
Ein großes Ereignis vor Schulbeginn ist die Wahl des Schulranzens. Ihre Kinder wissen oft genau, was gerade „in“ ist. Dabei sollten beim Kauf aber nicht die Funktionen eines Schulranzens vergessen werden, die ein sicheres Auftreten im Straßenverkehr gewährleisten und vor Haltungsschäden bewahren.
Der perfekte Schulranzen
Der Schulranzen muss passen, stabil und tragbar sein. Sonst folgen bald Rückenschmerzen und Haltungsschäden. Richtig sitzt er, wenn die Ranzenbreite der Schulterbreite des Kindes entspricht. Er sollte dicht am Körper getragen werden, und etwa 1,5 Kilogramm Eigengewicht haben. Diesen Anspruch erfüllen Plastiktaschen mit Leichtigkeit. Im gepackten Zustand darf er nicht mehr als zehn Prozent des Körpergewichtes des Schulkindes wiegen. Das Namensschild sollte innen liegen, damit Fremde ein Kind nicht mit dessen Namen ansprechen und so Vertrauen gewinnen können.
Sehen und gesehen werden
Viele Reflektoren vorne und an beiden Seiten sind ebenfalls wichtig. Sie werfen das Licht von Autoscheinwerfern zurück. Das Kind fällt auf. Das ist im Straßenverkehr lebenswichtig, denn bei der Einschulung mit fünf, sechs oder sieben Jahren fehlt den Kindern noch der Überblick. Gesehen werden zählt deshalb doppelt. Mindestens 20 Prozent der Gesamtfläche des Ranzens müssen tagsüber und in der Dämmerung aufleuchten. Fehlen Reflektoren, so können Sie einige dazu kleben.
Trends
Bei Mädchen sind rosa Ranzen mit Blumenmuster und vielen bunten Farbklecksen beliebt. Jungen bevorzugen einerseits Muster mit Tieren, beispielsweise Dinosaurier, andererseits auch Formel-1-Rennautos auf dem Ranzen. Zu all dem gehört natürlich auch das passende Zubehör wie Mäppchen, Turnbeutel oder die Trinkflasche. Die Schüler mögen es generell bunt, dennoch sollte aber alles farblich aufeinander abgestimmt sein.
Weitere Empfehlungen
Schulranzen für Erstklässler gehören auf den Rücken. Lässig zu tragende Rucksäcke oder Aktenkoffer mit Tragegriff sind vielleicht nach Meinung der Kleinen up-to-date, aber nicht zu empfehlen. Die Gewährung einer mehr als halbjährigen Garantiezeit und ein Reperaturservice zeichnen gute Hersteller und Geschäfte aus. Aus modischen Gründen wird auf Reflektoren häufig verzichtet. Sie sollten sich davon nicht beirren lassen und ausdrücklich besonders auffällige und hellstrahlende Modelle verlangen.
Der Ranzen muss an der Rückseite so verdickt sein, dass er beim Tragen nicht drückt und das Kreuz schont. Die verstellbaren Tragegurte sollten im Bereich der Schultern gepolstert und mindestens vier Zentimeter breit sein. Er darf nicht zu weit nach unten hängen und sollte am Rücken anliegen.
Alle Schnallen zum Verstellen und Verschließen sollten wegen der Verletzungsgefahr gerundet sein. Die Verschlusskappe muss häufiges Schließen und Öffnen aushalten, ohne Verschleißerscheinungen zu zeigen. Des Weiteren darf sich der Boden des Ranzens nicht verbiegen oder verformen lassen.
Auch wenn der Ranzen ein Geschenk ist, sollten Sie die Kinder beim Kauf mitnehmen. So können Sie konkret probieren, ob der Ranzen passt und ihr Kind über das Design mitentscheiden lassen. Schließlich muss das gute Stück ein paar Jahre halten.
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