im Kühlschrank sammeln. Statt sie unnötig wegzuwerfen, sollte man kreativ werden und die Reste weiterverwenden. Notfalls tut es auch ein zusammengewürfeltes Mittagessen aus Resten. Sind Sahne, Salatdressing, Zitronensaft oder ähnlich übrig, kann man sie einfrieren und bei Bedarf verbrauchen.

Beim Waschen lässt sich auch ordentlich Wasser und Energie sparen, wenn die Waschmaschine möglichst voll ausgelastet ist und zudem die Waschtemperatur nicht über 60 Grad liegt. Eine vierköpfige Familie spart damit bis zu 200 Euro im Jahr. Was außerdem Energie und Kosten spart: die Wäsche in der Waschmaschine schleudern lassen und nur das Nötigste in den Trockner tun, denn Trockner verbrauchen eine Menge Strom.

Bei leichter Verschmutzung werden die Sachen in der Waschmaschine auch mit weniger Waschmittel sauber als angegeben. Gleiches gilt für die Spülmaschine. Weniger Waschmittel und halbierte Tabs sparen im Jahr bis zu 40 Euro ein.

Urlaub: Günstiger durch die Ferien

Mit den Kindern in Urlaub zu fahren, kann schnell zu einer teuren Angelegenheit werden – nicht aber mit den richtigen Spartipps. Wenn man weiß, wie es geht, kann man auch beim Sommerurlaub viel einsparen.

Es ist immer lohnenswert, sich beim Buchen des Urlaubs Rabatte zu sichern. Die gibt es für Frühbucher und Last-Minute-Reisende. Außerdem sollte man immer die Angebote verschiedener Reiseveranstalter vergleichen. Hier ergeben sich oft erhebliche Preisunterschiede von bis zu 500 Euro für die gleiche Reise.

Solange die Kinder noch nicht in die Schule gehen, sollte man möglichst nicht in der Feriensaison in Urlaub fahren. Das spart bis zu 20 Prozent der Kosten ein. Wer dagegen auf die Schulferien angewiesen ist, sollte überlegen, ob sich ein Flughafenwechsel lohnt. Denn dort, wo Ferien sind, sind die Flüge um 20 Prozent teurer. Unter Umständen kann es daher sinnvoll sein, von einem anderen Bundesland aus abzufliegen, in dem gerade keine Ferien sind.

Verwandte Artikel

Begin typing your search term above and press enter to search. Press ESC to cancel.

Zurück nach oben