Kinder und Medien

Leseverhalten von Kindern fördern

Wird Lesen immer mehr zu einem Muss und nur noch in der Schule ausgeübt? Damit sich wieder mehr Kinder mit Büchern beschäftigen, muss die Förderung der Lesekompetenz schon vor der Schulzeit einsetzen.

Um Bücher genießen zu können muss eine gewisse Lesekompetenz vorhanden sein. Lesekompetenz bedeutet die Fähigkeit, Texte lesen zu können, abstraktere Sachverhalte zu erklimmen und eigene Gedanken in angemessener Präsenz zu formulieren.


Eltern und Schule

In der Schule lernen Kinder normalerweise lesen. Aus diesem Grunde prägt die Schule die Lesekompetenz von Kindern. Allerdings muss die Förderung der Lesekompetenz schon vor der Schulzeit begonnen werden.

Später wird das Leseverhalten des Kindes geformt sein von einem Zusammenspiel von Schule und Elternhaus. 


Wie kann man Lesekompetenz bei Kindern fördern?

Es gibt Wege die Fähigkeit der Kinder zum Verstehen von Texten zu fördern. Dies funktioniert dann besonders gut, wenn Kinder von Klein auf mit Märchen, Sagen, Geschichten vertraut gemacht werden. Das Vorlesen und beibringen von Reimen beeinflusst den Umgang mit der Sprache positiv.

Eltern wirken auf ihr Kind mit ihrem eigenen Verhalten ein, weil sie für ihre Kinder als Vorbildfunktion dienen. Wenn es Kindern selbstverständlich ist im Haushalt Bücher um sich zu haben und Personen zu sehen, die darin lesen, dann wachsen sie mit der Normalität von geschriebenen Worten um sich herum auf und lerne jene zu genießen.

Denn wenn Kinder das Lesen nur als ein Muss in der Schule erfahren, kann es ihnen keinen Spaß machen. So ist es nicht verwunderlich, dass heutzutage nur noch wenige Kinder lesen. Wenn sie nicht sehen, dass Lesen eine freiwillige Sache ist, werden sie dies auch nicht aus freiem Willen tun.


Lesefähigkeit weltweit

Die Fähigkeit zum Lesen unterscheidet sich je nach Kontinent sehr stark voneinander. Während in Europa, Nordamerika und Australien fast alle Kinder lesen können, sieht die Lage in den anderen Teilen der Welt anders aus. 

In Südamerika können ca. 85 Prozent der Kinder lesen, in Indien sind es dagegen nur noch ca. 60 Prozent und in gewissen Teilen Afrikas ist der Analphabetismus flächendeckend verbreitet, so dass nur bis zur Hälfte der Einwohner das Lesen und Schreiben beherrschen. 


Veränderung des Leseverhaltens

Da es in Deutschland eine Selbstverständlichkeit darstellt, Lesen erlernen zu dürfen, bedarf es dieser Tatsache keiner weiteren Aufmerksamkeit. 

Durch das moderne Medium des Internets, hat sich das Leseverhalten der Menschen und damit auch der Jugendlichen, stark verändert. Früher, durch das mangelnde Vorhandensein eines Fernsehers oder eines Computers, wurde die freie Zeit zum Teil damit verbracht, sich in ein Buch zu vertiefen.

Heute zählt die schnelle Informationsbeschaffung. So viel wie möglich lesen, über alles informiert sein, in kürzester Zeit und dazu noch bequem. Die Menschen sehen nicht, wie oberflächlich sie informiert sind bei dieser Art der Informationsaufnahme.

Wenn sich Eltern keine Mühe machen in einen Bücherladen zu gehen, ein Buch auszusuchen und es zu lesen, können sie jenes auch nicht von ihren Kindern erwarten.

 

Wanda Steinmetz

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