Kindergarten - Bildungsauftrag und Konzepte

Das erste Mal ohne Eltern

Die Bezeichnung Kindergarten wird in vielen Ländern meist als Sammelbegriff für alle Einrichtungen der Kindertagesbetreuung benutzt. In Deutschland ist ein Kindergarten für Kinder im Alter zwischen 3 Jahren und der Einschulung da.

Hinsichtlich der Altersbegrenzung gibt es noch die Kinderkrippe (0 bis 3 Jahre) und den Hort (Kinder im Grundschulalter).

Der Kindergarten in Deutschland ist, im Gegensatz zur Situation in anderen Staaten, keine Einrichtung des Schulwesens, sondern dem Sozialbereich zugeordnet. Er gehört zur "Kinder- und Jugendhilfe". Er soll ergänzend zur Erziehung in der Familie dienen und den Kindern eine erweiterte und umfassendere Erfahrungs- und Bildungsmöglichkeit eröffnen. 

Anliegen der Kindergärten ist es, eng mit den Erziehungsberechtigten zusammen zu arbeiten, das bedeutet nicht familienunabhängig, wie im Schulwesen, sondern ganzheitlich. Im Zuge der Bildungsdebatte, die in Deutschland vor allem das durchschnittliche Abschneiden bei den internationalen PISA-Studien verstärkte, richtete sich zunehmend die Aufmerksamkeit auf den Bildungsauftrag des Kindergartens.

Hinsichtlich der Tages- und Öffnungszeiten kann man grob drei 

  • Teilzeitbetreuung - am Vor- und/oder am Nachmittag,
  • Verlängertes Vormittagsangebot - von morgens bis nach dem Mittagessen,
  • Ganztagsbetreuung - von morgens bis zum Spätnachmittag.

Ganztägige Einrichtungen heißen häufig Kindertagesstätten (kurz KiTa), Kinderladen, Tagheime oder Tageskindergarten. In letzter Zeit bieten Träger im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch zunehmend erweiterte Betreuungszeiten an, die sehr früh morgens beginnen (5:30 Uhr), bis in den späten Abend reichen (20 Uhr) und Samstage sowie Übernachtungsmöglichkeiten umfassen.

In den meisten Kindergärten arbeiten unterschiedliche pädagogische Fachkräfte, wie Erzieher/innen, Sozialpädagogen/innen, Kinderpfleger/innen und Sozialassistent/innen.

Hierzulande werden Kindergärten – regional in sehr unterschiedlichen Anteilen – durch Freie Träger oder von den Kommunen unterhalten. Freie Träger sind vor allem kirchliche Träger, Institutionen der Freien Wohlfahrtspflege, Vereine und Elterninitiativen aber immer häufiger auch privatwirtschaftliche Träger.

Zusätzlich gibt es sonderpädagogische und heilpädagogische Kindergärten, welche meist als Integrative Kindergärten ausgelegt sind. Zuweilen zeichnen sich Kindergärten durch ein besonderes Angebot oder pädagogisches Profil aus, wie beispielsweise Wald-, Montessori- oder Waldorfkindergärten. (as)

Das Kind Kind sein lassen

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