Gewinnspiel
10 China-Facts zum Kinostart "Karate Kid"

„Karate Kid“ war in den 80ern ein Klassiker und löste einen wahren Kampfsport-Boom aus. Wie dieser setzt auch das gleichnamige Remake auf eine pädagogische Botschaft. Wir verlosen u.a. ein „Talking Dicitionary“ i.W.v. 200 Euro.
Wer in den 1980ern öfter im Kino war, kam um einen absoluten Kultfilm nicht herum: Mit „Karate Kid“ eroberte sich damals die asiatische Kampfkultur die vorderen Ränge der westlichen Teenie-Welt und mit ihr waren auch gleich ein paar Klischees erschaffen: Man übte ganztägig die für den Nahkampf relevanten Armbewegungen und war so gut durchtrainiert, dass man für alle Eventualitäten eines alles entscheidenden Turniers gerüstet war.
Mit vielen Einblicken in die asiatische Lebenskultur bekamen die Kinofans jedoch eine wichtige pädagogische Botschaft gleich mitgeliefert: Karate ist eine zutiefst friedliche Angelegenheit und nur für den Notfall bestimmt. Mit Karate Kid ist auch das Remake des gleichnamigen Kultfilms ein cinematisches Werk, das unter all der spektakulären Kämpferei die philosophische Tiefe der uralten asiatischen Kampfkultur versteckt.
Kinostart: 22. Juli 2010.
Mehr Infos unter www.karatekid-film.de, www.karatekid-film.de/facebook, www.karatekid-film.de/schuelerVZ, www.karatekid-film.de/studivz und www.karatekid-film.de/meinVZ
Die Philosophie des Kampfes
Inhalt: Der zwölfjährige Dre Parker (Will Smiths Sohn Jaden Smith) muss mit seiner Mutter von Detroit nach Peking umziehen und gerät nicht nur in eine völlig andere kulturelle Welt, sondern muss sich in der Schule auch noch gegen den Rüpel Cheng wehren, der ein geübter Kung-Fu-Kämpfer ist. Diesem bleibt neben dem Spott seiner Kameraden nur die Flucht nach vorn: Zusammen mit Hausmeister Mr. Han (Jackie Chan) lernt der Junge sehr bald die Technik und Philosophie des Kämpfens: Beim Kung Fu geht es nicht um das Austeilen von Schlägen, sondern um Reife und innere Ruhe. Und weil dem Jungen nichts anderes übrig bleibt, als sich dem Kampf gegen Cheng zu stellen, bereitet er sich mithilfe seines väterlichen Freundes intensiv auf das Turnier seines Lebens vor.
Kurioses aus dem Reich der Mitte
Wie auch der Kultklassiker setzt Karate Kid als Remake auf die Kultur und Botschaft des Reiches der Mitte und räumt mit einem Klischee auf, das in westlichen Köpfen verankert zu sein scheint: Einen Kampf müsse man zum Zwecke des Austeilens und in einer aggressiven Grundhaltung austragen. Doch das ist nicht das einzige Klischee, das sich über die Heimat des Mr. Han gehalten hat. Hier sind weitere kuriose China-Facts:
- Der typische Chinese trägt den Namen Li. Das ist jedoch kein Klischee, sondern mit 90 Millionen Lis tatsächlich der häufigste Familienname der Welt.
- Der Chinese an sich ernährt sich von Hund. Manch einer mag sich wundern, dass der Chinese in diesem kulinarischen Milieu überhaupt gedeihen konnte. Widerlegt wird der Verdacht ganz eindeutig durch seinen ausgeprägten Hang zu Kampfsportarten wie Kung Fu, der ohne gute Ernährung nicht zu machen wäre. Mag sein, dass Krokodil, Insekten oder Vogelnester zu seinen bevorzugten Essgewohnheiten gehören – Hund gehört jedoch genauso wenig zum typischen Speiseplan eines Herrn Li wie für einen Deutschen die rösch gegrillte Pferdekeule.
- Der Chinese auf Reisen wirkt immer wie auf der Flucht. Klar, Urlaubstage eines Chinesen sind so rar wie Hundefleisch in seinem Wok und meist drängen sich um den Volksfeiertag am 5. Oktober die rund 1.3 Millliarden Chinesen an Flughäfen und Bahnhöfen. Und weil dies die einzige Gelegenheit für eine Reise ist, wirkt das Ganze für die Umstehenden oft etwas hektisch.
- Der Chinese hängt niemals ab. Dieses Klischee ist schlicht falsch. Grund: Herr Li hat in Ermangelung brauchbarer irdischer Fluchtpunkte an Volksfeiertagen zu einer höheren Konsequenz gegriffen: Er hängt sich kurzerhand in Wolkenkratzern in Hängematten, etwa in Höhe des 16. Stockwerkes, und zwar vor (!) die Bürofenster. Fernab der geregelten Abläufe der Millionenstädte wie Shanghai oder Peking sucht und findet er dort seine Ruhe-Oase für zwischendurch.
- Blumen? Geschenkt. Wer Herrn Li beschenken möchte, hüte sich vor Blumen, noch dazu in Weiß, genauso wie vor Messersets oder in Reis gesteckte Stäbchen: Diese Geschenke sind gut gemeint, aber für einen Chinesen alles andere als gut, symbolisieren sie doch Tod oder eine gekappte Verbindung. Bei Geschenken gilt: Sofortiges Annehmen wirkt gierig.
- Das Glück hat der Keks aus den USA. Der weltweit bekannte Glückskeks ist gar keine Tradition des alten China, sondern eine Marketing-Idee aus den USA. Erst in den neunziger Jahren, so heißt es, wurden die Kekse mitsamt ihren gesammelten Lebensweisheiten nach China exportiert.
- Chinesen spucken. Richtig, denn das ist eine handfeste Tradition, die ihre Grundlage zu Zeiten Mao Zedongs hat: Chinesen mussten mit der proletarischen Masse mitschwimmen, um sich nicht verdächtig zu machen.
- In China ist immer gutes Wetter. Stimmt. Und ein übereifriges Amt für Wetterbeeinflussung. So reagiert man auf anhaltende Dürre schon mal mit massigen Schneefällen, die mithilfe riesiger Mengen in die Wolken gepumpter Chemie ausgelöst werden.
- In China sind Schlafanzüge verboten. Stimmt. Aber nur auf offener Straße, um damit seine Einkäufe zu machen. Es ist nämlich so, dass manche Chinesin den Schlafanzug auch gerne für ihre Erledigungen anbehält. Und weil der so bequem ist, wird sich an diesem Stadtbild auch so schnell nichts ändern.
- Chinesen finden immer ein Haar in der Suppe. Das stimmt nicht (mehr). Bis vor ein paar Jahren war es nicht ungewöhnlich, chinesische Brötchen mit etwas zerstoßener Haare zu backen. Grund: Aminosäuren im Haar sollten den Teig geschmeidiger machen – ist mittlerweile jedoch verboten.
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