Brauchtum: Osterwasser

Heilende Kräfte und ewige Schönheit

In vielen Ländern wird das Osterwasser mit eigenen Traditionen verbunden. Dem Wasser werden im Allgemeinen heilende, belebende und reinigenden Eigenschaften zugeschrieben. Viele Bräuche gehen auf diese Vorstellung zurück.

Das Osterwasser ist ein Zeichen der Schöpfung. Das Wasser allgemein symbolisierte in dem heidnischen Weltverständnis das Leben und die Fruchtbarkeit. Diese heidnischen Glaubensvorstellungen sind teilweise in das Christentum übernommen worden. Die meisten deutschen Bräuche rund um das Osterwasser gehen somit auf vorchristliche heidnische Traditionen zurück.


Zum einem wird dem Wasser heilende Kraft für Menschen und Tier zugeschrieben, zum anderen dient es an manchen Orten auch als Brautwerbung. In Australien beispielsweise bespritzten unverheiratete Frauen diejenigen Männer mit Osterwasser, die sie sich zum Ehemann wünschten. Die Annahme, dass Osterwasser viele Krankheiten heilen kann, mündet in einigen Traditionen. So wird das Vieh am Ostermorgen in einen Bach getrieben, um es vor Krankheiten zu schützen. Alternativ bespritzte man Personen und Vieh mit dem Osterwasser. Man glaubte auch hier vor allem an die heilende Wirkung des Wassers. Beispielsweise bestand auch die Vorstellung, dass man jung und schön bleibt, wenn man sich am Ostermorgen im fließenden Bach wäscht. 


Außer dem Quellwasser galt auch das Wasser als heilig, das in der Osternacht vom Himmel regnete. In verschiedenen v.a. ländlichen Regionen Deutschlands werden noch heute aus Dankbarkeit für die heilende Wirkung des Wassers Brunnen am Karsamstag als Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit zum Osterfest geschmückt. Der Brauch besagt auch, dass sich alles Wasser in der Osternacht in Wein verwandelt. 


Die christliche Bedeutung des Osterwassers kam erst im Laufe der Jahrhunderte nach Christus dazu. Zum Osterfest wird in der Nacht von Ostersamstag auf Sonntag nur zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang Osterwasser aus einem Bach oder einer Quelle geschöpft. Heute ist in der Bedeutung des Osterwassers vor allem das Taufwasser der Kirche bekannt. Das Sich-Bekreuzigen mit Oster- oder Weihwasser ist eine Segens- und Reinigungsgeste. Das Taufwasser wird zweimal im Jahr zu Ostern und zu Pfingsten geweiht. Es wird oft nach Hause mitgenommen und für Segnung des Hauses und Heilung oder Reinigung der Hausbewohner verwendet.

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