Osterhase und Gottesdienst

Kindern die christliche Botschaft des Osterfestes vermitteln

Viele Eltern halten gerne an dem Mythos fest, dass der Osterhase an Ostern die Eier versteckt. Und stehen vor der Frage, wie sie ihren Kindern trotzdem die christliche Botschaft des Festes vermitteln können.

Ostern ist die Zeit, in der die Kinder dem Besuch des Osterhasen entgegenfiebern – und natürlich seinen Geschenken. Im Vorfeld werden Eier bemalt, Fenster mit Basteleien dekoriert und Leckereien gebacken. Einige Familien besuchen am Ostersonntag den Gottesdienst – und stehen vor der Frage: Wie kann ich meinen Kindern vom Osterhasen erzählen und ihnen trotzdem die christliche Botschaft vermitteln? 

Viele Eltern halten gerne an dem Mythos fest, dass der Osterhase an Ostern die Eier versteckt. Schließlich verbinden sie damit auch Erinnerungen an ihre eigene Kindheit – und an das Gefühl: Die Welt ist heil. Natürlich wissen sie, und vor allem die Großeltern, dass Ostern ein christliches Fest ist und der Osterhase da nicht hinein gehört. Und deshalb geben viele Eltern die Bedeutung dieses ältesten christlichen Festes auch heute noch an ihre Kinder weiter. 

Jeder Ostertag hat seine Bedeutung

Eltern oder Großeltern erklären den Kindern, dass die Christen an den Ostertagen den Tod und die Auferstehung Jesus Christus feiern. Ob Gründonnerstag, Karfreitag. Ostersonntag oder Ostermontag, jeder Tag ist ein besonderer Tag. Seine jeweilige Bedeutung kann den Kindern durch das vereinfachte Erzählen der biblischen Ostergeschichte erklärt werden.

Am Gründonnerstag feierte Jesus gemeinsam mit seinen zwölf Jüngern das Abendmahl. So wie es heute noch Brauch ist, tranken sie gemeinsam Wein und aßen Brot. Bereits an diesem Abend wusste Jesus, dass er noch in dieser Nacht an die Römer verraten wird – was dann Judas, einer seiner Jünger, auch tat. Und so wird am Gründonnerstag der letzten Lebenstage von Jesus Christus gedacht. An Karfreitag wurde Jesus gekreuzigt und als Zeichen der Trauer und Besinnung essen viele Christen an diesem Tag kein Fleisch, sondern nur Fisch. Der Karfreitag ist der höchste evangelische Feiertag. Es ist ein Tag der Besinnlichkeit und Stille; auf große Veranstaltungen wird an diesem Tag üblicherweise verzichtet.

Der Karsamstag gilt als Tag der Grabesruhe. An Ostersonntag und Ostermontag wird die Auferstehung Jesus gefeiert – mit einem fröhlichen Gottesdienst und meist mit einem anschließenden, gemeinsamen Essen in der Gemeinde. 

Natürlich ist es nicht einfach, Kindern diese christlichen Themen zu vermitteln und auf alle kindlichen Fragen eine einfache und einleuchtende Antwort zu finden. Wer es dennoch versucht, wird überrascht sein, wie verständig auch schon kleine Kinder sind. Sie freuen sich darüber, dass Jesus am Ostersonntag wieder auferstanden ist und nehmen gern am Abendmahl teil, das an das letzte Essen Jesus vor seinem Tod erinnert. 

Christliche Bücher zu Hilfe nehmen

Eltern, die ihren Kindern den christlichen Hintergrund des Osterfestes  erklären möchten, können sich christliche Bilderbücher zur Hilfe holen. In diesen wird verständlich und kindgerecht  die Ostergeschichte erzählt. Die Kinder finden es faszinierend, wie Jesus auf einem Esel geritten ist und so in Jerusalem einzog und dass er mit seinen Jüngern gemeinsam das letzte Abendmahl eingenommen hat. 
Der Tod ist nicht das Ende, sondern ein Neubeginn

Durch den Tod Jesus und seine Auferstehung, erhielten die Menschen die Hoffnung, dass nach dem Tod ein neues Leben beginnt – so wird es in den Kirchen erzählt. Dieses Zeichen der Hoffnung und des Neuanfangs erklären die Eltern ihren Kindern oftmals anhand der Natur: Im Frühjahr bekommen die  Bäume Knospen und diese gehen auf. Die Blumen stecken ihre Blütenköpfe aus dem noch kalten Boden und die Tiere werden nach ihrem Winterschlaf wieder aktiv. So wie die (Oster)hasen, die nun wieder übers Feld hoppeln.
  
Nach dem Oster-Gottesdienst kommt der Osterhase

Wenn die Familie vom Gottesdienst nach Hause kommt, hat der Osterhase in der Wohnung oder im Garten Ostereier und kleine Geschenke versteckt – und dann freuen sich die Kinder wieder über den Osterhasen, obwohl – zumindest die älteren – sehr wohl wissen, dass es ihn gar nicht gibt und die Eltern die Eier-und-Geschenke-Bringer sind.

Heidrun Berger

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